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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#26von roter Milan » Mo 6. Sep 2010, 22:35

06.09.2010



Ich muss mal eben angeben :D

Wie ja reichlich bekannt ist, bin ich auch auf einem anderen Hundeboard unterwegs. In diesem Board gibts reichlich Beiträge von wegen wie schwierig der Apport ist. Jedes Mal bei den gegebenen Ratschlägen mache ich :ohman: , weil die Vorgehensweise total kompliziert und in meinen Augen auch völlig daneben ist. Dem Hund das Apportel in die Schnauze zu legen und mit Schnauzengriff die Schnauze zu verschließen, ist meiner Meinung nach sowas von daneben - zumal die Leute, die diese "Lernmethode" anwenden, völlig gegen Alphawurf und Schnauzengriff sind :dash1: Aber ich bin es leid, meine Methode immer und immer wieder zu schreiben, wo sie doch Lehrgänge und Seminare dazu besucht haben. Komisch, dass es meist erhebliche Probleme gibt :jc_hmmm: Aber genug gelästert.

Unser Satoo hat in 4 Wochen gelernt, Sachen zu apportieren. Und das alleine im Spiel und durch gescheites Vorgehen. Ja Satoo fängt dabei auch noch an, die Sachen gleich zu unterscheiden. Letztes klappt zwar noch nicht zuverlässig, aber das Bringen ist top. Er bringt Schuhe, Plastikflaschen, sein Halsband, seine Leine, das Zerrseil und seinen Nylon-Ring.

Jetzt fragt ihr euch natürlich wie ... ganz einfach. Man nehme einen Hund mit Spieltrieb, nehme ein Spielzeug, setze sich auf den Boden und wirft das Spielzeug etwas entfernt. Der Hund wird hinrennen und das Teil in die Schnauze nehmen. Jetzt ruft man den Hund und lockt ihn zu sich, fordert ihn auf, lacht und hat einfach Spass. Tja und der Hund wird nach einigen Fehlläufen (das Fallenlassen des Spielzeugs) lernen, hey das Spiel geht schneller weiter, wenn ich das Spielzeug mitbringe. Und das Ganze ohne Befehl "halten", ohne das Apportel im Maul festzuhalten, ohne Zick und Zack. Wenns drinnen klappt, verlagert man das alles einfach raus in den Nahbereich - jawoll manchmal sind die Dinge furchtbar einfach.

Achja will man das Ganze für irgendwelche Prüfungen ausfeilen, kann man das auch auf diese Weise tun ... man wartet einfach immer länger, bis man dem Hund das Teil abnimmt; auch gerades Vorsetzen kann ich ihm auch später noch beibringen. Hauptsache er hat einfach mal den Spass am Apport und ist mit Dampf dabei.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#27von roter Milan » Fr 10. Sep 2010, 12:52

10.09.2010


Beim Eintragen in den Kalender ist uns mal aufgefallen, dass wir Satoo jetzt erst in der 7. Woche haben :shok: Ich finde es mehr als erstaunlich, wie eng wir in dieser doch kurzen Zeit schon zusammengewachsen sind und welche Veränderungen mit Satoo passiert sind. Wir dürfen uns wirklich nicht darüber beschweren, dass er noch an der Leine pöbelt (wobei es hier weiter unten noch positive Berichte zu gibt) und er immer noch viel das Gelände nach Beute absucht.

Satoo hat schon viel gelernt und das wollen wir uns mal wieder vor Augen halten - immer schön positiv auf die Dinge schauen:
- er hat sich wunderbar in unseren Alltag integriert
- er hat eine starke, auch Fachpersonen überraschende, Bindung zu uns aufgebaut
- er hat gelernt, mit unseren Katzen umzugehen
- er hat unsere Spielweise kennen- und schätzengelernt
- er zieht im Normalfall nicht mehr an der Leine
- er nimmt draußen immer wieder Kontakt zu uns auf
- er ist freudig mit uns unterwegs
- er trägt die Rute (okay den Stummel :D) hoch erhoben
- er kann/kennt die Befehle sitz, runter, bei Fuß, rechts, bleib, steh, bring, gib her, rein, rüber, oben/hoch, hier, Pfiff
- er kann streckenweise schon frei laufen
- er wartet ruhig vor Geschäften und in der Wohnung
- er vertraut uns völlig

Wenn man das so liest, und ich habe bestimmt noch einiges vergessen, dann kann man nur sagen: WOW, toller Hund.

Klar führt er die Befehle in hoher Reizlage noch nicht zuverlässig aus, aber das kann ja auch noch nicht funktionieren, da fehlen jeweils noch einige tausend Wiederholungen, aber er weiß was gemeint ist und das ist das was für uns zählt.

Es kommt uns so vor, als wenn wir ihn schon lange hätten, er schon ewig bei uns wäre. Führt man sich aber mal die Kürze vor Augen, stören mich persönlich die beiden Baustellen nicht mehr wirklich.

Wobei es auch hier große Fortschritte zu verzeichnen gibt:

Hundebegegnungen:
Inzwischen kann er sich schon besser zusammen reißen. Das Training mit der einen Hündin und ihrem Besitzer zeigt Früchte: er muss sich gesittet an der Leine nähern und darf erst hin, wenn er es langsam macht - sowohl zum Besi als zur Hündin. Klar ist er noch stürmisch, aber es wird zusehends besser.
In den letzten Tagen haben wir aus der Ferne (wobei die Distanz sonst gereicht hätte, um Terz an der Leine zu haben) einen Neufi gesehen und es klappte hervorragend. Ich hatte ihn eh auf der rechten Seite, die Leine normal in der Hand und es gelang mir tatsächlich auch gelassen zu bleiben. Beim ersten Anzeichen gabs ne Ansage und ein Abblocken und es war gut. Selbst als die Distanz immer kürzer wurde, blieb Satoo ruhig. :jc_doubleup:

Freilauf:
Nach dem Hetzen der Katze war ich wieder unsicher und hab ihn erstmal wieder nur an der Leine laufen lassen. Aber inzwischen hat er streckenweise (ich weiß ja, wo die Katzen wohnen) wieder Freilauf und ich habe mich dazu überwunden (beklemmendes Gefühl wegen der Jäger), ihn aus den Augen zu lassen. War er mit seinen Gedanken woanders und achtete nicht mehr deutlich auf mich, machte ich kehrt oder entfernte mich schneller. Was soll ich sagen: meine Befürchtung, er nutzt die Gelegenheit aus, war völlig unbegründet: sobald er merkte, ups, Frauchen ist nicht mehr da, schaute er sich um, rannte hinter her, hörte sofort auf Rückruf.
Heißt für mich: in Zukunft häufiger so vorgehen, wenn sich das Gelände und das Verhalten von Satoo eignen. Ist er in Gedanken bei mir, darf er freilaufen, schweift er ab, werde ich mich bemühen, die Beklemmungen wegzuschieben und weiter so vorgehen. Satoo wird schon kommen, oooooooooooooohm. Hat er eh schon die Nase im Wind oder sieht die Katze schon im Feld, mache ich ihn derzeit noch nicht los - soweit sind wir beide noch nicht.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#28von roter Milan » Fr 10. Sep 2010, 12:55

Wir haben auch ein paar neue Bilder für euch:

Bilder vom Platz kommen noch, aber aus Krankheistgründen ruht das Training derzeit und bis jetzt haben wir noch keine geschossen.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#29von roter Milan » Mo 20. Sep 2010, 09:53

20.09.2010 - 8 Wochen


Mein Gott Kinners, wie die Zeit vergeht. Wir haben Satoo jetzt schon 2 Monate und es fühlt sich so an, als wenn er schon ewig hier wäre.

Krankheitsbedingt passiert im Moment nicht wirklich viel. Verein und Training ruhen, was natürlich zur Folge hat, dass wir auch noch nicht an der Thur zwecks Hundebegegnungen waren. Das ist das einzige Problem, was mir wirklich auf den Senkel geht. Es gibt zwar kleine Fortschritte, hauptsächlich dann, wenn ich meinen Film im Kopf unter Kontrolle habe, aber es fehlt gezieltes Training in diesem Bereich. Aber ich denke, ab nächster Woche können wir auch das in Angriff nehmen. Hoffentlich finden wir zügig die Hauptgehzeiten unten raus, so dass wir nicht zu häufig "umsonst" an die Thur fahren.

