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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#126von roter Milan » Di 3. Mai 2011, 20:49

Abendrunde


Ja wir machen zweifelsohne Fortschritte, keine Ahnung wieso, aber ich denke, die Tage in Deutschland haben uns auch irgendwie hier weitergebracht. Man muss nicht alles verstehen, aber man kann sich drüber freuen :biggrinn:

Heute Abend haben wir mal wieder den Erzfeind getroffen und was soll sich sagen: :67: es lief phänomenal für unsere Verhältnisse.

Satoo lief neben mir, sah dann gleichzeitig mit mir den Erzfeind. Da Satoo aber nicht in die Leine ging sondern sich "nur" etwas größer machte und auch nicht pöbelte, habe ich ihn vor mir laufen lassen. Der Abstand zum anderen Hund war in etwa 20 Meter. Der Besitzer blieb dann auch stehen, so dass der Abstand in etwa gleich blieb und man muss dazu sagen, dass der Andere ruhig blieb (Seltenheit bei dem Hund). Satoo kassierte von mir nur ein "das kannst du knicken", wenn er drohte sich steif zu machen, ansonsten hab ich ihn schauen lassen. Nur als wir dann einen Weg lang wollten, mußte ich Satoo mal kurz mit dem Knie antippen und ein kurzes "hier gehts lang" kam auch von mir, weil er mir nicht ausweichen wollte, Satoo ging daraufhin aber auch anstandslos in die gewünschte Richtung weiter.
Das Ganze lief wohlgemerkt ruhig ab!
(Kurz zur Erklärung, zwischen den beiden Wegen ist an einer bestimmten Stelle eine Bushaltestelle). An der Bushaltestelle stand ein Bus, der Satoo den Blick auf den Anderen versperrte. Als er den Erzfeind dann doch nochmal sah, pöbelte er einmal kurz, was sich mit einem Abdrängen und einem Festhalten an der Brust aber super abstellen ließ. Weiter gehen war auch ohne weiteres möglich.

Ach Mensch Leutz, ich freu mich einfach so, dass wir auch bei dem Hund endlich Fortschritte machen.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#127von roter Milan » Fr 6. Mai 2011, 16:57

06.05.11



Im Moment macht das Laufen und Spielen mit Satoo richtig Spass - der Frühling lässt wohl auch seine Spiellaune steigen.

Darüber hinaus mach ich mir immer weniger Sorgen, dass Satoo in die Schleppleine rennt wie ein Irrer, nur weil er eine Spur in die Nase bekommt. Inzwischen kann ich ihn sogar in 3m Entfernung ins Sitz schicken, wenn er ne Spur in der Nase hat :88n: Heute morgen hab ich das zweimal gemacht und jedes Mal ist er sofort in die von mir gezeigte Richtung weitergelaufen. Allerdings muss ich sagen, dass ich eine eher unkonventionelle Art inzwischen habe, wenn Satoo die Nase im Wind hat. Ausgehend von der Überlegung, dass Satoo mit dem Wittern mir ja eigentlich hündisch mitteilen will: "hey Frauchen da ist ganz leckeres Futter" und einem Grundsatz aus der Kommunikationswissenschaft "Gib dem Gegenüber ein Feedback zu dem Gesagten" entstand bei mir: signalisier dem Hund durch schnuppern "ich habs kapiert" aber ich bewerte dann das "Gerochene" als uninteressant. Etwas bescheuert für einige, aber es hilft, seit dem ich so vorgehe reicht meistens ein "ist uninteressant", um Satoos spurschnüffeln gleich null zu setzen.

Hundebegegnungen hatten wir heute morgen auch 2 und alle beide an der Schleppleine. Kurz gesagt verliefen sie so: :67: :67: Satoo war ein absoluter Engel. Als erstes kam uns die weiße Hündin entgegen. Satoo lief eh rechts von mir, weil wir an einer Ecke waren, als uns der Besitzer mit Hündin begegnete. Satoo wollte zuerst freundlich hin, ließ sich aber durch ein "Nei" sofort stoppen, er ordnete sich auch direkt wieder rechts neben mir ein. Das war seine einzige Reaktion auf die Begegnung. Leider trau ich mich in solchen Situationen noch nicht, die Hand vom Halsband zu nehmen - merkwürdig bewertet das Satoo beim Gehen überhaupt nicht, während das beim Sitzen eine Verstärkung fürs Pöbeln ist - aber so ein bischen Absicherung ist mir im Moment noch wichtig, das Vertrauen muss erst noch weiter wachsen.
Die zweite Begegnung war dann mit dem Cockerrüden. Ich ließ Satoo absitzen, nachdem ich gesehen hatte, dass er sich groß und leicht steif machte. Aber auch hier war das die einzige Reaktion auf den Cocker, Satoo blieb total ruhig als der Besitzer mit dem Cocker an uns vorbeiging.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#128von roter Milan » Mi 25. Mai 2011, 09:04

25.05.11


Tja inzwischen ist Herr Hund schon 10 Monate bei uns und die Fortschritte, die wir bis heute gemacht haben, sind einfach toll. Klar sind einige Baustellen immer noch offen, aber das war auch nicht wirklich zu erwarten, dass alles von jetzt auf gleich aufhört. Aber auch innerhalb der Baustellen sind tolle Fortschritte zu verzeichnen. Was wollen wir also mehr.

Hundebegegnungen verlaufen in den meisten Fällen ruhig ab, auch wenn es bei einigen Hunden immer noch so ist, dass wir am Rand sitzen bzw. es Hunde gibt, da müssen wir von Tag zu Tag variieren. Aber inzwischen ist es so, dass er teilweise ruhig bleibt, wenn kurz vorher andere Hunde sich gegenseitig angepöbelt haben.

Auch der Rückruf klappt in 90% der Fälle. Allerdings ist er uns im letzten Monat glatt noch zweimal in die Schleppleine gerast, der Idiot. Einmal hätte ich ihn eventuell vorher an die kurze Lederleine nehmen können, vorgewarnt hatte er mich deutlich genug und meine Befehle reichten irgendwann nicht mehr aus, ihn bei mir zu halten. Allerdings konnte er an der Schleppleine nochmal erleben, dass wenn ich einmal pfeife, er umzudrehen hat - den Pfiff konnte ich nämlich noch rechtzeitig loslassen, bevor er in die Schleppleine gerasselt ist. Die zweite Gelegenheit war in einer Hundebegegnung, wo Peter und ich nicht wirklich aufmerksam waren. Vorteil an der Begebenheit war, dass Satoo das Erfolgserlebnis zum Hund zu kommen nicht hatte.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#129von roter Milan » Mo 27. Jun 2011, 13:52

27.06.11


Mein Gott wie die Zeit vergeht, der letzte Tagebucheintrag ist doch glatt schon einen Monat her.

Was hat sich getan in der Zeit. Ziemlich viel und doch wieder nix :))

Das Team Peter/Tanja/Satoo wächst immer weiter zusammen. Satoo ist in den letzten Wochen nur klasse gewesen, okay ehrlicher Weise seien hier einige Begegnungen mit anderen Hunden schon mal kurz als Ausnahme erwähnt. Es gab kein Durchstarten mehr, das Interesse am Wald, anderen Hunden, Wild ist zwar noch da (soll ja auch nicht völlig wegfallen), aber Satoo ist dabei völlig zuverlässig. Sitz aus Entfernung klappt fast perfekt und der Rückruf ist inzwischen soweit gesichert, dass wir uns in normalen Reizlagen keinerlei Sorgen machen.

Allerdings bleiben wir beim Plan, das völlige Freilaufen erst im August anzuvisieren. Bis dahin gibts immer mal wieder Minuten, wo die Leine komplett mitschleift oder sogar gelöst wird. Satoo wird dann zwischen uns hin und her gesteckt und wir gehen teilweise dazu über, uns dabei zu verstecken. Herr Hund hätte also Gelegenheiten genug, sofort stiften zu gehen, nimmt sie aber GsD nicht wahr sondern ist - wie sich das eigentlich auch gehört - auf uns fixiert.

Total schön finde ich die Verständigung zwischen Satoo und mir. Da mal ein Blick, da ein antippen, ein Kopfnicken ... es sind die Kleinigkeiten, die schon zum Erfolg führen.

