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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#51von roter Milan » Di 9. Nov 2010, 12:03

09.11.2010 - Woche 16


Na dann will ich euch mal auf dem Laufenden halten :D und euch an unserem lustigen Leben mit Satoo teilhaben lassen.

Die Entscheidung die Schlepp wieder zu verbannen erweist sich immer mehr als richtig, sowohl was mein Vertrauen in Satoo aber auch den Gehorsam von Satoo angeht. Merkwürdig aber wahr, die alten Methoden (Vertrauen haben, laufen lassen, cool sehen) sind immer noch die Besten, wenn die Bindung stimmt :D Sowohl Satoo als auch ich sind erheblich entspannter unterwegs und genießen einfach das Geschehen zwischen uns, erproben wie was vom jeweils anderen gemeint ist und erleben beide: scheiße, das Leben ist schön :D

Im Moment sehen Spaziergänge so aus, dass Satoo wieder viel frei laufen darf, dabei behält er mich überwiegend von sich aus im Gedächnis und im Blick. Werden die Gerüche zu interessant, reicht ein Ruf/Pfiff in den meisten Fällen aus, um ihn zurecht zu stutzen. In den seltenen Ausnahmefällen bleibt er halt an der normalen Leine, Beispiel von dieser Woche waren die frischen Spuren von Wild an einem Morgen um 7. Allerdings gibt es noch diverse Stücke der normalen Strecke, wo ich ihn noch nicht loslasse, eigentlich gehe ich davon aus, dass es da auch passen würde, aber da reicht mein Vertrauen noch nicht für aus.

Das Training von den normalen Befehlen haben wir nicht mehr als direktes Training sondern flechten es in den Alltag ein. Bestimmte Teilstrecken muss Satoo mit Rechts oder Fuss laufen, Sitz und Runter werden ins Spiel mit einbezogen und rüber macht er in vielen Fällen schon von alleine. Beim Angeltraining flechten wir inzwischen regelmäßig den Abruf mit ein, das klappt allerdings nur am WE, weil Peter ja morgens arbeiten muss.

Satoo trägt inzwischen den Futterbeutel auf dem Nachhauseweg, zwar noch nicht komplett, aber immer weitere Strecken. Dabei bleibt er teilweise zurück, flitzt an mir vorbei, schmeißt sich auf die Wiese und fordert zum Spielen auf oder macht sonstige Clownereien - zu geil und zu lustig. Blöd nur wenn ich mit einem Grinsen und der inneren Einstellung: cool mach mal ruhig weiter, dann den Rückruf trainieren will - kann nicht funktionieren, der Seckel liest mich zu genau. Mein ich es auch wirklich ernst, funzt das perfekt: heute morgen donnert er an mir vorbei, ich ruf, Satoo bremst sofort ab und kommt zu mir zurück :jc_doubleup:

Heute morgen hab ich beschlossen, Hundebegegnungen werden mit Hilfe von Wasserpistole trainiert. Ich lass mich doch von meinem Hund nicht verarschen. Was genau zu diesem Schluss geführt hat, kann ich gar nicht genau sagen, aber seit heute morgen sagt mein Bauch: WP passt.




Achja falls ihr es noch nicht bemerkt haben oder wissen solltet: Satoo ist ein Traumhund, der einfach nur Spass macht! Er macht einfach Laune!
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#52von roter Milan » Do 11. Nov 2010, 11:53

11.11.2010


Hi ihr Lieben,

es gibt nix Neues zu berichten, aber wir waren heute morgen zu dritt unterwegs und haben keine Kosten und Mühen ( :boys_lol: )gescheut, um euch sage und schreibe 1 Bild (die anderen sind leider nix geworden, waren zu pixelig durchs Ranzoomen) und 3 Videos mitzubringen.
Training an sich gibt es ja bei uns nicht mehr in dem Sinne, also sind die Videos vom "Spielen" - wichtig ist noch zu sagen, dass die Angel immer auf der Wiese zum Einsatz kommt.

Videos setz ich gleich ein, müssen erstmal konvertieren und dann zu Youtube hoch geladen werden.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#53von roter Milan » Do 11. Nov 2010, 13:42

Sodele, die Viddeos.

Die Longierpeitsche war heute morgen das zweite Mal im Einsatz und die Handhabung ist im vergleich zur Vorgängerversion völlig anders, aber für Satoo ist diese Variante erheblich besser:




Nach getaner Arbeit darf Satoo neuerdings den Futterbeutel nach hause tragen und was er damit so anstellt könnt ihr in den beiden anderen Videos sehen








Viel Spass beim Anschauen!
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#54von roter Milan » So 14. Nov 2010, 13:44

14.11.2010


Damit ihr seht, dass bei uns auch nicht immer alles nur positiv verläuft, hier mal eine kleine Schilderung meiner "Glanzleistung" von heute. Keine Ahnung wie es dazu kam, aber auf dem Rückweg von der Morgenrunde habe ich mich wie der letzte Anfänger in der Hundehaltung verhalten. :dash1: Aber sowas muss auch mal sein.