Ansonsten darf er inzwischen mehr freilaufen und unser Vertrauen in ihn steigt von Mal zu Mal. Inzwischen sind wir dazu übergegangen, wenn er zu sehr mit was beschäftigt ist, uns routinemäßig schneller zu entfernen bzw. die Richtung zu wechseln. Klappt super :D Gestern Abend hab ich das mal ausprobiert, als Satoo unbedingt an unserem Auto schnüffeln wollte: Leine fallengelassen und einfach weiter gegangen. Der Herr Hund hat nämlich ganz gut raus, dass Mensch am anderen Ende der Leine hängt und ist sich dessen zu sicher geworden. Ich weiß, ich bin fies :boys_0275: aber hat funktioniert.

Es stellt sich immer mehr raus, dass unser Hund ein Schisser ist :D er macht um alles neue erstmal nen Bogen, aber hat soviel Vertrauen in uns und ist so neugierig, dass der Hals immer länger wird, um nur dran schnüffeln zu können.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#30von roter Milan » Di 21. Sep 2010, 13:57

21.09.2010


Tja heute morgen war mal wieder ein ich-verfluche-zuerst-satoo-und-hau-mir-dann-zwei-minuten-später-selbst-in-den-nacken-tag :boyaufdenkopf: so in etwa :D.
Der Tag fing gut an, Hund gut gelaunt, ich gut gelaunt, erste Hundebegegnung verlief super (Leine locker, selbstbewußte Körperhaltung, Ziel anvisiert, auf Freundlichkeit was geommt) und das obwohl er den Hund noch gar nicht kannte, Freilauf wurde genossen, Satoo tobte vor sich hin, Stock wurde gebracht. Was will man mehr?
Dann der Rückweg:
2. Hundebegegnung des Tages kam etwas überraschend. Ich null Körperspannung, anstatt einfach dran vorbei anderen HH anvisiert, Hund hing in der Leine, auf Freundlichkeit bedacht und nicht einfach dran vorbei: Folge war ein grausames Chaos; zum Glück bei einem HH, der auch Hundeverstand hat und sich dann mit Satoo noch was beschäftigt hat. Zuerst hab ich Satoo verflucht und ein paar Minuten später mich selbst: Herrgottnocheins, so schwer ist es doch nicht, die Leine locker zu haben, auf die Freundlichkeit einen zu ommen, Ziel anzuvisieren und einfach dran vorbei zu gehen.
3. Hundegegnung war dann mit der Hündin, die wir fast jeden Tag treffen. Normaler Weise zieht Satoo da auch noch etwas hin. In den letzten Tagen wurde das immer weniger und ja heute Erfolg (!): er hat neben mir gesittet gewartet, zwar geschaut, aber nicht gezogen oder was, die Leine hing locker, er hat sich ein paar Streicheleinheiten abgeholt und gut war.

Ausbeute von heute: 2:1 bei Hundegegnungen, wobei die zweite Begegnung wahrscheinlich auch anders verlaufen wäre, wenn Faktor Tanja nicht gewesen wäre. Auch der wird zwar besser, aber Übung tut not

und jetzt trink ich mir erstmal meinen Mittags- :l_coffee:
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#31von roter Milan » Di 28. Sep 2010, 11:34

28.09.2010 - Woche 10


Unser Hund fängt das Testen an, auf der einen Seite gut und richtig und auf der anderen Seite nervig. Aber auch die Zeit wird vorbei gehen :D
Ab und an setzt er sich vom Rudel ab, was dann einen Anschiss vom Feinsten mit sich bringt. Anscheinend muss ich beim Ausschluss aus dem Rudel aber noch entschiedener vor gehen, der Rüffel scheint beim Herrn Hund nicht nachhaltig genug zu sein, sonst würde er es nicht wieder tun. Das Absetzen vom Rudel war bis jetzt in 2 Situationen, wo er vorher mit nem Hund gespielt hat, nach Schluss ist er dann nochmal zum anderen Hund umgekehrt - vielleicht müssen wir da aber auch explizit das Spiel beenden. Und heute ist er quer über ne Wiese und hat seine Freiheit genossen, hatte uns aber immer noch im Blick, ist aber nicht sofort nachgekommen. Auf Rückpfiff ist er aber dann anstandslos und postwendend zu uns geeilt.
Nach dem er in der letzten Woche getestet hat, ob Sitz auch wirklich Sitz bedeutet, klappt das diese Woche wieder hervorragend. Gestern ist ein Fahrradfahrer auf dem Weg erschienen, während ich mit Satoo gespielt hab - Kommando Sitz hat gereicht und Hund saß umgehend. "Bleib" wurde auch eingehalten, obwohl der Fahrer ihn mit Pfiff zu sich locken wollte. Nee was waren wir stolz auf unseren Hund.

Heute haben wir angefangen, die Reizangel einzusetzen. Anstoss hat Rütters in seiner letzten Sendung gegeben, die Angel auch mal auszuprobieren. Satoo findet es klasse und ist völlig begeistert dabei, wir haben wohl was gefunden, was seiner Lauf- und Nachjagfreude entgegen kommt. Im Moment festigen wir damit das "Gib her" und auch das "Sitz bleib", später soll das Abrufen vom Nachjagen und auch das Absitzen/Ablegen aus dem Jagen raus funktionieren.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#32von roter Milan » Di 28. Sep 2010, 20:15

Rofl, unser Hund hat tatsächlicih Muskelkater vom Feinsten. Uns war ja klar, dass Reizangel anstrengend für den Hund ist, aber haben es dennoch noch weit unterschätzt. Unsere Trainingseinheiten waren jeweils etwa 3 Minuten lang, also insgesamt 6 Minuten, und unser Hund ist schon den ganzen Tag völlig platt, liegt nur im Wohnzimmer und schleppt sich ab und an mal hoch in die andere Etage. Das wird morgen wohl ein ruhiges Gehen mit ihm geben.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#33von roter Milan » Mi 29. Sep 2010, 13:38

29.10.2010


Tja das war wohl nix mit ruhigem Spaziergang. Der Muskelkater war heute morgen vorbei und unser Hund hat mir mal eben gezeigt, dass das Verhältnis von Spass (Spiel und Kuscheln) zu Arbeit (Training von Kommandos) nicht wirklich im Einklang ist. Ehrlich gesagt haben wir in den letzten Wochen auch ziemlich geschlampert, was die Kommandos anging. Nicht was die Konsequenz angeht sondern viel mehr das Üben zwischen drin. Dadurch dass Peter ausfiel und meine Gedanken eher woanders waren als beim Training von Satoo, hat es sich einfach so eingeschlichen, dass notwendige Kommandos gegeben und auch gemacht werden mußten, aber keinerlei Training stattfand.
Heute morgen habe ich also die Quittung dafür bekommen :14: Satoo kannte kein "rechts" mehr, schnüffeln und laufen war interessanter als meine Kommandos und ich hab mal wieder die Kommandos mehr als "Bitte" formuliert (also auch mir fehlte die Übung :D). Heißt im Umkehrschluss: mehr Disziplin bitte und wieder mehr üben.


Fortschritte gab es heute morgen auch zu verzeichnen, und zwar bei der großen Baustelle Hundebegegnungen.
Zuerst kam uns eine ehemalige Blindenführhündin entgegen. Ich hab Satoo zur Seite genommen, ihn absitzen lassen und mich neben ihn gehockt. Er moserte zwar rum, aber ging nicht so in die Leine wie sonst, er hat es einmal versucht, aber da hab ich ihn mit meinem Arm begrenzt und gut war. Kleiner aber feiner Fortschritt. Dran vorbeigehen gestaltet sich bei dieser Hündin schwierig, weil der Besitzer die Hündin links führt, meist auf der linken Seite geht und ich Satoo mit links nicht gehalten kriege (nee wo sind meine Muskeln nur hin *schnief*) - somit wäre nur der andere Besitzer zwischen den Hunden und das ist mir zu wenig.
Auf dem Rückweg sind wir dann einem Jogger mit Hund begegnet und die Begegnung war schon fast perfekt :D Satoo ging zwar kurz in die Leine und bellte wie doof, aber ein energisches "Hey" hat gereicht und unser Hund war ruhig.
Es wird, langsam aber sicher!