Das große Thema Hundebegegnungen:
Mein Bauch sagt mir: nix da mit dem jetzigen Weg mehr, die Vorgehensweise muss geändert werden, aus dem Stadium sind wir raus.
Das sieht dann im Normalfall so aus, dass auf breiten Wegen nicht mehr angehalten wird, sondern einfach weitergegangen wird. Bei den meisten Hunden funktioniert das auch sehr gut. Ab und an pöbelt Satoo zwar noch, aber das Ausmaß ist nix zu vor einem Jahr. Ich kann einfach weitergehen, ohne von den Füßen geholt zu werden. Je nach Hund wird auch nur noch fixiert. Ist zwar noch nicht das Gelbe vom Ei, aber im Moment lobe ich noch das Ruhigsein, das Fixieren ist der nächste Schritt. Keine Ahnung wieso, aber diese kleinen Schritte haben sich für uns absolut bewährt.
An der Blindenhündin und der Zürcherhündin kommen wir sogar ohne Meckern dran vorbei. Ganz schlimm stellt er sich im Moment bei der Borderhündin und dem dazugehörenden Welpen an, keine Ahnung wieso diese Begegnungen mehr ausarten als die Begegnungen mit dem Erzfeind und das will was heißen.

Jerry und Satoo freunden sich auch immer mehr miteinander an. Inzwischen sind nur noch 10cm zwischen den beiden Schnauzen und Jerry geht nicht mehr stiften, sondern bleibt liegen. Es wird, Jerry braucht halt einfach Zeit und die soll er kriegen.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#130von roter Milan » Fr 8. Jul 2011, 12:51

08.07.11


Na dann will ich euch mal auf den neuesten Stand bringen :D

Inzwischen sind wir dazu übergegangen, Satoo stellenweise von der Leine zu lassen. Allerdings muss er sich noch im Nahbereich aufhalten und die Freilaufzeit ist noch eng begrenzt - zumindest wenn er mit mir alleine unterwegs ist. Eigentlich bescheuert, dass mein Bauchgefühl noch durch teilweise Übervorsichtigkeit bestimmt wird, denn Satoo hört bzw. zeigt inzwischen GsD an, bevor er durchstartet. Aber die Übervorsichtigkeit hat auch ihr Gutes, so werde ich nicht so schnell größenwahnsinnig - war ja unser großer Fehler am Anfang.
Wenn Peter und ich zusammen mit Satoo unterwegs sind, darf Satoo zwischen uns hin und her laufen und hat da auch gut 20m zur Verfügung. Hier hört Satoo zuverlässig - auch wenn der eine ihn auf dem Weg zum anderen abruft.

Satoo hat in der Zwischenzeit seine Stimme entdeckt, manchmal frage ich mich, wie der Umgang mit ihm früher war, dass er diese Sachen erst jetzt scheinbar entwickelt. Er brummelt, mault, bellt ... und testet dabei einfach aus. Teilweise ist es echt lustig zu hören, wenn er mir was bringen soll und wie er dann mault. Zuerst bringt er mir dabei immer seinen Knochen (von sich aus, hat ihm von uns keiner beigebracht), geht dann den ersten Schuh holen, will seinen Knochen wieder haben, bekommt ihn aber nicht (fehlen ja schließlich noch Schuh und Halsband), mault und geht dann maulend die anderen Sachen holen, um sich anschließend auf seinen Knochen wieder zu stürzen, den er dann auch kriegt. Zu geil, lässt sich aber schlecht schriftlich schildern, muss man hören :D

Jerry und Satoo lagen letztens zusammen mit mir auf dem Bett und Satoo konnte doch tatsächlich Jerry etwas abschnüffeln - tschaka!

Ansonsten ist das Zusammenleben mit unseren Viechern einfach nur entspannt und wir genießen es in vollen Zügen.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#131von roter Milan » So 10. Jul 2011, 20:32

10.07.11


Das Erfolgserlebnis des heutigen Tages ist auf der Morgenrunde passiert.

Wir hatten Satoo im Freilauf, naja eher im Freiliegen, denn wir machten Pause. Irgendwann sah ich nur, wie Satoo fast die volle Aufmerksamkeit auf irgendetwas außerhalb meiner Sichtweite hatte. Wohlgemerkt Satoo war weder an Leine noch an Schlepp und hätte stiften gehen können, aber Satoo blieb erstmal liegen. Erst als ich zum zweiten Mal in die Richtung schaute stand er auf, woraufhin ich dann mit einem Bei Fuß und Peter mit einem Pfiff reagiert haben. Und was soll ich sagen: Satoo drehte ab und kam zu uns zurück. Jippeh und Trommelwirbel bitte.
Erst ne Minute später haben wir gesehen, weswegen Satoo so geschaut hatte: der Welpe vom Borderbesitzer war da lang geflitzt. Und mit dem hatte Satoo erst wenige Tage vorher ordentlich gespielt.

Noch vor einem Jahr hätte die selbe Situation so ausgesehen: Satoo sieht etwas, springt hoch, flitzt los und das innerhalb von Milisekunden - Rückruf nicht mehr möglich. Ich freu mich so, dass die Fortschritte zu sehen sind. Klar sind wir erst noch in der Mitte des Weges, die nächste Situation kann wieder völlig anders aussehen, aber wir stehen längst nicht mehr am Anfang.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#132von roter Milan » Do 11. Aug 2011, 17:37

11.08.2011


Nach ewiger Zeit haben wir im Moment mal wieder einen Rückschritt bei Hundebegegnungen. War der Stand bis vorletzter Woche noch so, dass Satoo zwar fixiert hat aber bei den meisten Hunden nicht losgepöbelt hat (Ausnahme der Erzfeind); ist es im Moment mal wieder die Phase: da kommt ein Hund, dann kann ich ja loslegen. Dabei ist es fast egal welcher Hund es ist (Ausnahme ist Sarah, die fordert er wieder extrem auf zum Spielen). Woran es liegt? Keine Ahnung, aber es nervt total. Wird wohl wieder so ne Tiefphase sein, wie sie normal im Training von Fehlverhalten ist, aber nach so vielen Monaten?

Auf der anderen Seite ist er toll beim Abruf zwischen uns und der Freilauf ohne Ablenkung (sprich ohne sehr hohe Reizlage Hund oder Wild) klappt phantastisch. Er folgt uns, wenn wir uns ein paar Meter entfernt haben. Ja selbst mein Bauch schlägt nicht mehr Panik, wenn er 5-10m hinter uns bleibt, ich weiß ja inzwischen wieder: der kommt. Satoo hat immer nen Ohr oder ein Auge auf uns, hängt dabei aber nicht am Rockzipfel. Selbst im Spiel mit uns dreht er sich im Radius zu uns um und es reicht ein Pfiff oder ein Kommando und Satoo kommt.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#133von roter Milan » So 14. Aug 2011, 10:39

14.08.2011


Tja die heutige Morgenrunde, war lustig :D

Zuerst hatten wir eine Hundebegegnung mit den beiden Bordern, bei der ich Satoo eher unbewußt abgelenkt habe. Was soll ich sagen: Fleischwurst in der Hand zieht mehr als andere Hunde, aber wenn die Wurst aus ist, wird hinter her gepöbelt *kopfschüttel*. Ablenkung ist aber definitiv nicht mein Weg, der Hund lernt ja null komma nix dabei, aber war wie schon geschrieben eher unbewußt als bewußt.

Achso Fleischwurst hatten wir dabei, weil wir den Rückpfiff von der Reizangel üben wollten. Das klappte auch soweit ganz gut, fürs erste Mal seit etwa einem Jahr sehr gut sogar. Nur einmal hat er nicht gehört, da war er zu sehr im Hetzfieber.

Aber den Klopper schlecht hin hab ich mir auf dem Rückweg gegönnt *lol*. Nach dem Training mit der Reizangel sind wir auf dem Weg nach Hause, Satoo im Freilauf, selbst durch das kleine Waldstückchen kein Problem - Ohr und/oder Auge war immer bei uns. Wir gingen und gingen, bis mir dann beim Robbidog auffiel, dass ich Dösbaddel die Leine an der Bank hängengelassen habe. :13: :12: Also die gesamten 500m wieder zurück und das ohne Leine, was mir nun auch noch bewußt war. Auf dem ersten Weg war ich völlig relaxt, vertraute auf Hund - alles kein Problem. Aber auf dem zweiten Weg ohne Leine, war mir der Umstand bewußt und ich war auf einmal unruhiger, vorsichtiger und etwas verkrampfter. Schönes Beispiel für die psychische Abhängigkeit von einem Hilfsmittel. Als mir das bewußt wurde, durfte Satoo dann aber auch wieder freier laufen. :49:
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#134von roter Milan » Do 25. Aug 2011, 10:56

25.08.2011


Hab ich schon mal geschrieben, dass wir einen supertollen Hund haben? Ich glaube, dem ein oder anderen ist das bestimmt schon aufgefallen :boys_0275: :boys_0222: Aber für diejenigen, die es noch nicht wissen: Satoo ist klasse und supertoll!