Also ein wunderschöner Morgenspaziergang bei 25°C neigt sich zu Ende, Satoo ist schon wieder an der Leine, hat seinen Beute (Ball) in der Schnauze und ist heilfroh, dass er sich gleich ausruhen kann (liegt vor lauter Erschöpfung immer mal wieder im Gras). Soweit so gut. Dann kommt uns eine der Hündinnen entgegen, wo ich weiß, ist für alle Beteiligten einfacher, wenn beide Hunde frei sind.

Anstatt
1. genau hinzuschauen (die Hündin hatte auch eine Ressource im Maul, die ich nicht gesehen hatte) 2. es so zu machen wie bei Sarah (andere Hündin, da nähern wir uns gemeinsam langsam und warten bis ich frei gebe)
handel ich wie folgt:
1. Hund lag ohne Bleib-Kommando, was er auch nicht bekommen hat
2. Leine ab, Hund daraufhin natürlich im Sturzflug auf die ressourcenverteidigende Hündin zu, die eh ängstlich ist und abwehrt.

Wie kann :dash1: frau eigentlich so blöd sein, so vorzugehen, völlig gedanken- und planlos. So kann Satoo ja auch nix lernen, wenn Frauchen ihm die Erlaubnis gibt. Ich könnt mich grad so über mich selbst aufregen. Aber wir hatten Glück, a) haben die Leute super nett reagiert (hab mich natürlich auch sofort entschuldigt) und b) hatten wir Glück, dass die Hündin nicht gebissen hat. Ich hätte der Hündin da nicht mal nen Vorwurf gemacht, weil ich die Blöde war und sie nur reagiert hätte.

Ich sag ja wie der letzte Anfänger im Universum :dash1: aber ich schreibs mir jetzt dick hinter die Ohren (den Fehler mach ich kein zweites Mal, bin ja lernfähig), damit ich es immer wieder :d_book: kann.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#55von roter Milan » So 14. Nov 2010, 20:20

Ein kleiner Einblick in das Zusammenleben von Hund und Katz - Jerry ist leider nicht drauf, weil er noch Abstand zu Satoo braucht :D


lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#56von roter Milan » Di 16. Nov 2010, 10:25

15.11.2010


Wie ihr bestimmt merkt, nutzen wir die letzten regenfreien Tage aus, um mal richtig mit unserem Hund anzugeben. Okay auch etwas mit unserer "Arbeit" :D ;)

Vor ein paar Wochen hatte ich schon mal nen Film hier eingestellt, um zu zeigen, an welcher Stelle Satoo immer abgehauen ist. Inzwischen sieht das so aus:




allerdings kommen wir auch ohne Ablenkung in Form eines Balles "ungeschadet" an dieser Wiese vorbei, wichtig ist allerdings dabei, dass wir mit dem Kopf auch bei Satoo sind und nicht irgendwie bei rudelfremden Mitspaziergängern.

Von der anderen Seite siehts inzwischen so aus, dass es auch mit Zurückkommen funktioniert, wenn man den Ball direkt in den Gefahrenzone Nummer 1 wirft:




Und zu guter letzt ein Video als "Beweis" dafür, dass das Sitz-Bleib auch unter hoher Reizlage funktioniert, zwar noch nicht völlig fehlerlos, aber das ist auch Tagesform abhängig:


lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#57von roter Milan » Di 16. Nov 2010, 10:42

16.11.2010 - Woche 17


Heute Nacht hat es geschneit, naja der Schnee ist sehr nass und warm, aber immerhin bleibt er etwas auf den Wiesen liegen! Sowohl mich als auch Satoo hat es gefreut, Peter muss heute leider arbeiten, sonst hätten wir auch ein Video. Anscheinend sind in den kühleren Jahreszeiten die richtigeren Betriebstemperaturen für Satoo, was sehr gut passt, wir mögen den Sommer nämlich auch nicht so wirklich, zumindest wenn die Temperaturen deutlich über 25°C steigen.