Ach was auch noch schön ist:
die Rute von Satoo scheint nachzuwachsen :)) ich weiß, dass das nicht möglich ist, aber durch seine andere Körpersprache wirkt das einfach so. Kopf und Rute werden jetzt viel höher gehalten, der ganze Hund strahlt erheblich mehr Selbstbewußtsein aus und wirkt insgesamt inzwischen mehr als erwachsener Hund. Einfach ein schöner Anblick!
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#34von roter Milan » Do 30. Sep 2010, 22:33

30.09.2010


Nach den ganzen Lobpreisungen über Satoo muss ich mich heute mal etwas auskotzen. Nee was hasse ich die Testphasen bei Hunden und ich könnt Satoo heut echt gegen die Wand klatschen, keine Bange mach ich nicht real aber in Gedanken schon. :dash1: Der ist einfach kackendreist. Ich weiß, es ist eine normale Phase, die kommen muss - aber trotzdem .... heute ist ein blöder Tag zumindest im Hinblick auf die Hundeerziehung.

Nachdem gestern klar war, dass mehr Training Not tut, hab ich den guten Vorsatz auch heute gleich in Angriff genommen: Training auf dem Morgenspaziergang. Klappte soweit ganz gut, außer dass ich bei Fuß und rechts wieder sehr weit vorne anknüpfen muss. Okay, bin ja selbst schuld, sehe ich ein, aber trotzdem nervig.

Dann durfte der Herr Hund frei laufen, erst kein Problem, hab schön mit ihm hündisch gespielt und wir beide hatten unseren Spass. Soweit so gut, das Spiel war beendet, da kriegt der Hund plötzlich seine 5 Minuten - zuerst dachte ich, der jagt irgendetwas hinterher, aber nein der wollte sich nur austoben. Als er mir zu weit weg war, pfiff ich und anstatt zu kommen, dreht sich dieser Köter zu mir um, schaut mir in die Augen, dreht sich wieder um und rennt weiter. Ich dachte mein Schwein pfeift Lapaloma. Also nochmal gepfiffen, wieder das gleiche Spiel: das Mistvieh guckt, ich sag (blöderweise aber nicht im Befehlston und nicht mit dem richtigen Kommando"hier") "komm her", da dreht sich die Töle wieder um und rennt weiter vor sich hin. Mein dritter Pfiff war dann wohl sehr eindringlich, denn daraufhin ist er im Schweinsgalopp zu mir geeilt. Mein Empfang war etwas frostig und der Herr Hund legte auch gleich die Ohren an und ging in unterwürfiger Haltung ins Sitz. Keine Frage Freilauf war daraufhin erstmal gestrichen.

Kurz vor der Haustür dann meine "Freundin" mit ihrem Jackrussel. Die Frau hat mir noch nie etwas getan, ich hab mich auch noch nie mit ihr weiter unterhalten, aber kennt ihr das, wenn ihr jemanden rein von der Ausstrahlung schon gefressen habt? Die Dame ist so ein Fall bei mir, leider sieht das Satoo mit dem Hund identisch und kläfft ihn noch schlimmer an als die anderen Hunde. Was solls. Heute hat Frauchen von JR aber sehr nett reagiert, blieb ruhig, ist netterweise stehen geblieben, so dass ich gut zur Haustüre gehen konnte. Ich war erstaunlicher Weise auch erstmal im völlig Oooooooooooooohm, blieb ruhig, es interessierte mich nicht, welches Theater die Hunde machten, habe die beiden Hunde und die Besitzerin einfach ignoriert :88n: . Und dann drehte Satoo völlig auf, ich nehme an, dass die Dame da hinter mir vorbei ging. Auf jeden Fall sprang er in die Leine wie bescheuert, machte wie wild (nicht das Mosern von gestern sondern richtig aggro), veranstaltete ein Getöse vom Feinsten. Da war ich dann nicht mehr im Ooooooooooooohm, sondern Herr Hund hat sich für heute die zweite Ansage (inklusive Schnauzengriff) eingehandelt.

Last but not least die heutige Abendrunde, aber da durfte (für mich Gottseidank) Peter kämpfen. Da will der Hund zu der einen Hündin bzw. zu ihrem Besitzer unbedingt hin, stürmt wie in alten Zeiten auf ihn zu, handelt sich daraufhin einen massiven Leinenruck ein und wir durften uns nen kleinen Vortrag über die möglichen Schäden anhören. Okay klar kann das zu ernsthaften Schäden führen, aber wer denkt eigentlich an unsere ausgerenkten Schultern? Der blöde Köter ist doch selbst Schuld, was rennt er auch so in die Leine, wo er es inzwischen auch anders kann? Meine Anmerkung zum Thema Schulterausrenken und Geschirr wurde dann auch pflichtsschuldigst ignoriert. Nein der Mensch ist okay, hat auch recht, aber heute ist einfach ein Tag, wo ich bei sowas echt explodieren könnte, zumal er eher von der Fraktion "lass den Hund mal ruhig ..." gehört und sich dann wundert, dass die Bauern und Jäger damit ein paar Problemchen haben.

Ich bin mal gespannt, was der morgige Tag bringen wird, zumal hier morgen früh zu unserer Morgenrunde, die Kühe zur Viehschau getrieben werden.


Anmerkung:
Schimpfwörter über Satoo sind nett gemeint, wir lieben ihn, aber manchmal benimmt er sich einfach ....
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#35von Admin tups » Do 30. Sep 2010, 23:38

roter Milan hat geschrieben:Anmerkung:
........... aber manchmal benimmt er sich einfach ....


Hm, ich würd mal so auf Anhieb sagen.... wie ein Hund. :49:
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#36von roter Milan » Fr 1. Okt 2010, 21:04

01.10.2010



So nachdem gestern ja nicht so prickelnd gelaufen ist und ich ziemlich angenervt war - ich glaube, das hat wirklich keiner übersehen :D - lief es heute wieder etwas gesitteter ab. Allerdings hab ich auch gestern und heute die Zügel straffer angezogen, es gibt keinen Milimeter mehr Spielraum, nicht befolgen wird unangenehm punkt ausrufezeichen ;)
Heute Nachmittag hat Peter die Reizangel für Satoo ausgepackt, der Hund ist gewitzt. Wieso im Kreis rennen, wenn man auch die Abkürzung nehmen kann. Aber das Sitz hat heute auch schon aus der Jagd raus geklappt, zwar nicht beim ersten Mal, aber immer hin.

Reichlich gelacht habe ich heute, als hier die Kühe durchs Dorf getrieben worden sind. Zuerst hatte ich mir überlegt, runter auf die Straße zu gehen, aber hab mich dann doch kurzfristig dazu entschlossen, Satoo das erstmal vom Fenster aus beobachten zu lassen. War ne gute Wahl, denn das laute Glockengebimmel hat ihn doch etwas verstört, allerdings auch neugierig gemacht. Ihr kennt doch das typische Bild von den älteren Leute, die aus dem Fenster schauen und sich dabei auf ein Kissen stützen. Hätte ich ein Kissen zur Hand gehabt, hätte Satoo identisch ausgeschaut. Leider konnte ich aus meiner Perspektive davon keine Bilder machen, aber Herr Hund stand mit beiden Vorderpfoten auf der Fensterbank, Pfoten an sich draußen und der Kopf lag im Fensterrahmen bequem abgestützt. Einfach nur genial :boys_lol: :jc_doubleup:

Ihr seht ich hab mich wieder eingekriegt und solche Phasen müssen auch mal sein, wär ja sonst langweilig. Sammy hat uns bis zum Schluss immer mal wieder getestet, da darf Satoo das auch. Ich bin mal gespannt, was die nächsten Tage noch so bringen werden, denn die Testphase ist bestimmt noch nicht vorbei, nein soooooo blauäugig sind wir dann auch nicht :D
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#37von roter Milan » Mi 6. Okt 2010, 14:22

6.10.2010


So dele, nachdem wieder der Ernst Einzug ins Training genommen hat, gibts auch wieder was zu berichten. Satoo hatte die Freiheit entdeckt und mir in verschiedenen Situationen die Mittelkralle gezeigt. So ist er mir 2mal an der gleichen Wiese abgedüst und beide Male hat es ihn einen Scheiß interessiert, was ich wollte bzw. nicht wollte. "Och Frauchen war das was? Hattest du gepfiffen? Ich hab nix gehört! Ehrlich nicht!" war eher seine Reaktion auf meine Rückpfiffe. Tja wer nicht hören will muss fühlen, also hieß und heißt es Training unter dem Aspekt: Strafe muss sein.