Manchmal könnte ich mich echt verfluchen, da merkt der Bauch "an der Vorgehensweise ist was falsch, bringt uns auch kein Stück mehr weiter", aber der Kopf kriegt es nicht gebacken, Abhilfe bei einem schon verwendeten Hilfsmittel zu suchen bzw. ne Alternative dazu zu sehen, die sowas von offensichtlich ist ... manchmal sieht man echt den Wald vor lauter Bäumen nicht. :dash1: :boys_lol:

Aber fangen wir bei gestern an.

Seit Anfang der Woche ist es hier brütend heiß, kurz gesagt: kein Wetter für Hund und Mensch. Gestern hatte Peter nun mal wieder Kurzarbeit und somit frei, das haben wir genutzt, um runter an die Thur zu fahren. Letztes Jahr noch, war Satoo sofort bei anderen Hunden und hat uns völlig ignoriert. Daraufhin haben wir dann gestern beschlossen, Satoo erstmal an die Schleppleine zu legen. Das war aber total unnötig, Satoo war mit dem Kopf bei uns und hat nicht einmal utsch gemacht. Selbst auf dem Hinweg zum Bach war Satoo bei Hundebegegnungen ruhig :good: Am Bach selbst waren 3-4 andere freilaufende Hunde und unser Satoo hat sie zwar gesehen, hat auch auf ihre Bewegungen mit schauen reagiert, aber war sofort wieder ansprechbar und leicht lenkbar - kurz die Schleppleine wurde abgemacht und ans Wasserspielzeug gehängt und unser Hund hatte völligen Spass beim Schwimmen. :67: So soll es sein und da macht es richtig Spass mit Hundi unterwegs zu sein, egal was da passieren mag.

Gestern Morgen hat Peter eine Frau hier aus dem Ort angesprochen, die auch einen Pöbler hat. Fazit des Gespräches: wir haben einen Trainingspartner und die erste Einheit war heute morgen. Der Anfang war schrecklich, Satoo war nur am pöbeln, am jaulen, maulen, in die Leine gehen ... grausig. Der andere Hund war dagegen richtig klasse, soweit ich das mitbekommen habe. Auf jeden Fall hat mir die Dame dann irgendwann nen Tipp gegeben, auf den hätten wir auch selbst kommen können. Wasser als Strafe. Iiiiiiiiiiiiiiiiiich weiß, hatten wir als Tipp von Hoss gekriegt für den Abruf. Aber da wir da ja dann doch anders gearbeitet haben, haben wir uns natürlich keine neue Wasserpistole zugelegt und die Anwendungsmöglichkeit ist bei mir im Gehirn irgendwie verschütt gegangen. Das coolste bei dem Rat war aber, dass die Dame keine Wasserpistole benutzt sondern so eine kleine Plastikflasche mit Sportlerverschluss. :12: Ist es nicht grausam, dass man auf sowas nicht selbst kommt und somit unnütz Zeit vergeht? Netterweise durfte ich die Flasche auch benutzen und testen. Bei der Flaschenübergabe hat mich Satoo auch halb überrascht, ich weiß ja, dass er sitz-bleib kann, aber dass er in der Situation sitzen geblieben ist, hat mich doch ein wenig überrascht. Denn der Abstand zwischen den Hunden betrug etwa 5m und sie standen frontal zueinander. Aber ich konnte mir die Flasche locker abholen und wieder zu Satoo zurück gehen. Wir sind erheblich weiter, als ich immer denke. Im weiteren Training reichte dann auch ein Spritzer auf die Nase und Satoo war der reinste :16: Wir haben dann auch mit dem Training aufgehört und sind zusammen in Richtung Heimat gegangen. Völlig friedlich und harmlos, trotteten wir 4 dahin. Satoo war im Rechts, blieb da auch und ließ sich gar nicht mehr aus der Ruhe bringen, zog nicht, ignorierte die Hündin meistens und gut war.

Manchmal ist es so einfach und Mensch macht es sich so furchtbar schwer.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#135von roter Milan » Di 30. Aug 2011, 07:43

30.08.2011


:dash1: Nach den ganzen schönen Erlebnissen der letzten Wochen und guten Hörens, hat mir heute morgen Satoo das erste Mal seit gefühlten Ewigkeiten die Mittelkralle gezeigt. Manchmal frage ich mich echt, ob ich unfähig bin oder ob es solche Tage einfach geben muss, um auf dem Teppich zu bleiben. Eigentlich dachte ich, Satoo hört auf den Rückruf. Tja eigentlich ist das passende Wort. Es war mir klar, dass wenn Wild vor seiner Nase ist, ein anderer Hund oder ne Katze, dann Leine angesagt ist. Okay an Sarah kommen wir ohne Leine im Fußkommando vorbei, kein Thema, auch an Kendi - das klappt inzwischen.
Aber das ein Vogel am Himmel von jetzt auf gleich die Ohren auf Durchzug stellt und das, wo Satoo und ich eigentlich am spielen waren ... ja damit hab ich weißgott nicht gerechnet. Scheiß Köter, scheiß Durchzug in den Ohren.

Satoo war offline und wir spielten miteinander. Er hatte nen Stock gefunden und ich schlich mich immer an ihn ran, wobei er dann ausweicht und nen paar Meter rennt - sich aber nach 10m immer zu mir orientiert und nicht durchstartet. Das haben wir drin. Okay Satoo saß dann irgendwann auf nem Berg (Einheimische würden sagen Anhöhe) und schaute sich um. Plötzlich sah ich, dass er starr wird und anfängt zu fixieren. Ich hab diesmal - im Gegensatz zu den Anfangszeiten - erst gar nicht geschaut, was er will, sondern hab mit Rückruf drauf reagiert. Reaktion vonSatoo gleich null :dash1: er fixiert weiter und ist ne Milisekunde später hinter dem Vogel her. Wohlgemerkt erst da hab ich geschnallt, dieser vermaledeite Köter fixiert nen Vogel, der oben am Himmel fliegt und setzt dem nach. Ja hat der denn nicht gelernt, dass er die eh nicht kriegt? Nein hat er nicht, ist fröhlich seiner Wege gelaufen und hat mich stehen lassen. Ne halbe Minute später (gefühlte 2) kam Satoo wieder in meine Richtung, aber über mir auf dem Berg und schaute wo ich bin. Wieder Rückruf/pfiff, wieder Reaktion null - eher: aaaah da ist Frauchen ja, weiß ich bescheid, ich geh mal wieder meiner Wege. :dash1: Also ich den Berg hoch, wutentbrannt und stinksauer - nein ich freu mich in solchen Situationen nicht darüber, dass er in meiner Nähe ist, ich finde das Testen und Ausspielen einfach zu kotzen und das darf Herr Hund auch ruhig über zig Meter sehen/spüren/merken. Satoo reagierte da dann auch drauf, blieb in 20m Entfernung stehen und schaute was ich mache. Ich hab ihm dann den Rücken zugedreht, als Zeichen, komm zu mir - alles andere hätte er nur als "du darfst weiter rennen" interpretiert - ich kenn ihn ja. Er ist dann auch zu mir gekommen, den letzten Meter sehr geduckt, aber so gehört sich das dann auch. Meine weitere Reaktionen bestanden darin, ihn hinter mir einzuordnen, keinerlei Freiheiten mehr, geschnüffelt wurde nicht mehr, sondern er mußte sich an mir orientieren, ob ich jetzt stehenblieb oder Kreise ging - shit egal: ich war wichtig und sonst nix.