Allerdings war heute nach langer Zeit mal wieder ein Tag, wo Satoo mich völlig ausgeblendet hat :dash1: Zuerst lief er im Freilauf noch neben dem Weg hin und her und völlig ausgelassen (junger Hund und erster Schnee der Saison halt). Er schaute da auch noch völlig in welche Richtung ich ging und hielt irgendwie Kontakt. Tja bis es zuviel Reiz für den Hund wurde :biggrinn: er blendet mich aus und düst ab. Auf meinen Pfiff kam natürlich keinerlei Reaktion, zumindest habe ich keine sehen können, denn ich bin einfach weitergegangen. Nach dem ich so ziemlich aus seinem Sichtfeld verschwunden war, hab ich dann nochmal gepfiffen - seine Reaktion bestand darin: war da was? Nö kann gar nicht sein. :dash1:

Ich war schon fast an der nächsten Kurve (also wirklich völlig aus seinem Gesichtsfeld raus, weil Haus und Hügel die Sicht versperren), als dem Herr Hund anscheinend einfiel: oh scheiße, da fehlt jemand. Er kam nach, aber anstatt zu mir zu kommen (okay hab da auch kein Kommando gegeben sondern bin stur meinen eigenen Weg gegangen) läuft er auf die andere Wiese, holt auf, läuft parallel zu mir und überholt mich dann, läuft weiter und weiter. Aber diesmal hatte er mich wohl nicht völlig ausgeblendet, als ich mich nämlich versteckt habe (nein davor gibts keine Verstecke für mich und leider hab ich noch keinen Harry-Potter-Tarnanzug gefunden), kam er postwendend und stürmisch mich suchen :dash1:

Danach war er wieder völlig bei mir und achtete auf mich - so wie sich das halt gehört.

Noch kurz zur Info: diese Szenen spielten sich nicht an der Abdüswiese ab sondern davor.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#58von roter Milan » Mo 22. Nov 2010, 11:27

22.11.2010


Wie sich gezeigt hat, war der "Vorfall" am 16. nur der Auftakt zu einer Woche, wo ich mal wieder völlig an mir und meinen Fähigkeiten/Fertigkeiten gezweifelt habe - ja stellenweise habe ich mal wieder Satoo für seine Unabhängigkeit und seine Schläue verflucht. Manchmal aber wirklich nur manchmal frage ich mich in der Tat, ob ein gebrochener und völlig unselbständiger Hund nicht doch erwünschenswert wäre. Aber diese Momente halten zum Glück nie wirklich lange an und ich bin nach wie vor völlig davon überzeugt, dass mir ein "unabhängiger" und selbstbewußter Hund deutlichst lieber ist :D Ist halt wie mit allem auf dieser Welt: es hat alles seine Vor- und Nachteile. Aber zurück zur letzten Woche.

Hätte ich jeden Tag geschrieben, wären es Wiederholungen ohne Ende geworden. Es gab keine Morgenrunde, auf der Satoo nicht abgedüst ist. Allerdings weiß ich, dass er mich nicht aus den Augen lässt und mich schön austrickst. Er weiß auch, was der Pfiff oder das "hier" bedeutet, nur hat er mich nicht mehr für voll genommen. Grund wie schon immer bei Sammy in solchen Situationen: Kopfarbeit und Unterordnung wurden geschludert. Wir hatten ja das Training nur noch mit Spiel verbunden und das sonstige Training mehr oder weniger ausfallen lassen. Böser Fehler! Soweit ist Satoo noch nicht und ich nehme auch mal an, dass er nie soweit sein wird. Der Fraggle braucht seine Dosis Training einfach. Also soll er es auch kriegen.

Achja die Tipps von wegen: Rudelausschluss, Weggehen, Verstecken ... hab ich ausgetestet und es sah wie folgt aus.
1) Rudelausschluss: nur kurzfristigen Erfolg, habe ich wohl nicht gut genug praktiziert oder nicht lange genug durchgehalten
2) Weggehen und Verstecken:
jeweilg beim erstmaligen Einsatz großer Erfolg. Ab dem zweiten/dritten Mal hatte es Satoo raus, sich so zu stellen (auf Anhöhung), dass er das umliegende Gelände gut einsehen kann. Er machte wie gewohnt Richtungswechsel sofort mit, lief dabei teilweise vor und zurück. Verstecken wurde ins "Spiel" mit eingebracht. Einen Morgen stand er dann nämlich plötzlich hinter mir, schaute mich an und der Gesichtsausdruck und seine Körpersprache sagten deutlich: hab dich! und jetzt bin ich wieder weg, tschüssi, fang mich doch! Ich weiß doch eh, wo du steckst! :dash1:

Unser Hund ist schlau, keine Frage und für diese Schlauheit liebe ich ihn ... aber manchmal verfluche ich sie auch :D


Heute morgen hat Satoo dann wieder seine Portion Training erhalten und es war ein Spaziergang ohne tschüss und schnickschnack. Ich habe ihm richtig angemerkt, dass heute morgen für ihn schön und er mit dieser Mischung völlig zufrieden war. Er hat keinerlei Anstalten gemacht, zu verschwinden - hat zwar zwischendurch geschaut und auf Fremdgeräusche reagiert, aber nie mit abdüsen sondern lediglich mit Anzeigen der Richtung durch Hinschauen. Also wie gehabt :jc_doubleup:

Was lernt Frau daraus:
Achte auf die Dosen Kopfarbeit, Unterordnung, Spiel ... dann klappt das auch mit Satoo :boys_lol:
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#59von roter Milan » Fr 26. Nov 2010, 12:35

25.11.2010 - Woche 17


Gestern haben wir gemerkt, wie wichtig auch die Reihenfolge von Unterordnung und Spiel ist. Wir sind auf die wahnsinnige Idee gekommen, Satoo zuerst laufen zu lassen und dann erst zu trainieren. Lernerfahrung des Tages: böööööööööser Fehler! Satoo hat mal wieder die Mittelkralle gezeigt und Tschüss gesagt, diesmal hat er uns aber mal wieder völlig ausgeblendet und er hat uns in keinster Weise im Blick behalten :shok: Der Spaziergang war dann auch relativ schnell beendet.


26.11.2010


Da wir ja doch irgendwo lernfähig sind - :boys_0275: okay manchmal brauchen wir mehrere Miserfolgserlebnisse - gabs heute erst Unterordnung, schon auf dem Weg zu den Wiesen. Dadurch das Schnee liegt (mußten heute sogar schon schneeschaufeln), war die Reizlage enorm bei Satoo und wir hatten etwas zu kämpfen. Der Erfolg war dann, dass Satoo auch den Freilauf, die Reizangel und das Ballspielen genießen durfte. Leider hatten wir die Kamera nicht dabei, aber wir haben gelacht. Unser Hund findet Schnee ab dieser Höhe sehr klasse, die Nase war nur auf dem Boden (aber nicht wegen Fährte sondern wegen Schnee), toben mit uns war klasse usw. So kenne und mag ich Hunde im Schnee: ausgelassen, verspielt und lustig. Aber der Hammer schlecht hin und das habe ich so noch nie erlebt: Auf dem Rückweg fing Satoo plötzlich an, auf dem festgefahrenen Schnee zu kratzen und ihn abzuknabbern. Aber damit nicht genug, der schmeißt sich plötzlich auf die Seite, kugelt sich hin und her, kegelt fast Peter die Füße weg und will gestreichelt werden. Direkt daneben war ne Wiese mit lockerem Schnee, daaaa hätte ich das Verhalten ja noch als völlig normal empfunden - aber auf dem festgefahrenen Schnee???? Unser Hund ist ein Clown und merkwürdig :boys_lol: Wäre er aber anders, würde er nicht zu uns passen :D
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#60von roter Milan » Di 28. Dez 2010, 12:37

28.12.2010 - 6. Monat


Na dann will ich euch mal nach gefühlten Ewigkeiten wieder auf den laufenden Stand bringen.

Jerry gewöhnt sich inzwischen immer mehr an Satoo und läuft mittlerweile relativ offen die Treppe hoch und runter. Bei direktem Kontakt (etwa 1m Abstand) wird zwar noch geknurrt und gefaucht, aber Satoo weiß damit sehr gut umzugehen. Das Weglaufen in völliger Panik hat sich bei Jerry schon gut gelegt, er läuft zwar noch teilweise vor Satoo weg, aber schon lange nicht mehr so panisch und blind. Es wird, wenn man mal bedenkt, dass Jerry diesen Stand bei Sammy nie erreicht hat.

Bei Begegnungen mit anderen Hunden machen wir je nach Hund große, kleine oder gar keine Fortschritte. Aber inzwischen lässt er sich auch bei ihm völlig fremden Hunden erheblich besser unterbrechen (wir haben das Abbruchsignal auf Schluss umgestellt); allerdings sind wir noch weit davon entfernt jedem Hund einfach mal so gegegnen zu können, geschweige denn an seinem Erzfeind (JRT) kommentarlos vorbeizukommen. Geduld ist halt gefragt.

Freilauf ist vollkommen gestrichen, nachdem unser Hund meinte, uns verlassen zu dürfen. Somit war Satoo den gesamten letzten Monat an der 1-3m Leine, selbst schuld. Letzte Tage hatten wir ihn mal wieder an der Schleppleine, quasi als Belohnung, das hat er auch genossen - aber regelmäßig wird da im Moment nix draus, ist er mit seinem Kopf nicht völlig bei uns, bleibt er an der kurzen Leine. Ob er daraus was lernt? Keine Ahnung, ist mir ehrlich gesagt auch schnuppe, ich hab auf jeden Fall keinen Bock im Moment, dass er mir auf ner Fährte vom Reh volle Kanne in die Schlepp läuft ... daraus lernt er nämlich überhaupt nix. Wir werden auch wieder voll bei Null anfangen, besser ist das; will heißen: Schleppe dran und zwischen Peter und mir hin und her schicken, an der Schleppe im Nahbereich spielen etc. pp.