Versteht mich richtig, ich bin eigentlich eher der Typ, der auf positiv bestärken steht, aber dank Sammy weiß ich, dass es einfach Situationen gibt, in denen der Hund lernen muss: So nicht! Und das geht nur mit Strafen, nein keine Gewalt aber negative Sanktionen. Rein positiv funktioniert einfach nicht, wer das meint, hat noch nicht den passenden Hund gefunden bzw. redet sich sein Tun selbst schön.

Satoo soll lernen, dass er beim ersten Pfiff unverzüglich zu uns zu kommen hat - würde das nicht klappen, hätte das zur Folge, dass er nicht frei laufen dürfte. Also muss er auch lernen: es passiert was, wenn ich nicht sofort komme. Das schließt aber auch ein: komme ich sofort, gibts Leckeres oder Streicheleinheiten. Von Martin (Hoss) bekamen wir den Tipp, ne Wasserpistole zu verwenden, wenn er nicht kommt. Heißt im Klartext: Hund wird im Moment im Nahbereich ran gepfiffen. Kommt er gibts Belohnung. Kommt er nicht, kommt ein Schuss aus der WP und er wird an der Schleppleine zu uns gezogen, wobei der Befehl/Pfiff dabei immer wieder ertönt.

Heute war dafür der erste Trainingstag und ich hatte schon zu Martin gesagt: im Nahbereich funktioniert das jetzt schon zuverlässig. Lieber Martin ich kann dir sagen: ich hatte Recht. Allerdings war die Reizlage für ihn sehr gering und im gewohnten Rahmen; es gab kein Umhertollen mit mir in den Situationen und er hatte auch nix zum Stöbern. Wasserpistole kam daher heute zumindest für den Rückpfiff nicht zum Einsatz.

Allerdings hat Peter die WP heute morgen ein paar Mal für andere Dinge verwendet. Zum Beispiel saß auf ner Fensterbank ne Katze und Satoo hörte partout nicht auf das Abbruchsignal. Also kam der erste Schuss aus der WP. Von wegen Schisser, der will mit dem Teil spielen. Unser Hund schaute sich nämlich um und wenn ich jetzt mal den Augenausdruck vermenschliche, konnten wir ganz klar sehen: Toll, mach weiter, WP ist klasse, na komm trau dich, los ich will spielen, mach schon :biggrinn: Aber nichts desto trotz funktioniert die WP als Signal für "das war Müll", wie wir wenige Minuten später festgestellt haben: Peter war am Spielen mit Satoo und warf nen Ring, Satoo brachte zwar den Ring zurück aber wollte dann anstatt ihn abzugeben lieber Zerrspiele veranstalten. Naja, wenn man die WP dabei hat, kann man sie ja auch verwenden: also gabs nen Spritzer mitten auf die Nase. Reaktion war promptes Loslassen des Spielzeugs :D

Wir werden die Woche noch im Nahbereich arbeiten und wenn weiterhin nix wird, denke ich, werden wir mit den nächsten Schritten weitermachen können. Aber da wird uns Martin schon sagen, wie es wann und womit weitergeht. :D


Danke Martin nochmal für deine Hilfe. :jc_doubleup: :laie_69:
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#38von Admin tups » Mi 6. Okt 2010, 16:44

So, nu möchte ich auch mal was dazu sagen:

Vorweg mal... es macht riesen Spaß mit Satoo zu arbeiten, vor allem wenn man sieht wie es vorwärts geht.
Auch zu zweit macht es richtig Spaß.
Richtig Spaß? :boys_0222: Ja, zumindest zu 99%

Heute war war so ein 1% Tag.
Ich hatte heute mal wieder Kurzarbeit und somit waren Tanja und ich heute morgen gemeinsam mit Satoo unterwegs. Soweit so gut. :biggrinn:

Als wir so eine Zeit gegangen waren, begann ich mit Satoo zu spielen und warf immer wieder einen Ring. Satoo nicht faul und sprintete hinterher und brachte ihn auch auf Zuruf (bring her) sofort zurück, zumindest die ersten 3 mal.
Dann fing Satoo an sich zu denken: mal sehn, wenn ich Lust habe bring ihn den Ring zurück, aber wozu eigentlich, wenn ich den Ring zurückbringe wird er ja wieder geworfen und ich muss wieder hinterher hetzen.
Also musste ich wohl oder übel energischer werden und musste 2 bzw. 3 mal das Kommando geben.

Jetzt kommts:
Tanja mischte sich ein und meinte ich mache das falsch, ich würde Satoo nur beibringen erst nach dem 2. oder 3. Kommando zu reagieren.
Es gab so eine kleine Diskussion darüber, in der Tanja immer saurer wurde. :ichnoe:

Ich kann euch sagen: Wenn ich jetzt etwas süßes hätte haben wollen, ich hätte mich über eine Zitrone sehr gefreut. :boys_lol:
Naja, ich muss zugeben Tanja hatte ja recht.

Also was macht man(n) :12: , man(n) gebe die Leine an Frau ab um so die Lage wieder zu beruhigen.
Aber was jetzt kommt, läßt meine Brust schon etwas breiter werden.

Keine 2 Minuten später... Tanja hat ja Satoo an der Leine und trainiert mit ihm.
Was soll ich sagen, ich schaue ein wenig zu und was muss ich :34: .
Frau macht genau den gleichen Fehler den ich 2 Minuten vorher auch gemacht habe, nur bei einem anderen Befehl. :ohman:

Ich konnte mir nicht verkneifen Tanja mit eine wenig Ironie darauf hinzuweisen.
Man sah es Tanja förmlich an, wie sehr sie sich ärgerte, das sie grad 2 Minuten später ihre eigenen Ratschläge nicht befolgte.

Aber so ist da mit den Ratschlägen.... nicht wahr mein Schatz :6:


Nichts für ungut mein schatz.... Ich liebe Dich :streichel2:
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#39von roter Milan » Mi 6. Okt 2010, 16:48

Du hast ja Recht, war Scheiße. Ich liebe dich auch mein Schatz :6: aber passt schon :6:
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#40von Admin tups » Mi 6. Okt 2010, 20:15

Unsere Erfolge mal in Kurzfassung....



Und hier kann man so ziemlich am Ende sehen was Körpersprache bei Satoo bewirkt, und ganz am Ende sieht man, dass das Training schon ziemlich lang war.


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#41von roter Milan » Do 7. Okt 2010, 22:00

07.10.2010


Na dann will ich mich auch mal präsentieren mit dem Training, ist aber nicht so schön wie bei Peter, liegt aber auch teilweise an den Übungen. Tipps, Ratschläge und Kritiken sind ausdrücklich erwünscht, denn nur so kann ich auch was lernen.

Aber zuerst mal die Wiese, bei der Satoo mir zweimal abgedüst ist. Inzwischen weiß ich auch, wieso dieses Waldstück soooo interessant für ihn ist. Der Bauer läd da nämlich seine Heu-, Futter- und Grasreste ab, was dann natürlich die Rehe anzieht und dementsprechend wimmelt es nur so vor interessanten Spuren. Verständlich aber trotzdem ein Nogo. Und bevor jetzt irgendwer denkt (nein Martin du bist nicht gemeint, sondern ich weiß ja, wer sonst noch mitliest ;) )wie kann man den Hund nur an einer Straße frei laufen lassen: diese Straße ist ein offizieller Wanderweg, die Autofahrer wissen also, dass da immer mal jemand auf der Straße sein kann. Dazu kommt, dass einige Leute diesen Weg mit ihren Hunden gehen und diese auch freilaufen - die Autofahrer sind so nett und halten sogar für die Hunde oder die aus dem Weg zu räumenden Schleppleinen an. Zusätzlich fährt da in den Schulferien genau ein Auto und zwar zwischen 8 und 8.15; in der Schulzeit sind da maximal 3 Autos unterwegs - jeder dieser AutofahrerInnen weiß, dass ich zu dieser Zeit auch da laufe, mit Satoo trainiere und sie nehmen Rücksicht. Wir haben hier einfach eine geile Gegend :jc_doubleup:





Das war die erste Trainingseinheit für heute morgen und das erste Mal, dass der Futterbeutel draußen verwendet wurde. Die Übung als der Futterbeutel hinter mir lag und er erst zu mir rechts kommen sollte, hab ich das erste Mal so gemacht und war wohl auch zu schwer, wahrscheinlich wäre es besser gewesen, ihn erstmal nur zu mir kommen zu lassen. Oder was meint ihr?