Fazit der Morgenrunde:
Wir sind wieder am Testpunkt, an dem wir vor einem Jahr schon mal waren, wo wir aber falsch drauf reagiert haben. Jetzt heißt es die nächsten Tage nur noch kurze Leine, dann ein paar Tage Schleppleine, paar Tage ohne Leine im absoluten Nahbereich. Trifft sich eigentlich auch ganz gut, er wär ab Donnerstag eh immer an der Leine geblieben, kriegen Besuch und mit Ablenkung "Gespräch" wäre Freilauf eh noch nicht drin. Diesmal gehen wir gleich so vor und warten nicht erst bis er ne Dreiviertelstunde weg ist ... hätten wir damals schon so machen sollen, aber da wußten wir die beste Reaktion für Satoo noch nicht und haben noch experimentiert mit Verstecken und co. Aber das ist eh Brot vom letzten Jahr.


OT:
diese Woche scheint nicht meine Woche zu werden. Gestern hab ich ne Macke ins Fahrschulauto gefahren und heute morgen das ... es ist zum kotzen und eigentlich würde ich mich gerne ins Bett verkriechen, aber das steckt nicht drin.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#136von roter Milan » Mo 26. Sep 2011, 08:58

26.09.2011


Also nach dem letzten Eintrag ist so einiges passiert und ich will euch doch mal aufs Laufende bringen.

Das Training der Hundebegegnungen klappt mit der Flasche Wasser ganz gut, was heißt ganz gut: es klappt fantastisch. Ich bin ruhig, Hund kriegt nen Spritzer Wasser vor die Nase, wenn er zuweit vor will, Hund bleibt ruhig und wir kommen zügig und ruhig am Hund vorbei. Heute morgen funktionierte das sogar beim Cocker-Rüden, beim Erzfeind haben wir es aber noch nicht getestet, hatten dazu noch keine Gelegenheit. Es zeigt sich mal wieder, dass die Mittel beim Training ab und an angepasst werden müssen. Das konnten wir ja schon bei Sammy feststellen und bewahrheitet sich auch jetzt wieder. Unser Weg passt und es wird besser, langsam aber sicher.

Satoo ist wieder häufig ohne Leine unterwegs, wobei ich ihn noch viel zu sehr deckel und zu vorsichtig bin, aber da müssen wir durch, besser einmal zu viel als einmal wieder weg. So aber orientiert er sich schön an uns und schaut auch immer wieder, wo wir uns rumtreiben. Ich bin schon auf den ersten Schnee gespannt, wie er sich da verhält. wenn die Spuren sich noch länger halten.

Nach einigen Erfahrungen mit Satoo und rudelfremden Menschen habe ich den Entschluss gefasst, Satoo von keinem Fremden mehr ohne weiteres anfassen zu lassen. Punkt. Er ist bei so etwas unberechenbar und ich kann noch nicht ausmachen, woran es liegt. Satoo macht zwar nichts ausser verbellen, aber das ist für einige schon sehr erschreckend, wenn man das Verhalten nicht einschätzen kann. Dabei ist es wurscht, ob er den anderen schon kennt oder er völlig unbekannt ist. Es ist egal, ob der Mensch eher hundeerfahren ist oder nix mit Hunden zu tun hat. Ebenfalls ist es egal, ob derjenige ihn schon gestreichelt hat oder nicht. Keine Ahnung was ihn in solchen Situationen so unsicher macht, aber das ist ja auch schnuppe. Ein Auslöser ist das über ihn beugen, frontal mit der Hand zum Kopf ist auch nicht gut. Positiv hat sich immer ausgewirkt, wenn Mensch wartet, bis Satoo signalisiert, jetzt darfst du mich anfassen und derjenige sich auch nicht gleich auf den Kopf stürzt. Kontakt gibts nur zu Menschen, die Anweisungen erhalten haben ansonsten heißt es"ignoriert den Hund". Ziel von mir war es ja eigentlich, dass Verhalten abzustellen, aber dafür braucht es die richtigen Leute mit den richtigen Erfahrungen und den richtigen Anweisungen ... und dazu zählen flüchtige Bekanntschaften überhaupt nicht. Da kann ich nämlich auch die Menschen nicht wirklich einschätzen.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#137von roter Milan » Mo 26. Sep 2011, 21:37

Tja wie soll ich es sagen: Menschen sind manchmal Deppen und vergessen ihre eigenen Ideen. Eigentlich hatten Peter und ich vorgehabt, dass wenn Satoo mehrmals intensiv irgendwo hinschaut und er im Freilauf ist, ihn sofort anzuleinen. Hätten wir es mal gemacht, wie sonst auch ... aber die Rache kam auf dem Fuße, blöderweise.

Wir haben Satoo heute Abend zwischen uns hin und her geschickt, anfangs auch überhaupt kein Problem, er kam wie immer angesaust und hatte Spass, so wie wir auch. Tja aber dann kam es, Satoo schaute intensiv in Richtung Wald und anstatt, ihn anzuleinen, haben wir ihn nochmal abgerufen. Zuerst kam er auch toll in meine Richtung gelaufen, aber auf halber Strecke dreht das Satoo-Vieh plötzlich ab und war nicht mehr zu stoppen. Ende vom Lied: Hund war etwa 5Minuten weg. Es ist einfach zum Kotzen, dass wir in solchen Situationen nicht rechtzeitig die Notleine ziehen. Aber soviel zum Thema ich deckel ihn zuviel ... nö tu ich doch nicht und ich sollte damit auch nicht aufhören. Satoo ist halt Satoo und nicht Sammy, wobei bei ihm hats auch relativ lange gedauert, bis auch unter großer Ablenkung der Pfiff wirkte.

Satoo weiß genau, dass er das nicht darf. Sein Eintreffen war bei Peter diesmal genauso wie beim letzten Mal bei mir: die letzten Meter wurden geschlichen und Satoo schmiss sich hin, diesmal drehte er sich sogar auf den Rücken. Auch bei mir war er vorsichtig und hat kleine Brötchen gebacken: er schlich nämlich den gesamten Weg hinter uns her und machte jede Drehung von mir anstandslos mit. Und jetzt kommt mir nicht damit: der Hund weiß das nicht, dass das falsch war, der hat nur auf die angespannte Körpersprache reagiert. Tiere wissen genau, wenn sie was falsch gemacht haben, erst recht, wenn bei der Konditionierung nicht nur mit Leckerlis sondern auch mit Strafe gearbeitet worden ist. Die sind doch nicht blöd.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#138von roter Milan » Do 10. Nov 2011, 19:08

10.11.11 - Baustellen und SKN-Kurs Teil 1


Na dann will ich euch mal das Neueste berichten, viel gibt es nicht wirklich, aber unsere beiden Baustellen betrifft es doch.

Fangen wir mit der Baustelle "Hundebegegnungen" an: inzwischen sind wir soweit, dass wir ohne Pöbeln durch die Gegend kommen. Allerdings gibt es zwei große Ausnahmen: der Erzfeind und wenn der andere Hund anfängt. Die Wasserflasche nehme ich schon länger nicht mehr mit, war mir zu umständlich (zu häufig für nix mit dabei gehabt) und ich merkte schon eine leichte "Abhängigkeit" vom Hilfsmittel, was mir schon zuviel ist. Die Zeit mit Wasserflasche hat aber auch ausgereicht.

Baustelle Freilauf ist situationsabhängig. Ich handhabe es wie immer: ist die Nase im Wind, bleibt Leine dran. Ist die Aufmerksamkeit bei mir, kommt Leine ab und sofort wieder dran, wenn irgendwo was besonders spannendes zu sein scheint. Mein Manko ist, dass ich häufig noch zu ängstlich bin, wobei ich mir dann denke: bei Sammy und Asta ging es so auch. Und die liefen nach einiger Zeit sehr weit vor und waren dabei immer noch ansprechbar - wird Satoo also auch nicht schaden und so merkt er: ups nur eine Unaufmerksamkeit und der Spass hat ein Ende.