Hinter mir laufen wird gerade etabliert, hat sich in manchen Situationen als sehr wertvoll erwiesen - allerdings bin ich nach wie vor kein Freund davon, den Hund dauerhaft hinter mir zu lassen, den Sinn werd ich nie davon verstehen, muss ich aber auch nicht, ist halt nicht mein Weg.


Das wars erstmal soweit, vielleicht fällt Peter ja noch was ein, was sich im letzten Monat noch so getan hat. Die Berichte werden wir wahrscheinlich ab jetzt eh monatlich abliefern, tut sich ja nicht mehr allzuviel Neues, Routine kehrt GsD ein und wir spielen uns immer mehr ein. Sollte natürlich was Spannendes oder Sonstiges passieren, erfahrt ihr sofort und auf der Stelle davon ;)
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#61von roter Milan » Do 20. Jan 2011, 00:35

Planung für den 7. Monat


Tja nun haben wir das erste Halbjahr mit Satoo voll und ich kann nur sagen: GsD haben wir uns gegenseitig gefunden.

Klar gab es zwischendurch Phasen, wo ich den Spass teilweise/ganz verloren hatte und die Ausbildung von Satoo eher Arbeit als Hobby war. Aber diese Phasen gehören auch irgendwie dazu und wir (Satoo und ich) haben inzwischen den Spass aneinander wiedergefunden. Irgendwann kam einfach nach den ganzen Erfolgen und schnellen Fortschritten die Phase des Stillstandes und der gewaltigen Rückschläge, aber die gehören einfach dazu. Dazu kam dann auch noch ein gewisser Erfolgsdruck, den ich mir selbst aufgebaut hatte - die Realität blieb auf der Strecke und ich wollte zuviel auf einmal. Nachdem mir das bewußt wurde und wir Satoo fast wieder genullt haben, wurde es zunehmend besser und der Spass kam wieder in den Vordergrund. Und was soll ich sagen: seitdem der Spass wieder da ist, klappt das natürlich auch wieder besser mit Satoo und die Fortschritte sind wieder greifbar. Manchmal macht Mensch es sich einfach selbst und vor allem völlig unnötig selbst verdammt schwer.

Die Ausbildung von Satoo umfasst jetzt lediglich 3 Dinge:
1) die Festigung von den Grundbefehlen (Sitz, runter, bei Fuß, rechts, rüber, hinter), Umstellung auf futterfreies Loben
2) Rückruf neuaufbauen (durch die Ablenkung des Schnees steht der Punkt aber noch was hinten ran, der Rückruf wird bis auf weiteres nur an der Lederleine gefestigt; Ausnahme stellen schneefreie Tage dar)
3) Begegnung mit anderen Hunden

Um die Fortschritte bei den Hundebegegnungen für uns besser verfolgen zu können, funktioniere ich einfach das Tagebuch etwas um :D Es wird ein Tagebuch über die Begegnungen mit Beschreibungen der anderen Hunde, unserer Vorgehensweise und die Reaktion von Satoo. Wundert euch nicht, Peter und ich haben dabei etwas unterschiedliche Herangehensweisen, aber so ist das nun mal in der Hundeausbildung: Ausbildung von Individuen durch Individuen ;)

Damit ihr euch in etwa ein Bild von den anderen Hunden machen könnt, ihr eine kurze Beschreibung der uns bekannten Hunde, die auf unserer Strecke schon mal unterwegs sind:
1) Zürcher Hündin (Z.H.) :



2) w. Hündin (w.H.):



3) BC-Hündin:



4) Cockerrüde (CR):



5) Fußhupe (nett gemeint;) ):



6) Blinky:



7) JRT-Rüde:




Fremde Hunde:
Prinzipiell soll Satoo in solchen Situationen kommentarlos am Rand sitzen bleiben, auf Ansprache den Blickkontakt zu mir suchen und den anderen passieren lassen. Langfristiges Ziel ist natürlich das normale aneinander vorbeigehen, aber das wird erst in Angriff genommen, wenn die uns bekannten Hunde einfach so passieren können.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#62von roter Milan » Do 20. Jan 2011, 15:33

19.01.11 - eine Begegnung mit fremden Hund auf der Abendrunde


Insgesamt fast das Ziel erreicht :D

Leider konnte ich das Fixieren nicht unterbinden, weil ich die Taschenlampe verstauen, die Robbi-Dog-Tüte hinlegen und die Leine verkürzen mußte. So hatte sich Satoo schon etwas in den Reiz "Hund" gesteigert, aber dafür war sein Verhalten fast perfekt. Er blieb die ganze Zeit auf seinem Hintern sitzen, schaute dem anderen zwar nach, aber es gab nur ein kurzes Anspannen des Körpers und kein ich springe sofort derbe in die Leine. Auch gab es kein Geknurre, Gefiepe, Gebelle oder ähnliches - nur ein leises Knurren ganz am Anfang, was lediglich zu fühlen aber nicht zu hören war.

