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Wie das Spielen richtig aufbauen?

Beitrag#1von roter Milan » Mi 5. Mai 2010, 22:13

Wenn ich einen Hund neu habe, liegt bei mir generell kein Spielzeug rum, denn nur so ist es mir möglich, dass Spiel so zu etablieren, wie ich es benötige.

Auch ist es so, dass ich überwiegend im Haus spiele, so dass das Abhauen mit der Beute sich nicht so etablieren kann wie draußen im Freilauf. Ein weiterer Grund im Haus zu bleiben ist für mich, dass ich es persönlich hasse mit dem Hund an der Leine zu Bewegungsspiele zu spielen, selbst an der Schleppleine ist meine Zielgenauigkeit beim Ballwerfen so schlecht, dass das Verletzungsrisiko für den Hund viel zu groß ist. Solange der Hund an der Leine ist beschränkt sich mein Spielen draußen auf Suchspiele und gemeinsame Entdeckungen. Ballwerfen, Stöckchenwerfen und ähnliches muss draußen warten, bis der Rückruf klappt.

Damit der Hund den Unterschied zwischen normalem Spielende und Spielabbruch als Strafe versteht, bediene ich mich Kommandos. Das heißt ich fange das Spielen immer mit dem gleichen Begriff an und höre mit dem gleichen Begriff immer auf, bei Spielende streichel ich den Hund auch noch mal, damit er merkt es ist alles gut - teilweise enden Spielrunden auch in Kuschelrunden auf dem Boden. Breche ich das Spiel als Strafe ab, tue ich dies kommentarlos und ignoriere den Hund vollständig.

Ich spiele auch nur mit dem Hund am Anfang, wenn ich nicht in Zeitnot bin, sondern mich völlig dem Hund widmen kann ohne gestört zu werden.

Zuerst spiele ich im Nahbereich um mich rum und vergrößere dann die Strecke beim Rollen/Werfen, dabei hocke ich oder sitze/liege auf dem Boden.

Wichtig ist mir, dass nicht zu grob gespielt und das Spielzeug wieder zu mir zurückgebracht wird. Ich habe zwar auch schon blaue Flecke und Kratzer gehabt (wo gehobelt wird, fallen auch Späne) aber irgendwo ist meine Schmerzgrenze. Damit der Hund begreift, dass er wieder zu mir laufen soll, locke ich ihn mit Namen und Rückrufkommando zu mir. Kommt er auf mich zu, lobe ich schon unterwegs verbal, als weitere Belohnung wird der Ball, sobald er bei mir ist, sofort wieder ins Spiel gebracht. Läuft der Hund mit seiner Beute weg, stehe ich kommentarlos auf und ignoriere den Hund - das Spielzeug sammel ich einige Minuten später wieder ein und starte einen erneuten Versuch.

Sobald dem Ballspielen draußen nichts mehr im Weg steht, reduziere ich das Spielen drinnen und spiele vermehrt draußen. Das bringt einfach mehr Ruhe ins Haus ;) Allerdings liegt jetzt das Spielzeug auch für den Hund rum, so dass er freien Zugriff auf das Spielzeug hat und sich ggf. selbst damit beschäftigen kann. Ist das Spiel etabliert darf der Hund (wenn die Beziehung zwischen uns stimmt) mich auch gerne zum Spiel auffordern, allerdings komme ich dieser Aufforderung nicht immer nach :D
lg Tanja


was wäre die Welt schön und gut, wenn jeder einzelne mal den von Gott gegebenen Verstand auch benutzen würde
roter Milan
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