Beim nächsten Video hätte ich gern ein Feedback zu der Korrektur beim Fußlaufen. Ich kann im Moment nicht einschätzen, ob die deutlich genug war. Man sieht auch sehr gut, dass er mit seinem Kopf zuerst bei Peter war und dann in dem Waldstück - ja es war total behämmert an dieser Wiese zu trainieren und die Leine nicht in der Hand zu haben - ich gebe es zu, aber wir lieben das Risiko :D - nein ich hab ehrlich gesagt einfach nicht dran gedacht, dass unser Hund sich auch mit Schleppleine schnell verdünnisieren kann :13:





Alles in allem hab ich/haben wir heute zwei wichtige Feststellungen gemacht:
- Zum einen, dass der Pfiff nicht gut konditioniert ist, da muss ich nochmal dran, erkennbar an der verlangsamten Reaktion und dem sofortigen Reagieren auf das Klopfen.
- Zum anderen hatten wir heute Abend eine Hundebegegnung, bei der wir deutlich hören konnten: "ich will da hin, lass mich da sofort hin" und dass Satoo wahrscheinlich gelernt hat: ich muss nur genug Theater machen an der Leine, dann komme ich schon hin. Also absolutes Frustgemache!
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#42von roter Milan » Fr 8. Okt 2010, 10:52

08.10.2010


Ihr merkt, wir sind wieder am üben :boys_0275: es gibt wieder täglich was zu berichten.

Nachdem der Rückruf in reizarmer Umgebung hervoragend funktioniert - zumindest bei Peter, ich muss die Pfeife nochmal konditionieren -, haben wir heute die Reizlage erhöht.
Die erste Gelegenheit ergab sich, als ich unterwegs ne Katze sah und Satoo auf "Achtung Katze" war, anstatt Abbruchsignal kam jetzt von mir Rückruf an der kurzen (1m) Leine - Reaktion war gleich null, also WP und siehe mal an, es geht doch.
Wir sind dann auf besagter Wiese direkt an den Waldrand gegangen und Peter hat den Rückpfiff unter dieser Reizlage trainiert. Und siehe da, unsere WP reicht unter dieser Reizlage nicht aus - Satoo nimmt sie nicht mal wahr - es muss eine mit mehr Druck hinter dran. Lernziel für die nächsten Tage steht also fest :biggrinn: Hoffentlich finden wir eine geeignete WP doch noch hier in der Ecke, manchmal vermisse ich Deutschland, aber nur manchmal :D nächste Toys ist nämlich gut 70km entfernt.

Jaaaaaaaaa, Martin du hattest Recht und wir sind lernfähig - nicht nur Satoo :boys_lol:
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#43von roter Milan » So 10. Okt 2010, 12:03

10.10.2010



Na dann will ich euch mal vom Training berichten.
Gestern haben wir festgestellt, dass gezieltes Training nix mehr bringt - wir haben halt einen schlauen Hund, der zügig begreift, um was es grade geht. So blieb Satoo gestern in Peters Nähe, sowohl körperlich als auch vom Kopf her - Chance zum Üben gleich Null und wenn sie denn mal da war, war unser Hund auch umgehend da. :jc_doubleup:

Also gab es heute morgen kein gezieltes Training, sondern ein Training aufgrund der äußeren Umstände. Zum einen war ne Dorfbewohnerin mit ihrer Hündin auf dem Weg unter uns unterwegs und Satoo blieb ruhig neben mir sitzen. Ich hatte ihn zwar am Halsband aber er machte keinerlei Anstalten zu fiepen, zu bellen, zu jaulen oder hinzulaufen. :jc_doubleup: Dann habe ich die Gunst der Stunde genutzt, habe Satoo an die normale Leine gemacht und bin zurück zur Kreuzung der beiden Wege gegangen. Jedes Mal wenn er zog, kam ein Sitz (führte er auch postwendend aus) und sobald er etwas ruhiger war, gingen wir weiter. Leider war die Dame schon weg, so dass ich ihm das Erfolgserlebnis "Hundebegegnung für ruhiges Hingehen" nicht geben konnte. Eine weitere Möglichkeit ergab sich, als ein freilaufender Bauernhofhund auch auf dem unteren Weg aufkreuzte und Satoo an der Schlepp war. Hier hab ich dann den Rückruf "hier" üben können, was trotz der massiven Reizlage für Satoo sehr gut funktionierte, er kam sofort :jc_doubleup: Aber wieder gab es keine direkte Hundegegnung, weil der andere Hund viel zu viel Schiss vor mir hatte. Das war natürlich mehr als blöde, aber kann man nix machen.

Inzwischen komme ich mir wie ein Packesel vor, wenn wir zu zweit unterwegs sind, geht es ja noch, aber alleine siehts echt aus wie nen Umzug: Schleppleine, normale Leine, Reizangel und Wasserpistole. Und wenn die Robbi-Dog-Beutel dazu kommen, wirds eng in der Hand :D Also allzuviel Hilfsmittel dürfen jetzt nicht mehr dazu kommmen, sonst muss ich nen Rucksack packen oder nen Bollerwagen mitnehmen :boys_lol:
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#44von roter Milan » Mi 13. Okt 2010, 10:06

13.10.2010 - Woche 12


Hm heute bin ich irgendwie zweigeteilt und es fällt mir schwer, das Positive (was es heute reichlich gab) zu sehen - komisch wie der Mensch, in diesem Fall ich, die Sachen wahrnimmt und das Negative (was es kaum gab) die Wahrnehmung vermeindlich bestimmt und so die Grundstimmung eher runter zieht. Also um mich von dem tollen Tag, trotz Dauernebel was auch total nervt, zu überzeugen, mal wieder ein Bericht von uns :D und um mir natürlich das Positive wieder voll ins Bewußtsein zu holen.

Der Tag fing super an, okay bis auf den Nebel. Satoo war voll aufmerksam, verspielt, die kurzen Trainingssequenzen klappten super. Beim Rückruf/-pfiff gab es 2 Hänger, aber bei zig anderen Versuchen klappte es hervorragend. Selbst Leinenführigkeit an der Schlepp funktionierte :good: und selbst am Wald mit zig frischen Gerüchen, die Satoo mir anzeigte, blieb er schön mit Kopf bei mir, reagierte an der Schlepp, wenn ich stehen blieb, kam zu mir zurück ohne Pfiff - phantastisch und es hat einfach riesen Spass gemacht.
Auf dem Rückweg kam uns dann ein Hund (wahrscheinlich junger Rüde) entgegen, den ich überhaupt nicht kannte, mit Kind am anderen Ende der Leine und Opa daneben. Wenn mein Film und Satoo nicht an der Schleppleine gewesen wäre, wäre ich einfach so an ihm vorbeigegangen. Tja so hatte ich zuerst einen Erfolg, jawoll, obwohl Satoo den anderen Hund gesehen hatte, konnte ich ihn abrufen und er kam sofort :laie_69: :good: :88n: :jc_doubleup: Ein Supererfolg! Vor wenigen Tagen noch, wäre er volle Kanne in die Schlepp gegangen und wäre null komma nix beim anderen Hund gewesen. Und jetzt versteh ich nicht, wieso mich die folgenden Szenen so aus der Fassung bringen :ohman: Satoo war neben mir und hat wie sonst auch einfach gepöbelt und gemosert, dass er nicht hin konnte, also weder was dramatisches noch neues. Wieso kann ich da eigentlich immer noch nicht drüber stehen und mich an den gezeigten Erfolgen einfach nur freuen? Nein, da verlange ich mal wieder viel zu viel auf einmal, scheiß Perfektionismus und Ungeduld. Der nächste Erfolg kam dann auch ne halbe Minute nachdem die beiden mit ihrem Hund vorbei waren. Satoo wollte hinterher, stand auf, von mir kam nur ein "hey, Sitz" und Satoo saß wieder auf seinem Hintern. :good:
Dann im Dorf haben wir den "Feind JR" gesehen, der ging aber nicht frontal auf uns zu, sondern auf einer einsehbaren Nebenstraße. Satoo hat ihn zwar gesehen aber blieb ruhig :88n: :biggrinn: kein Bellen, kein Winseln, kein Meutern :88n: Er wollte zwar ziehen, aber da bin ich wieder mit der neuen Methode des Absitzen Lassens sehr gut gefahren und nach wenigen Metern war auch das Umschauen vorbei und Satoo ging super an der kurzen Leine. :88n:

Also warum zum Teufel hab ich so ein merkwürdiges Gefühl und seh alles erstmal negativ? :dash1: Es gab heute soviel Grund zu feiern, aber wieso nehm ich das nur bewußt war, wenn ich mich drauf besinne? Ist das normales deutsches Verhalten, erstmal alles negativ zu sehen? Ist es einfach nur so, dass Negatives sich eher im Gedächnis festsetzt? Ist es der Nebel, der mir seit Tagen aufs Gemüt schlägt, denn von morgens bis morgens sind wir irgendwie von euren Wolken = unserem Nebel ( ;) ) eingeschlossen. Okay stimmt so auch nicht, wenn die Sonne mal durchkommt, ist es herrlich, aber die Tage werden weniger. Ich will Sonne, ich will Schnee, ich will Kühe ;)

Und jetzt stell ich mir mich als Fliege vor: :10: vielleicht reicht der Klaps auf den Hinterkopf ja aus, um mir das Denken und das Freuen zu erleichtern.



Edit:
Peter war grad zur Mittagspause zu hause, dem hab ich natürlich die Sache erzählt und ihn dann scherzhaft gefragt: "bin ich blöd oder was?!" Seine Antwort ist bezeichnend: "Ja! Aber würde mir auch nicht anders gehen!". Nee was lieb ich unsere Ehrlichkeit :D
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#45von roter Milan » Di 19. Okt 2010, 09:13

19.10.2010 - Woche 13


Ich hasse mangelhafte Ware!
Der Tag fing schon mit einem Verhalten von Satoo an, dass ich genau wußte, der testet heute meine Nerven. Der Kerl war völlig überdreht und hibbelig, halt ein normaler junger Hund mit Pfeffer im Arsch. Allerdings war er auch nicht zugänglich für Spiele, die ihn ausgepowert hätten, Ring und Zerrseil waren völlig uninteressant, eventuell wäre Reizangel was gewesen, aber die fiel die letzten Tage schon aus, weil sowohl Peter als auch ich ne fette Erkältung haben und Drehen nicht so wirklich abkönnen. Naja ich hab mir so gedacht, egal Wiese du bist uns, Schlepp war ja dran.

Zunächst funktionierte der Abruf dann auch recht gut, obwohl Satoo ne frische Eichhörnchen-Spur in der Nase hatte; weiß ich deshalb so genau, weil ich das blöde Eichhörnchen noch gesehen hatte. Recht gut heißt, dass er bis auf 2 Mal auf den Pfiff sofort gekommen ist. Und ich schwöre, irgendwann werde ich es lernen, dass es 5mal gut geht und dass dann der Bogen überspannt ist. Auf jeden Fall kriegt Satoo seine 3 Minuten, läuft mal wieder quer über die Wiese, ich mich auf den Schlag in der Schleppleine vorbereitet und was passiert: der Ring vom Halsband bricht. Schlepp natürlich ab, Hund noch natürlicher unterwegs und genießt fröhlich die Freiheit. Versteck für mich nicht vorhanden, weil der Fraggle mich trotzdem im Auge behält und genau mitläuft. Der wollte auch nicht jagen, der genoss einfach nur das Laufen.

Tja Ende vom Lied: saures Frauchen, ein Hund der glücklich ankam, dann aber nicht wirklich glücklich blieb und ein kaputtes Halsband. Ich schwöre in dem Laden werden wir nix mehr kaufen. Die Leine hatten wir ja schon 2 Tage nach Kauf zurückgebracht, das Halsband hielt wenigstens ein paar Wochen.

Und an die jenigen, die hier fleißig mitlesen und auf anderen Boards meinen: mein Hund ist an der Schlepp, da kann nix passieren, ich kann den 100%ig kontrollieren: viel Spass in eurer Utopie und irgendwann willkommen Wirklichkeit.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#46von roter Milan » Mi 20. Okt 2010, 10:24

20.10.2010


Na dann will ich mal von heute morgen berichten :D
Meine Einschätzung vom gestrigen unfreiwilligen Freilauf war richtig, unserem Hund fehlte einfach das körperliche Auspowern. Heute morgen hatten wir die Angel mal wieder dabei und es war sogar möglich den Hund auf besagter Wiese ohne Schlepp mit der Angel zu beschäftigen. Der Rückruf funktionierte bis auf eine einzige Ausnahme auch perfekt, heißt Satoo reagierte innerhalb von 3 Sekunden, so kann es weiter gehen. :good: Aber keine Bange Martin, wir sind nicht größenwahnsinnig, die Schlepp ist im Normalfall noch am Hund dran und wird es erstmal auch in den meisten Situationen bleiben.

Fortschritte sind mehr als deutlich vorhanden und das ist das Einzige was zählt. Rückschritte und Testen gehören einfach dazu, wir müssen in solchen Situationen jetzt einfach dran bleiben. Und wenn ich mal die letzten 3 Monate so im Rückblick betrachte, kann ich nur sagen: es waren eigentlich sehr wenige Rückschläge. Was das Testen angeht, hat Satoo sich im Moment auf die Leinenführigkeit verlegt. Der Fraggle testet wohl reihum aus: zuerst das Sitz gefolgt von Rüber, dann der Rückruf und jetzt wo der wieder fast normal läuft ist die Leinenführigkeit in reizarmer Lage vergessen. Manchmal weiß ich nicht ob ich :boys_lol: oder doch lieber :dash1: machen soll. Ja ich weiß es gibt Leute, die lassen so ein Testen gar nicht zu, aber das ist einfach nicht unser Weg - uns ist ein selbstbewußter junger Hund lieber als ein Hund der automatisch ins Meideverhalten geht.

Seine Freizeitbeschäftigungen im Haus haben wir inzwischen auch gefunden. Unser Hund liebt es diverse Dinge in die Schnauze zu kriegen und die transportieren zu müssen/dürfen. Einer von uns gibt ihm was und Satoo muss es zum anderen bringen. Inzwischen gibt es auch zunehmend Situationen, in denen er direkt zum anderen ohne einen Umweg läuft. Es ist schön zu sehen, wie stolz er dabei läuft und wie gerne er das macht.
Auch bin ich inzwischen dabei, täglich mit ihm einige Minuten zu clickern. Aufgabe im Moment ist das Suchen von Taschentüchernpaketen und das Bringen der selbigen, vom Endergebnis sind wir allerdings noch etwas entfernt, aber hier ist der Weg auch das Ziel.
Das Suchen nach dem Futterbeutel ist inzwischen auf einem höheren Level gelandet.
Die Veränderungen bei Satoo sind in der Kopfarbeit auch gravierend: hat er am Anfang überhaupt nicht gewußt, was Kopfarbeit heißt, macht er es inzwischen sehr gerne und ist gut bei der Sache.