Meine Aktionen bestanden darin, dass ich ihn mit dem Arm vor der Brust berührt habe und bei dem ersten kleinen Anspannen und Knurren in der Brust mit "Schluss" gestoppt habe. Blickkontakt mußte ich massiv einfordern, in dem ich seinen Kopf zu mir rumgedreht habe - keine Bange, natürlich habe ich die normale Richtung gewählt ;) :D

Ich konnte sogar den anderen HH begrüßen, ohne dass Satoo doch noch in die Leine gegangen ist, was er sonst schon mal gemacht hat/macht.

Alles in allem eine sehr gute Begegnung.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#63von roter Milan » Do 20. Jan 2011, 22:11

20.01. - 1 Begegnung mit ZH auf der Abendrunde


Es schneite und unser Hund hat mal wieder viel Gelerntes mit dem Wort "Schnee" überschrieben :D Langsames auf die Hündin zugehen: nix drin. Aber die Korrektur mit Rückziehen ins Sitz reichte aus: Satoo wartete von sich aus auf die Freigabe und ging dann auch langsam zum Besi hin.

Alles in allem: durchwachsen
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#64von roter Milan » Sa 22. Jan 2011, 22:15

22.01. - je 1 Hundebegegnung auf Morgen- und Abendrunde


Insgesamt sind wir heute glatt durchgefallen mit kleinen Teilerfolgen :D Wobei das Erlebnis auf der Morgenrunde zeigte, dass das Pöbeln sehr wenig mit dme Faktor Mensch am anderen Ende der Leine zu tun hat, aber lest und beurteilt selbst.

Morgenrunde: CR

Nach dem Spaziergang war ich noch im Dorfladen einkaufen, da Satoo diese Situation auch meistern muss und auch kann, binde ich ihn immer vorm Geschäft an - und nein hier werden keine Hunde geklaut. Als ich raus kam, ist CR mit Besitzern vorbeigegangen und ich seh Satoo nur noch in die Leine springen und anfangen zu pöbeln. Darauf kam dann ein "Schluss" aus 1m Entfernung von mir, was Satoo mit ducken und kurzfristigem Aufhören quittierte. Allerdings dauerte dieses Stadium nur etwa 2-3 Sekunden und der Herr fing wieder an, aber sprang nicht mehr in die Leine und war nur noch auf 100. Auf "Sitz" wurde sofort gehört, auf nochmaliges "Schluss" wurde aus Bellen ein Janken, Fiepen, Meutern.



Abendrunde: fremder Hund

Der Anfang war eigentlich sehr viel versprechend. Ich hatte durch Zufall Satoo eh hinter mir und konnte ihn so gut zur Seite bringen und ins "Sitz" verfrachten (einmaliger Befehl reichte aus). Auf "guck mich an" wurde sogar sofort der Kopf gehoben und Blickkontakt gesucht, allerdings mußte ich beim zweiten Mal "guck mich an" schon deutlicher werden. Und dann hab ich den Fehler begangen und hab ihm (warum auch immer) die Sicht komplett versperrt. Mache ich sonst nie, weil Satoo dann immer besonders hochdreht, wenn der Hund plötzlich in sein Sichtfeld kommt. Keine Ahnung wieso er so bei mir reagiert, Peter blockiert den Sichtkontakt stets und bei ihm bleibt Satoo auch dann ruhig, wenn der Hund plötzlich für ihn auftaucht (entweder pöbelt er durch oder ist von A-Z ruhig bei Peter). Mein zweiter Fehler war, dass ich Satoo direkt am Halsband hatte und nicht wie sonst an längerer Leine. Beides Faktoren, die dazu führten, dass Satoo hochdrehte und stark anfing zu pöbeln. Allerdings war er nach 5 Sekunden etwa völlig ruhig, schnüffelte zwar noch wie wild und schaute in die Richtung, in die der andere gegangen war - aber er war ruhig und ging auch anstandslos mit mir weiter. Ganz am Anfang mußte ich ihn in solchen Situationen weiter ziehen, weil er immer nach wollte. Also insgesamt waren Fortschritte zu sehen, aber unser Lernziel haben wir nicht erreicht, wäre auch zu viel erwartet :D
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#65von roter Milan » Mo 24. Jan 2011, 20:28

24.01. - eine Hundebegegnung (Zürcher Hündin) Nachmittags


Seit heute Nachmittag bin ich am Überlegen, ob wir nicht eventuell einen neuen Trainingsansatz haben, zumindest für die Hunde, bei denen Satoo nicht mehr völlig austischt.