Die große Neuigkeit ist, dass wir nun endlich (ich weiß, wir sind etwas spät dran) mit dem SKN-Kurs gestartet sind. Wir müssen ja nur den Praxisteil machen, der sich über 4mal a 1 Stunde erstreckt. Ziel ist es zu schauen, ob man den Hund in diversen Situationen gehändelt bekommt, es wird also nicht darauf Wert gelegt, dass der Hund 100%ig gehorcht sondern, ob Mensch dafür sorgen kann, dass Dritte nicht geschädigt werden. Darüber hab ich mir nie nen Kopf gemacht, bis auf den Teil mit Hundebegegnungen - ich weiß zwar, dass wir Satoo gehändelt kriegen ohne dass jemand gefährdet wird, aber ob das dem Trainer auch reichen würde, war meine unbekannte Größe in der Gleichung.
Tja was soll ich sagen, gleich am ersten Abend (vor 2 Wochen) kam das Thema Hundebegegnungen auch gleich dran. Klasse dachte ich: du kannst weder Trainerin, Teilnehmer noch Hunde einschätzen; mein Nervenflattern stieg enorm dadurch an. Und was passiert: Nix. Satoo hat nicht einmal gepöbelt, egal welche Übung dran kam, ich hatte einen vorbildlichen Hund neben mir bzw. hinter mir.
Die Übungen des ersten Abends sahen so aus: Frontalbegegnungen mit anderen Hunden (die anderen Kursteilnehmer), jeweils das Führen links und rechts von uns; Frontalbegegnungen mit anderem Hundehalter und Hund mit Händeschütteln, ohne dass sich die Hunde begrüßen; Frontalbegegnungen mit Mensch ohne Hund, auch jeweils links und rechts inklusive spontanem Wechsel der Führseite; Frontalbegegnung mit lärmmachenden Menschen und schlussendlich das Streicheln lassen des Hundes von einer fremden aufdringlichen Person. Vor der letzten Übung wurde gefragt, wie wir das mit unseren Hunden händeln und ich habe ganz klar gesagt: fremder Mensch darf ihn gar nicht streicheln, was auch überhaupt kein Thema war, im Gegenteil dies wurde eher positiv aufgenommen.
Was mir nicht so gefällt, ist, aber das betrifft mich nur sehr am Rande: die große Mode des Leckerchen-Werfens ist auch hier gelandet. Kaum einer lobt den Hund verbal, alles schmeißt nur noch Leckerchen zur Belohnung, egal ob es vom Hund als Lob angenommen wird oder nicht. Keine Ahnung was das soll, ist mir ehrlich gesagt relativ schnuppe. Klar hab ich auch Leckerchen dabei, aber gelobt wird auch beim Kurs gemischt und abgelenkt wird nicht. Irgendwann in den nächsten Kursstunden kommt so ein Fresspacours an die Reihe, bei der die Trainerin sehen will (so hat sie bei der Einführung erläutert), dass der Hund die volle Aufmerksamkeit bei uns Menschen hat. Na ich bin mal gespannt, wie sie unseren Weg findet. Denn erstmal werde ich den Parcours so durchlaufen, wie hier im Dorf auch, wenn was auf dem Boden liegt. Einfach weiter gehen und verbal davon abhalten. Ich hasse es, wenn mein Hund mich die ganze Zeit anstarrt und anhimmelt. Sollte ich mit meinem Tun scheitern, werde ich ihren Weg versuchen, keine Frage, lernen kann man eigentlich immer was, aber wenn mein Weg funktioniert: never change a winning team :D

So long. Morgen früh ist die zweite Stunde SKN und es geht weiter mit dem zweiten Teil Mensch/Hundbegegnungen, allerdings gehts jetzt wohl eher um Jogger, Radfahrer und dergleichen - also nicht wirklich was wildes für uns. Irgendwie freu ich mich schon drauf und ich bin schon auf die Übungen gespannt :D
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#139von roter Milan » Fr 11. Nov 2011, 11:40

11.11.11 - 2. Teil SKN


Tja was soll ich sagen :D unser Satoo ist ein toller Hund und wir müssen uns mit ihm definitiv nicht verstecken.

Heute ging es um Begegnungen zwischen Menschen und uns, geübt wurde das mit verschiedenen Übungen.
In der ersten Übung ging es darum, dass man selbst einen Schirm aufspannt und ein fremder Mensch mit Schirm uns entgegen kommt. Kein Problem, ich hatte mehr Probleme mit dem blöden Schirm als sonst was. Ich hasse Schirme, würde ich auch nur notfalls in die Hand nehmen. Aber Satoo hats gar nicht interessiert, weder mein Schirm noch der andere.
Die zweite Übung bestand darin, dass die Trainerin ihren Schirm gegen uns gerichtet geöffnet hat. Weder mich noch Satoo hats groß interessiert, wir sind einfach weiter.
Bei der dritten Übung, hat Satoo zwar etwas ängstlich reagiert, aber war mit leisem "ist gut, geh weiter" gut an der Trainerin an Krücken vorbeizuführen.
Bei den nachgestellten spielenden Kindern hatte ich mit 2 Dingen zu kämpfen, eigentlich wars nur eine Sache. Peter wurde als Mitspieler eingesetzt. Und was wollte unser Hund machen, natürlich mitspielen. War natürlich etwas schwieriger, aber klappte ganz gut soweit.
Die letzte Übung war der Bettler am Boden, der mit Tüten geraschelt, uns angesprochen, mit Futter/PET-Flaschen geworfen hat. Auch hier reichte ein leises "ist gut, geh weiter" und zeigen der Laufrichtung, dass Satoo da vorbei ging.

Alles in allem wars klasse, die Zeit verflog nur so und wir haben uns sehr gut geschlagen. Bin schon gespannt, was der nächste Freitag mit sich bringt.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#140von roter Milan » Mo 21. Nov 2011, 12:18

21.11. - dritter Teil vom SKN-Kurs



Nunja wirklich spannend war es nicht diesmal. Feststellung des Tages: auch ich mußte mit Ablenkung arbeiten ... grrrrrrrrr ich hasse es, aber wenn es hilft. Aber im Einzelnen:

Zuerst ging es ums Überqueren von Zebrastreifen. Für uns eine gute Übung der Frontalbegegnungen, einzige sinnvolle für uns dabei. Satoo hat die anderen Hunde völlig ignoriert *jippeh*

Dann kam der Fressparcours dran. Mein Ziel war ja, Satoo nur verbal dadurch zu bekommen. Tja Ziel verfehlt, vielleicht wärs besser gewesen, es mit Befehl "fuß/rechts" zu versuchen als so völlig ohne. Aber die Ablenkung war zu stark, so dass ich auf der Hälfte dann doch auf Leckerchen umgestiegen bin, also abgelenkt habe. Die Übung an sich war so aufgebaut, dass Tüten/Näpfe/u.ä. in einem Abstand von ca. 1m auf dem Boden standen und der Hund daran nicht schnuppern sollte. Im realen Leben geht man mal an einem Stück Fleisch vorbei, da reicht es dann auch aus zu sagen "nein/pfui", aber bei der Masse Ablenkung ... no way. Mit Leckerchen in meiner Hand ging es aber sehr gut, auch völlig ohne Leine beim zweiten Durchlauf.

Die dritte Übung bestand darin, mit Hund und Einkaufswagen (nicht den von den Läden, sondern das Teil was ältere Damen schon mal zum Einkaufen mitnehmen) einen Slalom zu laufen - einmal mit und einmal ohne Leine. Kein Problem, ehrlich gesagt hatte ich mehr Probleme damit, den Wagen zu lenken als mit Satoo.

Die vierte und letzte Übung bestand darin, einen Kinderwagen zusammen mit Hund durch den Parcours zu lenken. Schwierigkeit dabei war, dass Kinderblärren samt Knistergeräusche von der Kassette aus einer Ecke der Halle tönte. Die Aufmerksamkeit von den Hunden lag natürlich bei den Knistergeräuschen, was allerdings von der Trainerin so interpretierte wurde, dass Kinderplärren für Hunde generell als sehr hoher Reiz aufgefasst wird. Nunja diese Übung war so realitätsfern, dass ich diese Erklärung einfach mal so stehen lasse. An sich hat die Trainerin ja recht, aber die Übung war für den A*sch.

Nächste Woche gehts ums Jagen. Ein Thema was mich schon mal sehr interessiert. Allerdings hat die Trainerin schon gesagt, dass sie für die Übungen Stofftiere, Düfte und ähnliches benutzen will. Super gespannt bin ich mal auf die 2 Hunde, von denen die Besitzerinnen gesagt haben: der hat keinen Jagdtrieb. Wenigstens einer davon, wird auf Hetzspiele einsteigen, so verspielt wie er anscheinend ist, aber ich lass mich mal überraschen.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#141von Admin tups » Mo 21. Nov 2011, 12:24

roter Milan hat geschrieben:vielleicht wärs besser gewesen, es mit Befehl "fuß/rechts" zu versuchen


Jaja,
als wenn ich es vorher nicht des öfteren gesagt hätte....