Und durch die zahlreichen Lob-Situationen ist aus dem schüchternen, teilweise unsicheren und ängstlichen Hund ein stolzer, neugieriger, testender Rüde geworden - was uns sehr glücklich und auch stolz macht. Auch wenn es den ein oder anderen Nerv kostet :boys_0275:



Und zu allen, die ihn uns im Tierheim gelassen haben: Vielen Dank! Es wundert uns immer noch, dass so ein Rohdiamant 3 Monate im Tierheim saß und kein einziger Mensch (Ausnahme ist eine Mitarbeiterin aus der Klinik) sich für ihn interessiert hat.
Bild Jetzt haben wir ihn und es kriegt ihn keiner mehr - der hat lebenslänglich Bild
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#47von roter Milan » Do 21. Okt 2010, 10:57

21.10.2010


Hatte ich gestern nicht geschrieben, dass wir schon nicht größenwahnsinnig werden? Heute morgen war ich es irgendwie :D und es hat sich sowohl für den Hund als auch für mich völlig gelohnt. :16:

Nachdem seit gestern klar ist, dass das Ignorieren nicht nur etwas mit dem Rückruf sondern auch mit der körperlichen Auslastung zu tun hat, hieß es heute morgen wieder (da Hund schon in der Wohnung kaum zu stoppen war) Reizangel. Eigentlich schlagen da 2 Herzen in meiner Brust, auf der einen Seite braucht Satoo das hinterherflitzen aber auf der anderen Seite mag ich solche Rituale des täglichen Anbietens überhaupt nicht. Im Moment hab ich mich aber bewußt für das tägliche Anbieten entschieden. Und obwohl ich allein mit Satoo war (komisch ist sowohl für Peter als auch für mich immer noch ein Unterschied), hab ich mir ausgerechnet die Wiese ausgesucht.
Das klappte so gut, dass ich nach der Angel den Ball rausgekramt hab und an der gleichen Wiese auch noch Ballspielen angesagt war. Zuerst dachte ich noch: tolle Wurst (Achtung Ironie), Tanja, schmeiß ihm doch den Ball immer genau auf die Wiese, damit er so richtig schön den Weg sieht. Aber was soll ich sagen: Alles null problemo :good: :jc_doubleup: Hund hat sich Ball geschnappt und kam entweder völlig allein oder nach einmaligem Rückruf sofort zu mir. :88n: Auch das Sitzen bleiben, obwohl der Ball schon flog oder rollte, klappte hervorragend, kein einziger Zuck kam von Satoo bis ich ihn losgeschickt hab.

Da sieht man mal wieder: vertrau deinem Hund/trau ihm was zu und es wird sich lohnen. Nur durch solche Erfahrungen kann mein Vertrauen in ihn wieder wachsen, das war nämlich durch die anderen Aktionen etwas gestört. :D
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#48von Admin tups » So 24. Okt 2010, 19:01

24.10.2010



Nun will ich mich auch mal zu Wort melden, wird ein 3 Tagesrapport :d_book:
ich bin ja im Normalfall eigentlich sehr selten mit Satoo des Morgens allein Unterwegs, und kann mich auch nicht sooooo intensiv um das Training kümmern.

Das muss ja eigentlich auch gar nicht sein, solange Satoo weiß wer über im steht und die Bindung da ist.
Also Tanja war gestern morgen anderweitig beschäftigt und konnte nicht mit gehen und trainieren.

Aber ich fange mal am Anfang meiner alleinigen Gänge an :boys_0275: , da Tanja ja besseres zu tun hatte :boys_lol:
Angefangen hatte alles am Freitagabend, da war ich mit Satoo auf fremden Terrain unterwegs und was soll ich sagen, er war einer der liebsten Hunde. Selbst eine Begegnung mit einem anderen Hund meisterte er bravourös, ich hab ihn in den Sitz geschickt und der andere konnte ohne etwas zu sagen dran vorbeigehen. Nur als der andere Hund an uns vorbei war, fing dieser an zu knurren, Satoo wollte auch, aber ein einziges "NEIN" hat ausgereicht, um ihn ruhig zu halten.
Wir konnnten unseren Weg ganz ruhig weitergehen. Selbst die Kühe, die auf der Weide standen und Satoo regelrecht fixiert haben, störten ihn überhaupt nicht.
Ich war stolz wie Oscar, dass alles so gut verlaufen ist.
Auf dem Rückweg sind wir dann etwas weitergegangen, also am Auto vorbei.... dabei wurde der Weg etwas dunkler :boys_0222: und was glaubt ihr hat Satoo gemacht?
Er blieb etwas zurück, ging also nicht mehr vor, und kam so nah an mich heran, dass ich aufpassen musste, ihm nicht auf die Pfoten zu treten :boys_lol:

Gestern morgen dann, auch hier hatte Tanja ja was besseres vor :streichel2: , war ich auch allein mit Satoo unterwegs, hab gewartet bis er sein Geschäft erledigt hatte und dann kam die Schlepp...
Ich wollte dann den Rückruf versuchen, aber was tat der Schlingel.... er blieb immer in meiner Nähe. Ich dachte so bei mir "blöder Hund, geh doch mal was weiter vor", aber nein, blieb ich stehen um den Abstand zwischen uns größer werden zu lassen, blieb Satoo auch sofort stehen.
Ok dachte ich, dann spielen wir halt was mit dem Ball, dann bist du wenigstens weiter von mir weg, aber auch hier hatte ich keine wirkliche Chance den Rückruf zu versuchen.
Nachdem ich den Ball geworfen hatte, rannte Satoo los, schnappte sich den Ball, und bevor ich was sagen konnte, war er schon auf den Rückweg zu mir.
Als wir das Spielchen dann so eine Weile gemacht hatten, ließ Satoo beim letzten Mal den Ball einfach liegen und tat so als würde er suchen, kam dann zu mir und sah mich an, als wollte er sagen: ich finde ihn nicht :boys_lol:
Also schickte ich ihn nochmals los um den Ball zu suchen bzw. zu holen. Satoo rannte auch sofort in die Richtung wo der Ball lag, schnüffelte sogar an ihm und sah mich wieder so an, als wolle er diesmal sagen: hier ist er, kannst ihn holen, du hast ihn ja auch geworfen.
Abermals kam Satoo wieder ohne Ball zu mir, also musste ich ihn nochmals los schicken und siehe da, er rannte zu dem Ball und brachte ihn mir.

Klasse Satoo.... weiter so, ich bin stolz auf dich.

Auch heute morgen hat alles wunderbar geklappt. Tanja war auch wieder mit dabei.
Allerdings hatten wir die Schlepp nicht dabei und wir wollten doch den Abruf aus dem Spiel versuchen, und alles das auf der Abdüswiese, aber Mut zum Risiko.... von nix kommt auch nix.
Also kam doch Reizangel zum Einsatz und Satoo ganz ohne Leine. Er hatte mal wieder einen riesen Spass dabei.
Ein Pfiff von mir und er brach das Spiel abrupt ab und kam zu mir gelaufen, nicht nur getrabt, wirklich gelaufen. Bei Tanja klappte es auch, aber noch nicht so wie bei mir, aber das lag wohl mehr daran, dass Tanja ihren Abruf mehr so von sich gibt, dass Satoo sich dann denkt: Frauchen, kannst du mir auch richtig sagen was ich machen soll, kann oder muss ich zu dir kommen? Naja, ich komme mal zu dir, kann ja nie verkehrt sein :boys_lol:

So kann es weitergehen.... und wird es auch.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#49von roter Milan » Mi 27. Okt 2010, 18:30

27.10.2010 - Woche 14


Na dann will ich mal von heute berichten:

Kennt ihr das: ihr steht auf, erlebt 2 Minuten den überdrehten Hund und wisst, das wird heute morgen auf dem Spaziergang lustig? Dann erlebt ihr die ersten Minuten auf dem Spaziergang und habt eigentlich schon die Nase voll, etwas vom Hund aber auch von einem Menschen, der Tipps gibt aber ne völlig andere Einstellung hat. Eigentlich hätte ich spätestens nach den ersten Minuten wissen müssen: pass auf was du tust und überleg es dir doppelt und dreifach; tja und Klein-Tanja macht es natürlich nicht, Ende vom Lied: ne kaputte Schlepp und nen Hund der zweimal ungewollt abgedüst ist. Das Gute war heute: beide Situationen dauerten nicht lange und Satoo war relativ zügig wieder bei mir.