Ich war heute Nachmittag mit Satoo bei den Altglascontainern, die Taschen gebe ich nach Leerung immer Satoo zum Tragen, was mehr oder weniger funktioniert, ist halt noch viel Spiel für ihn und die ganze Strecke nach Hause funktioniert noch nicht.

Uns kam ZH auf dem Rückweg entgegen und ich mußte feststellen, dass unser Hund einen Bogen laufen kann und somit nicht auf Frontationskurs geht. Es gab auch kein Ziehen, kein Pöbeln (okay gibt es bei der Hündin eh nicht mehr), Satoo interessierte sich lediglich für seine "Beute" Taschen.

Und nun bin ich am Überlegen wie ich diesen Umstand nutzen könnte. Auf der einen Seite geht er so vernünftig an anderen Hunden vorbei, was ja absolutes Ziel für uns ist. Auf der anderen Seite sind solche Hilfsmittel absolut zweischneidig. Ständig was mitschleppen, was Satoo tragen kann? Für den Fall, dass man mal eventuell alle Schaltjahre einen Hund trifft, wo er die Beute auch behält? Wobei wir auch meistens irgendein Spieli dabei haben. Wir hatten dieses Trainingsansatz auch schon mal mit seinem Futterbeutel, den hat er aber nicht am anderen Hund vorbei getragen, sondern ausgespuckt und gepöbelt. Also ist Beute nicht wirklich für alle Situationen ein geeignetes Hilfsmittel. Der Faktor Ablenkung vom Reiz trifft zwar nicht wirklich zu, weil wir ja weiterhin dem Reiz entgegen gehen würden und er den anderen Hund bewußt wahrnehmen würde. Wie würde der Abbau dieses Hilfsmittel aussehen, denn ein Lebenlang ist das für mich kein Weg? Ihr seht schon Fragen über Fragen und Gedanken über Gedanken.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#66von roter Milan » Sa 29. Jan 2011, 13:31

29.01.11 - 2. Tierarztbesuch


Keine Panik war nix besonderes, sondern war lediglich nen Termin für die Tollwutimpfe und Krallenschneiden.

Interessant war aber für uns, dass Satoo wirklich etwas scheu ist, was Fremde angeht, vor allem, wenn die Hand von oben auf den Kopf geht.
Ansonsten machte er alles anstandslos mit, schaute zwar was passiert, aber das empfinde ich als normal und würde ich einem Tier auch nie wirklich verwehren. Wir wollen ja schließlich auch wissen, was mit uns beim Doc passiert, also wieso nicht auch das Tier - schließlich kann er nur so verstehen, dass zwar an ihm rumgedoktert wird, aber nix schlimmes passiert im Normalfall.

Ich bin nach wie vor völlig begeistert von der Praxis, die Damen nehmen sich immer viel Zeit und klären richtig super auf.

Eine Sache ist mir heute morgen aufgefallen, die wir beim Medical-Training vergessen haben: das Hochnehmen und auf nen Tisch stellen. Haben wir zwar heute nicht gebraucht, wurde alles auf dem Boden gemacht, aber für die Zukunft sollten wir a) wissen wie Satoo auf diese Situation reagiert und b) eventuell trainieren, dass er dabei ruhig bleibt. Das Hochnehmen ist dann aber eher Training für Peter - 30kg krieg ich dann doch nicht nach oben gehieft, wenn Satoo unruhig werden sollte.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#67von roter Milan » So 30. Jan 2011, 17:35

30.01.11 - 1 Hundebegegnung auf der Morgenrunde mit fremden Hund


Durch verschiedene Diskussionen mit Martin (Hoss) und Peter bin ich im Moment am Überlegen, ob Ablenkung mit Hilfsmitteln bei Hundebegegnungen nicht hilfreich wäre. Ganz abgeschlossen ist meine Meinungbildung dazu noch nicht, aber heute morgen wollte ich es ausprobieren. Da ich aber noch nicht wirklich hinter dieser Methode stehe und auch noch nicht so wirklich den Ablauf für mich klar habe, ging diese Methode heute morgen gleich auch etwas schief - zumindest was mein Verhalten angeht ;) Satoo hat die Situation vollkommen super gemeistert und sich eine glatte 1 heute morgen verdient :67:

Zuerst wollte ich Satoo mit Leckerchen ablenken - Reaktion gleich null, was aber eindeutig an meiner Nervosität lag. Ich war total unsicher, hampelte rum wie doof und wußte nicht, was ich tun soll :boys_lol: Satoo hampelte an mir vorbei, schielte an mir vorbei, Blickkontakt zu mir gleich null.
Dann bin ich zu meiner bewährten Methode übergegangen und hab ihn absitzen lassen. Er fixierte zwar den anderen Hund noch, der frontal zu uns in 2m Abstand stand, aber pöbelte nur Anfangs ein Wenig. Und da ich ja nun auch lernfähig bin, hatte ich im Gegensatz zur vorletzten Hundebegegnung die Leine locker und meine Hand nicht an seinem Halsband sondern an seiner Brust. Ergebnis: Satoo saß auf seinen 4 Buchstaben, schaute zwar den anderen Hund an, aber blieb ruhig.