Naja, was soll ich sagen...... Frau halt :biggrinn:
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#142von roter Milan » Fr 25. Nov 2011, 12:27

25.11.11 - SKN-Kurs vierter und gleichzeitig letzter Teil



Tja Leutz, heute hatten wir den letzten und auch gleichzeitig für uns spannendsten Teil des SKN-Kurses: Thema des Tages war Jagdverhalten. Dieses Thema beschäftigt uns ja nun nicht gerade wenig und wird uns wohl auch noch einige Zeit massiv beschäftigen. Der heutige Teil hat mir (und ich denke Peter auch) vor Augen geführt, wieviel wir schon erreicht haben aber auch wieviel Weg noch vor uns liegt. Satoo hat sich heute so verhalten, wie er es ganz am Anfang auch gemacht hat, wir beide (Satoo und ich) sind völlig erschöpft und mir raucht der Kopf.

Der Theorieteil war interessant, aber hat mir Dank Internet zum Thema Jagd nicht wirklich neue Denkanstöße gegeben. Das ein oder andere Wissen wurde wieder was rausgekramt, aber wirklich neu waren die Dinge nicht.

Die Praxis war ein einziger Kampf. Satoo war binnen Minuten auf 200 und höher, war nicht mehr ansprechbar, wollte nur noch zu den Trainingsobjekten hin, war kurz gesagt wie am Anfang. Das ging soweit, dass ich nach der ersten Übung die Trainingshalle verlassen habe, weil jede weitere Sekunde Satoo ins Erregungslevel "unendlich" gebeamt hätte. Draußen hatte ich dann viel zu tun, um seine Aufmerksamkeit wieder irgendwie auf mich zu lenken (Richtungswechsel, Kreise laufen, Kommandos), um dann zur nächsten Übung gerufen zu werden. Und das alles, nur weil Stofftiere, Gerüche, Futter und Geräusche vorhanden waren - also mit Realität nicht wirklich was zu tun hatten, aber für Satoo wars völlig ausreichend, um Jagdverhalten im extremen Ausmaß zu zeigen. Die Trainingseinheiten wurden für uns dann auch massiv abgeschwächt.

Die Übungen sahen folgender Maßen aus:
1. Eine Strecke zwischen zwei Reihen Stofftiere, die sich bewegen, hinter sich bringe, ohne dass die Tiere angeschnüffelt werden. Satoo durfte dann schnuppern, damit er ruhiger wird. Beim dritten Durchlauf ging das dann auch sehr gut, allerdings bewegten sich die Tiere für uns nicht.
2. Reizangel mit Fellstück und Quietsch-Tier, es wurde geschaut, wie die Hunde drauf reagieren. So wie Peter erzählte, hat der Hund, der angeblich ohne Jagdtrieb ist, genauso drauf reagiert, wie wir uns das dachten - viel Spass, wenn der Trieb mal richtig geweckt wird. Für uns bewegte die Trainerin die Angel nur einmal und Satoo war auf 300, daraufhin versteckte sie die Beute auch gleich wieder.
3. Strecke bewältigen, ohne dass der Hund Leckerchen oder Stofftiere (ohne Bewegung) aufnimmt. Kein Problem für Satoo.
4. An Stofftieren vorbei gehen, die sich bewegen und Geräusche machen. Satoo durfte wieder schnuppern, war aber dennoch immer noch sehr hoch im Erregungslevel.
5. Tiergeräusche wurden von einer Kassette abgespielt, hier hat Satoo aber kaum drauf reagiert.

Alles in allem wurde heute verdeutlicht, dass wir nochmal am Grundgehorsam arbeiten und noch mehr für Auslastung sorgen müssen, damit wir überhaupt irgendwann eine Chance haben wollen, den extremen Jagdtrieb unter Kontrolle zu kriegen. Laut Trainerin hat Satoo zwar schon einen guten Grundgehorsam, aber ich sehe da noch erhebliche Entwicklungsmöglichkeiten. Vielleicht zwingt mich Satoo dazu, den Perfektionismus zu verlangen, den ich eigentlich ablehne und gar nicht möchte. Aber es war schon immer meine Meinung: jeder neue Hund bringt neue Herausforderung und neue Lernmöglichkeiten für den Halter und diese Herausforderung nehme ich gerne an, um mich weiterzuentwickeln. Auch meine Abneigung gegen das Arbeiten über Ablenkung werde ich wohl in den nächsten Tagen/Wochen/Monaten überdenken müssen. Wir haben zwar schon viele Fortschritte gemacht mit unserem Weg, aber bis zum Ziel wird uns dieser Weg wohl nicht bringen, also müssen neue Wege her.

Ich muss mir jetzt darüber klar werden, was und wie ich es will, welche Nuancen von eigentlich abgelehnten Wegen ich gehen möchte und was ich langfristig erreichen will. Bis jetzt weiß ich nur, was ich nicht will, aber das reicht nicht aus. Im Kopf schwirren mir gerade die Arbeitsweisen von Heinrich Stahl und Anne Krüger durch den Kopf und ich bin mir am Überlegen, was ich beim kurzen bisherigen Reinschnuppern in ihre Art interessant fand aber erstmal verworfen habe und womit ich mich vielleicht nochmal ausführlicher beschäftigen muss. Auch Schlegel mit seinen Trainingsschritten könnte interessant sein, zumindest was ich bei den Ausschnitten bei Youtube so wahrgenommen habe.

Unterm Strich kann ich sagen, dass ich heute viele Denkanstöße erhalten habe, die zur Zeit noch sehr frisch sind und wo ich noch lange nicht mit am Ende bin.

Achja zur körperlichen Auslastung wollen wir Longieren (mit dem Gedanken spiele ich ja schon länger) und Agility (findet Peter spannend) mal testen. Nein wir wollen nicht auf Wettkämpfe, g, sondern alles zum Spass.





Zum SKN-Kurs (Praxisteil) allgemein:
Auch nach der Beendigung finde ich den Kurs sehr viel sinnvoller, als alle Richtlinien, die die BRD erlassen hat.
Die Inhalte sind sinnvoll und bestimmen einen Großteil des Lebens mit Hund. Die Übungen sind so angelegt, dass problematisches Verhalten auffällt, selbst wenn die Übungen an sich nicht wirklich viel mit Realität zu tun haben. Aber so ist das halt bei Seminaren: man kann es nur nachstellen und kann nicht alles unter realen Bedingungen üben.
Es hat mir Spass gemacht, die Übungen zu absolvieren, selbst wenn sie mich heute an Grenzen geführt haben. Aber nur so wurde was in meinem Hirn angeregt, wie ich die Ziele besser erreichen kann, die mir so vorschweben.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#143von roter Milan » Do 8. Dez 2011, 17:34

08.12.11 - Hundebegegnungen


Die Hundebegegnungen werden immer besser und festigen sich immer mehr. Gottseidank, hat ja auch lange genug gedauert. Es kommt immer häufiger vor, dass Satoo selbst dann ruhig bleibt, wenn er angepöbelt wird. Einzige Ausnahme ist der Erzfeind, keine Ahnung was der ihm getan hat.

Heute morgen hab ich mich mal wieder über einen Hundehalter gewundert. Eigentlich müßte ich ja inzwischen wissen, dass wir völlig unterschiedliche Einstellungen zum Thema Hundeerziehung haben, aber heute morgen war aber mal ein Hau-gegen-den-Kopf-Moment. Ich stand auf ner Wiese, weil ich den Ball gesucht hab, als betreffender Hundehalter mit anderem Hundehalter vorbei ging. Ich hab Satoo dann absitzen lassen und immer mal wieder seine Aufmerksamkeit auf mich gelenkt. Im Vorbeigehen hörte ich nur: "ja die hat den Hund immer an der Leine." Jo stimmt, haben wir meistens, weil wir keinen Bock auf jagenden Hund haben und es uns nicht egal ist, welches andere Tier gehetzt wird. Aber der Hammer schlecht hin war: betreffender HH dreht sich zu mir um und behauptet allen Ernstes: "da passiert nix, der andere Hund ist ne Hündin." Ja Herrgott nochmal, der andere Hund ist mir shit egal und völlig wumpe, ich weiß, dass der nix macht. Ich stehe abseits, weil unserer eventuell Theater macht und ein gewisser Abstand es uns ermöglicht ruhig und gesittet zu bleiben, mal ganz abgesehen davon, dass ich es nicht mag, wenn Satoo bei solchen Begegnungen an der Schlepp hängt und ich das Gefühl habe, ihn damit nicht halten zu können.