Aber die Situationen mal von Anfang an:
Ich bin gleich am Anfang einem HH begegnet, von ihm habt ihr schon häufiger hier im Thread gelesen. Der ist dann auch wieder umgekehrt und hat mich noch ein Stück begleitet, ist zwar nett vor allem auch für Satoo, aber ich kann dann halt nicht so trainieren, wie ich das sonst tun kann, wenn ich alleine unterwegs bin. "Dummerweise" (ich arbeite gerade an meinem Ohhhm in solchen Situationen ;) ) hab ich Satoo abgeleint und ihn vorlaufen lassen und das an einem Haus, wo er schon mal in nen Garten wegen der Katze gedüst ist. Ja ich weiß, selten doof, denn es passiert was passieren mußte. Hund riecht Katze und weg isser. Letzte Mal hat er dabei null komma nix auf mich geachtet, da war nur Katze im Hirn. Heute war das leicht anders. Ich einmal gerufen, natürlich nix passiert. Dann bin ich einen Schritt aufs Grundstück, Satoo sieht mich, will wieder abdüsen, ich ein hartes + saures "Hier" und der Hund kommt :88n: Da ich aber stinkend sauer war, gabs von mir in der Situation kein Lob sondern ein hartes "rechts" und ein hartes "Sitz" gleich hinter her. Kommentar vom anderen HH: dann mußte ihn aber auch loben, er hat ja gemacht was er soll, das hilft! Okay kann man machen, vertreten viele die Meinung, ich bin der Meinung: der Hund weiß, dass er beim ersten Mal Rufen zu kommen hat, kennt auch das Kommando und er hat das erste Kommando ignoriert (das weiß er auch) - dann kann er auch ruhig merken, dass ich nicht wirklich amüsiert bin. Reicht wenn ich Party mache, wenn er beim ersten Mal sofort kommt.

Da hatte ich ehrlich schon den Papp auf: eigentlich wollte ich auf dem ersten Stück des Weges mit Ball spielen, so dass Satoo seine Energie loswerden und sich austoben kann. Das fiel natürlich flach, dann das Abdüsen, den gutgemeinten Rat -> es hat mir schon gereicht, ehrlich. Energien ist Satoo auf dem ersten Teil des Weges auch nicht losgeworden, weil die Hündin schon etwas älter ist und auch nicht spielt.

Dann waren Satoo und ich (der andere HH hat sich dann irgendwann verabschiedet) an einem Stück Wiese, wo er auch normaler Weise völlig frei laufen darf. Das war uns heute auch nicht lange gegönnt: ich hab 2mal den Ball geworfen, Satoo hat ihn toll zurückgebracht, da fangen irgendwelche Rabenvögel das totale Geschrei im nahen Waldstück an. Das kann nix Gutes bedeuten, Satoos Aufmerksamkeit war natürlich auch in Richtung des Kraches und da man ja nicht weiß, weshalb genau die Lärm veranstalten, hieß es zur Vorsicht: Hund an die Schlepp. Ball gespielt haben wir dann noch etwas weiter, wobei es damit geendet hat, dass Satoo angeblich den Ball nicht finden konnte und ich dann auf die Wiese gekraxelt bin.

Wir haben dann noch etwas Suchspiele mit dem Futterbeutel unterwegs gemacht, passte heute ganz gut, denn Satoo hatte eh die Nase nur auf dem Boden. Auf dem Rückweg hatten wir dann auch eine Hundebegegnung ohne Leine, d.h. ich hab Satoo extra abgeleint - ist so entspannter für alle Beteiligten und die anderen hatten ihren eh ohne Leine. Die lief auch soweit okay ab.

Dann besagte Wiese, ich wollte nochmal unbedingt Ball spielen, Satoo hatte aber die Nase im Wind, Aufmerksamkeit nicht voll bei mir, aber anstatt darauf zu achten, ihn an die normale Leine zu nehmen und gut wäre gewesen, was mach ich? Ich lass den Ball rollen, Satoo auf Kommando hinterher und der Saukerl will mich verarschen. Sorry, aber das war eiskalte Berechnung - g, die hat allerdings nicht funktioniert. Satoo lässt den Ball wieder aus dem Maul fallen, der rollt weiter und an einer anderen Stelle lasse ich dann immer die Schlepp fallen. Damit hatte Satoo wohl diesmal auch gerechnet, aber diesen Fehler hab ich nicht gemacht. Als Satoo das merkt, lässt er den Ball liegen, starrt und schnuppert in Richtung Wiese und dann hab ich den Fehler gemacht: ich hab die 1 Sekunde verstreichen lassen, denn Hund war ja an Schlepp und hab mir gedacht: jo Junge versuch es, lauf nur. Das macht der Fraggle natürlich, gibt Gas, läuft in Schlepp und dann :boys_0275: bricht der Karabiner der Schlepp und Hund weg. Ich erst noch da gestanden, gerufen, ist natürlich nix passiert, wieso sollte es auch: ich mich umgedreht, weg gejoggt und 1 Minute (nach Anfang der Sit) später war der Hund bei mir.

Ich bin mir im Moment ernsthaft am Überlegen, ob eine neue Schleppleine überhaupt Sinn macht:
1) ging es früher auch immer ohne Schlepp, mein Gott, da ist halt der Hund mal abgedüst
2) behält mich Satoo auch in solchen Situationen im Normalfall im Auge, gehe ich weg kommt er nach, mache ich Richtungswechsel, macht er sie auf Entfernung nach
3) habe ich wohl eine Leichtsinnigkeit wenn die Schlepp dran ist, die ich ohne Schlepp nicht hätte. Sprich, hätte ich ihn heute morgen auf der Wiese überhaupt nicht abgeleint bzw. hätte gar nicht angefangen mit ihm dort zu spielen

Ein guter Nebeneffekt der Abdüs-Situationen: ich merke, es wird (Hund kommt schneller zurück) und ich werde gelassener.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#50von roter Milan » Di 2. Nov 2010, 11:17

2.11.2010 - Woche 15



Da wir mal wieder keinen großen Bock zum Einkaufen hatten, leben wir zur Zeit ohne Schlepp und das so gut, dass wir uns auch jetzt keine mehr anschaffen werden (zumindest nicht um gezielt zu trainieren).

In meinem letzten Beitrag hab ich ja meine Überlegungen schon beschrieben und ich kann nur sagen: jo stimmt alles. Komischer Weise ist durch den "Druck" völliger Freilauf auch mein Vertrauen in Satoo wieder massiv gestiegen, ich leine ihn zwar noch an bestimmten Stellen an, wo Peter ihn mit Kommandos führt - aber es steigt. Auch ist wohl endlich in meinem Kopf gelandet: der läuft nicht weg, er reagiert nur nicht perfekt auf den Rückruf - dadurch lebe ich mehr im Oooooooom und denke mir einfach: was solls, er lernts noch. Und je lockerer ich werde, um so weniger düst Satoo weg. In der gesamten letzten Woche ist es genau 1 passiert, dass Satoo nicht auf den Rückpfiff zu uns gekommen ist - er ist daraufhin allerdings wieder in unserem Blickfeld aufgetaucht. Es hat sich auch völlig bestätigt, dass Satoo aufmerksamer ist, wenn keine Leine dran hängt - ist ja auch irgendwie logisch. Unsere Trainingsplanung sieht so aus, dass wenn er läuft und uns ausblendet bzw. aus unserem Blick verschwindet, wir genau einmal pfeifen und uns dann umdrehen. Im Moment machen wir das auch mal so ab und an zwischen durch, wenn sein Kopf gerade irgendwo festhängt - klappt hervorragend.

Heute morgen hatte ich 3 Hundebegegnungen, wovon eine sehr gut gelaufen ist (da hat er auf Entfernung nur geschaut) und eine relativ gut (hier standen wir weit abseits, Satoo saß, wollte anfangen zu pöbeln - aber das konnte ich stoppen mit einem "nein", und dann meuterte er nur noch). Die dritte war auf dem Nachhauseweg, da lief eine Hündin hinter uns her - heute ist Satoo schön weiter gelaufen ohne Mätzchen zu machen. Die Leinenpöbelei und Ungeduld wird bei einzelnen Hunden erheblich besser, dafür hat er dann wieder andere Hunde, wo wir noch keinerlei Fortschritt sehen. Unterm Strich kann man aber sagen: auch die beiden großen Baustellen werden besser, langsam aber stetig.
lg Tanja


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