So mußte mich mal kurz auskotzen, weiß gar nicht, wieso mich das so aufgeregt hat. Der Typ ist eh eine Sorte HH, die den Hund null erziehen und ihn einfach machen lassen (vom anpöbeln von Leuten bis hin zu jagen).
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#144von roter Milan » So 1. Jan 2012, 16:36

01.01.2012 - die guten Vorsätze fürs nächste Jahr bzw. unsere Ziele


Nicht nur für uns haben wir gute Vorsätze gefasst, nein auch Satoo muss herhalten :D .

Unsere Themenpakete sind:
[*]Hundebegegnungen:
wir kommen zwar inzwischen an vielen Hunden vorbei ohne dass es Stress gibt, aber an und an pöbelt er doch noch fremde Hunde an. Der Erzfeind ist immer noch sein Erzfeind und an Ruhe ist bei dem im Moment noch überhaupt nicht zu denken.

[*]Abrufen/ohne Leine/Jagdverhalten:
Hier zu ist zu sagen, dass wir in Holzwickede schon erheblich weiter wären. Wir waren ja zu Weihnachten kurz da und haben festgestellt: klasse, hier wär alles kein Prob, hier dürfte er inzwischen komplett freilaufen. Die Wilddichte macht den Unterschied: da ist kaum Rehwild sondern viel mehr Vögel, was natürlich bedeutet, dass Üben erheblich besser funktioniert, weil Übungsobjekte vorhanden sind. Hier weiß man nur anhand von Satoos Verhalten, dass da was war/ist aber sieht nix. Aber wir sind nun mal hier und nicht da, also müssen wir uns für hier was überlegen.
In meinem Kopf gefestigte Schritte beim dem Themenblock:
- Wir haben angefangen zu zossen (Zielobjektsuche kurz ZOS), um seine Nase zu fordern und ihn kopfmäßig richtig auszulasten. Zwar sind wir noch am Anfang, aber es macht ihm schon richtig Spass.
- Anzeigen von Wildspuren wird gelobt, meine Hoffnung ist hier, dass in Verbindung mit ZOS und dem dort vorhandenen passiven Verweisen, wir dies auch auf die Spuren von Wild ausweiten können. Heute Morgen hat Satoo das erste Mal dagestanden wie ein Vorstehhund, sowas in der Art schwebt mir vor.
- Nach Anzeigen der Spur wird abgerufen - also nochmal Abruftraining.
- Wir werden, wie schon mal geschrieben, mal Longieren und Agility austesten, wie er auf die zusätzliche Auslastung reagiert.

[*]Grundgehorsam:
Satoo hat zwar einen guten Grundgehorsam, aber fürs Thema Jagen wird der wohl nicht wirklich ausreichen, der muss sehr gut werden. Heißt für mich (Peter hat da weniger ein Thema mit als ich) pingeliger werden. Strafe im Sinne der Konditionierung muss schneller erfolgen, gelbe Karte gibt es nicht mehr, sondern es kommt direkt die Rote. Die Ausführung muss exakter werden, sehr zu meinem Leid, aber hilft ja nix.



Ihr seht, in naher Zukunft wird hier wohl wieder mehr los sein. Vieles haben wir schon mit ihm erreicht, aber noch lange nicht alles. Also heißt es dran bleiben.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#145von roter Milan » Mo 9. Jan 2012, 13:31

09.01.12


Es bewahrheitet sich mal wieder, dass Kleinigkeiten einem das Leben sehr erleichtern können. Seit dem ich positiv darauf warte, dass Satoo etwas anzeigt, geh ich erheblich entspannter durch die Gegend und dementsprechend ist Satoo auch entspannter.

Was den Gehorsam an sich angeht, arbeite ich im Moment wieder viel über Futter - naja eigentlich über Frolicstückchen. Erste Fortschritte sind schon zu sehen, so konnte ich heute Satoo in 10m Entfernung ins "Sitz bleib" bringen, obwohl er Reh in der Nase hatte und deutlich im Trieb stand. Die Übung konnte ich sogar 3mal wiederholen, dann wars aber von der Reizlage zu heftig. Allerdings muss ich sagen, dass er anschließend gut "rechts" lief.

Satoo ist im Moment eh gut ansprechbar, hört auf die leisen Töne sehr schön und so nach und nach zeigt er nicht mehr jedes Mauseloch an. Wird wohl langweilig und ist nix besonderes mehr. Zu meinem Leidwesen habe ich gemerkt, dass die Feinheiten beim Thema Rehspur ausschlaggebend sind. Ich brauch nen zweiten Clicker (wird von Baumann empfohlen, wenn man zeitgleich clickt und zosst) um punktgenauer belohnen zu können, auf der anderen Seite brauch ich mehr in den Taschen, was ich werfen kann - Satoo will im Moment der Spur hinterher, das will ich aber vermeiden, in dem er lernen soll: an der ersten Spur bleiben und das geht ohne Hilfsmittel leider nicht schnell genug, bis ich das Lob ausgesprochen habe, ist Satoo schon an dem zweiten Abdruck.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#146von roter Milan » Sa 28. Apr 2012, 19:46

28.04.2012


Ja ich weiß, es ist eine gefühlte Ewigkeit her, dass ich hier was geschrieben habe. Ich stelle mich auch in die Ecke und schäme mich, aber ich bin einfach nicht dazu gekommen.

Getan hat sich in dem Vierteljahr viel, soviele Fortschritte wie in dieser Zeit haben wir davor nicht, hängt natürlich auch was damit zusammen, dass wir jetzt nur noch die beiden Baustellen haben und nicht mehr an allen Fronten arbeiten müssen. Es ist herrlich zu sehen, wie das Vertrauen in Satoo wächst und er immer mehr Freiheiten bekommen kann.

Im Einzelnen:
Durch das Wiederarbeiten an den Grundkommandos und das schnellere Verwarnen, hat sich die Ansprechbarkeit auch in hohen Reizlagen sehr erhöht. Das zahlt sich natürlich auch bei den Hundebegegnungen aus. Im Normalfall kommen wir inzwischen ganz gut an anderen Hunden vorbei, einige ignoriert Satoo inzwischen total, selbst wenn sie anfangen zu bellen. Allerdings hat er es noch nicht ganz raus, nicht zurückzupöbeln. Aber selbst in Pöbelsituationen ist er inzwischen sehr leicht händelbar. Der Erzfeind ist zwar immer noch der Erzfeind, aber auch hier macht sich das Training sehr bemerkbar. Satoo hört schneller auf und steigt auch nicht mehr so in die Leine.

Durch das andere Arbeiten beim Jagen hat sich auch viel getan. Inzwischen läuft Satoo viel frei, mein Vertrauen in ihn ist sehr gewachsen und ich lasse ihn sogar galoppieren. Das hatte ich eine ganze Zeit im Freilauf unterbunden, weil er schnell mal durchgestartet ist, wenn er zu hochgepuscht war. Satoo wird zwar nie ein Hund, der immer und überall freilaufen kann, aber wenn sein Verhalten und meine Verfassung passen, ist es kein Problem mehr.
Gestern Abend hatten wir ein schönes Erlebnis, was mich unheimlich stolz gemacht hat und sehr deutlich zeigt, was für Fortschritte wir gemacht haben. Ich hatte Satoo gestern Abend (Dämmerungszeit und damit Zeit für Wild) im Freilauf, er war super aufmerksam auf mich, suchte immer wieder Blickkontakt, hörte auf die feinsten Signale. Allerdings blieb er plötzlich stock steif stehen und ich wußte sofort: ola, jetzt startet er duch. Aber nein, unser toller Hund reagierte auf mein "Nein!", blieb stehen und ich konnte die 3 Schritte zu ihm gehen, um ihn anzuleinen. Noch vor einem Vierteljahr wäre er sofort durchgestartet, so hat er sehr schön angezeigt und ich hatte erheblich mehr Zeit, um zu reagieren. Wir haben uns dann auf die Bank gesetzt und 30 Sekunden später hab ich den Fuchs gesehen, den Satoo schon gehört und erschnüffelt hatte. Satoo hat den Fuchs dann im Sitz schön beobachtet, die Leine blieb aber schön entspannt und er machte keinerlei Anzeichen hinzuspringen (okay er weiß ja, dass er an der Leine ist, ohne wäre er wohl weg gewesen), und das obwohl der Fuchs fast auf unserer Höhe war, der Wind stand sehr günstig für uns :D Als der Fuchs uns dann bemerkte, hat der natürlich Fersengeld gegeben. Satoo wollte erst in die Leine, aber wieder hat ein "Bleib!" gereicht und Herr Hund blieb sitzen, selbst das "Leg dich" wurde postwendend umgesetzt und das trotz der sehr hohen Reizlage.

Bei sowas macht es mich wirklich stolz und ich sehe, dass sich die Arbeit, der Schweiß und die Freude einfach gelohnt haben und noch weiter lohnen werden. Man darf einfach nicht so schnell aufgeben und muss notfalls auch mal ne andere Weggabelung nehmen.

Lustige Episode mit Möchtegern-Hundeverstehern gab es in der Zwischenzeit auch :D Natürlich mit denen, denen es egal ist, ob ihr Hund Menschen oder andere Tiere belästigt und die keinen Wert auf Erziehung legen. Aber daran hab ich mich schon gewöhnt. Letztens traf ich 2 dieser Gruppe auf einmal. Der eine sagte: "du lässt den nie von der Leine oder?" Ist seine Standardfrage, die ich immer gleich beantworte. Satoo wollte währendessen dem anderen Typen Hallosagen. Allerdings merkte ich schon, dass er den Typen nicht mögen wird und hab ihn deshalb zurückgehalten. Als der Typ ihn dann trotzdem fixierte und ihn am Kopf anfassen wollte, hat Satoo ihn natürlich gestellt. Der Kenner hat daraufhin geschlossen: "Der bellt nur so, weil du ihn so kurz hälst". Ja nee is klar. Da Satoo keinerlei Anzeichen machte abzuhauen, hab ich ihn dann losgelassen und ihn machen lassen. Lag ja angeblich alles nur an mir und der Leine. Ende vom Lied war: der Typ will ihn anfassen, beugt sich nach vorne und Satoo verbellt ihn daraufhin, hat ihn schön gestellt eigentlich. Das hab ich natürlich nur zugelassen, weil ich weiß, dass Satoo genug Ausfluchtmöglichkeiten hatte und nicht beißen würde. In der Situation hat dann ein leises "Satoo ist gut, komm her" gereicht, um die Situation aufzulösen. Tja war wohl nix von wegen, das liegt nur am Kurzhalten. Ist immer lustig, wenn man solchen Leuten begegnet und die meinen, sie wissen alles besser und sie können alles, im Gegensatz zum kleinen Blondchen.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#147von roter Milan » Fr 7. Sep 2012, 15:24

07.09.12


Ich weiß, der ein oder andere wird nach Neuigkeiten lechszen.
Im Moment ist der Freilauf wieder erheblich weniger geworden, weil das Wetter wieder angenehmer wird, es morgens früh um 6 erst dämmert und ich da Satoo noch nicht über den Weg traue, wenn ihm der Fuchs genau vor der Nase lang läuft. Inzwischen setzt er sich aber schon von selbst hin, wenn er Katzen sieht und sie beobachtet, er dreht dabei auch nicht mehr so auf. Vorgestern ist ihm eine Katze sogar im Meterabstand genau vor der Nase lang gelaufen und er saß nur und machte keinerlei Anstalten um hinterher zu kommen. An der Leine klappt das alles so super, aber wehe er wäre ohne gewesen :D Aber auch das wird noch.

Bezüglich des Pöbelns ist noch alles beim gleichen Stand, in der Zwischenzeit gab es mal wieder Begegnungen, die Scheiße waren. Ist halt ein Auf und Ab, aber alles in allem gehts mehr bergauf als bergab.

Das Training haben wir soweit beibehalten und die Reizangel zusätzlich reaktiviert, das läuft soweit super. An der Reizangel lässt er sich auch schon ganz gut ins Sitz schicken und er wartet aufs Kommando, um hinterher zu kommen.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#148von roter Milan » So 16. Sep 2012, 20:19

16.09.12


Nein, ich bin nicht krank, dass ich heute schon wieder etwas schreibe :))

War ich beim letzten Beitrag leicht gefrustet, bin ich heute wieder super gut gelaunt und auch stolz auf Satoo und uns. Ist wie immer bei Tieren, nach einem Tief kommt irgendwann wieder ein Hoch und so ist es auch seit dem letzten Beitrag.

Die Ansprechbarkeit in sehr hohen Reizlagen ist im Moment hervorragend und Satoo bleibt anschließend auch besser vom Kopf her bei mir. Inzwischen kommt er sehr freudig an, wenn man ihn vom Beobachtungs-Sitz (er sieht den Reiz, wird ins Sitz geschickt, darf aber den Reiz weiterhin beobachten). Das funktioniert inzwischen ganz gut, wenn er a) an der Leine ist und b) den Reiz sehen kann; bei reinen Geruchsreizen dreht er sich zu mir um und setzt sich erst dann hin - wie ich das finden soll, weiß ich noch nicht genau. Heute gabs dabei eine Situation, wo ich anschließend gedacht habe und auch jetzt 2 Stunden später noch denke: Yippeh! Satoo durfte zuerst 3 Krähen im frisch gemähten Gras beobachten, ließ sich davon auch super abrufen und war mit dem Kopf soweit bei mir, dass ich ihn anschließend in ca. 50m Sichtweite von den Krähen abgeleint habe und ihm Frolic geworfen habe. Die Krähen haben ihn dann auch wirklich nicht mehr interessiert, sondern er jagte die Frolic-Stücke von links nach rechts und zurück :88n: Hoffentlich werden solche Situationen immer häufiger, gehe ich eigentlich auch von aus, dann sind wir wirklich irgendwann soweit, dass ihn Getier nicht mehr interessiert.


Ach noch der Lacher der Woche:
Ich weiß endlich, was wir gegen das Jagen von Satoo machen können ohne dass wir trainieren müssen. Keine Ahnung wieso wir uns die Mühe überhaupt machen. Wir müssen ihn doch lediglich mit Käse füttern, dann wird der Geruchssinn übertüncht und der Hund jagt nicht mehr. So einfach kanns nach "Hundexperten" sein: Käse in den Hund und Jagdtrieb ist passe.
:49:
lg Tanja


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Re: AW: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#149von roter Milan » Di 28. Mai 2013, 19:28

Hi ihr Lieben,

es ist zwar schon ne Ewigkeit her, aber ich hab euch und das Tagebuch nicht vergessen!

Es ist einiges passiert, es gab viele Veränderungen in unserem Leben, so dass alles etwas kurz gekommen ist.

Aber das wird sich in Kürze ändern, denn wir werden hier wieder mehr zu berichten haben.

Also wappnet euch ;-)
lg Tanja


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Re: AW: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#150von roter Milan » Fr 31. Mai 2013, 07:51

Die Veränderungen betreffen uns alle (sowohl Mensch als auch Tier). Seit Dezember haben wir unseren Umzug geplant, was ständige Veränderungen im Wohnbereich mit sich brachte. Damit hatten die Katzen allerdings mehr Probleme als der Dicke. Der wurde erst unsicher, als die Wohnung immer leerer wurde und der Trubel mit fremden Menschen (Vermieter, Handwerker etc.) anfing. Aber alles in allem hat er das sehr gut gemeistert.

Im April fing der Stress für uns alle erst so richtig an. Der Umzug selbst, der Zoll,der einen viel Zeit und Nerven gekostet hat, die neue Umgebung, neue Hunde, ne Wohnung, die renoviert werden musste, Handwerker, Lieferanten.
Man hat es Satoo sehr angemerkt, dass er sehr gestresst war: er kam nicht gut zur Ruhe, pöbelte wieder extrem; aber auf der anderen Seite hat er es wieder super gemacht: Fremde wurde absolut in Ruhe gelassen, die Wohnungstür konnte ohne Probleme aufbleiben, Satoo lag einfach bei mir und beobachtete oder schlief sogar.
lg Tanja


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