Was lernt Kleintanja raus ;) : ne Methode erst anwenden, wenn ich den Ablauf für mich klar hab und auch wirklich nen Sinn hinter sehe. Und für die Zukunft hab ich mir nochmal dick und fett hinter die Ohren geschrieben: lass die Hand vom Halsband und leg sie vor seine Brust!
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#68von roter Milan » Mo 31. Jan 2011, 10:48

31.01.11 - 1 Hundebegegnung auf der Morgenrunde mit der weißen Hündin


Für viele wird diese Begegnung nicht spektakulär sein, mir hat sie gezeigt, welche Fortschritte wir schon gemacht haben.

Die Hündin war vor der Bäckerei angebunden und früher wäre kein Vorbeikommen gewesen, ohne dass Satoo stehen geblieben wäre und gepöbelt hätte. Heute morgen sind wir einfach so an ihr vorbeigekommen :biggrinn: Kein Tamtam, kein Fixieren, nada niente rien, es war keinerlei Korrektur fällig. :good: So kanns weiter gehen!
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#69von roter Milan » Fr 4. Feb 2011, 20:04

04.02.11 - Hundebegegnung mit Zürcher Hündin auf der Morgenrunde
und Neues von der Jerry-Front


Heute morgen hatten wir eine sehr gute Begegnung, die wieder gezeigt hat: jupp es wird. Was hier im Dorf fehlt (okay teilweise absichtlich, weil ich die Stoßzeiten meide) sind halt Trainingspartner. Die Stoßzeiten sind halt blöd, weil dann gleich 3 oder 4 Hunde auf einmal unterwegs sind und aus 3 Richtungen auftauchen - zuviel Stress im Moment sowohl für Satoo als auch für mich. Aber zurück zu heute morgen.

Ich hab den Besitzer und die Hündin schon von weitem gesehen, Satoo auch. Daraufhin kam dann aus dem Bauch raus "hinter" von mir, was Satoo nach einer Wiederholung auch getan hat - er blieb sogar anstandslos und ganz ruhig hinter mir, bis ..., ja bis ich 2 Fehlerchen gemacht habe: zum Einen hab ich körpersprachlich durch Drehen des Oberkörpers eine Seite freigegeben und zum Anderen hab ich dann auch noch "gut" gesagt, also quasi ein Auflösungskommando gegeben. Daraufhin ist Satoo dann mal wieder stürmisch zum Besitzer gerannt. Blöd dass Frauchen auch immer so freundlich ist und die Leute grüßt :D


Jerry und Satoo verarschen uns volle Kanne, wobei Jerry es inzwischen mehr und mehr aufgibt :D Der Herr Kater wird inzwischen kackendreist, anders kann man es schon nicht mehr bezeichnen. Der Kater liegt zum Beispiel auf der Decke von Satoo im Wohnzimmer und pennt, während Satoo mal grad 2m entfernt liegt. Oder der Kater schleicht sich in kurzer Entfernung hinterm Hund vorbei, läuft rund ums Wohnzimmer, um dann - man stelle sich das mal vor - an den Wassernapf vom Hund zu gehen und zu saufen. Auch in die Küche laufen, um zu fressen und das obwohl Satoo im Wohnzimmer liegt, funktioniert. Sorry aber Jerrys Theater a la Fauchen und Motorradnachahmen kann ich nicht mehr ernst nehmen. Soll Satoo doch vor ihm sitzen und fiepen oder ihn quer durch die Wohnung jagen - ist eh alles nicht mehr ernsthaft sondern viel mehr ein Spiel zwischen den Beiden. Auch ist es wunderschön die Kommunikation zwischen Hund und Katze in dem Falle zu beobachten, ist nochmal völlig anders als zwischen Satoo und den beiden "Kleinen". Aber das kann ich leider nicht so gut beschreiben :D ihr müßt mir einfach glauben ;)
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#70von roter Milan » Mi 9. Feb 2011, 09:57

08.02.11 - 1 Hundebegegnung mit Cockerrüden am Nachmittag
1 Hundebegegnung mit Zürcher Hündin und 1 Hundebegegnung mit Border-Hündin auf der Abendrunde


Wieder nix Spektakuläres, aber man hat wieder deutlich die Fortschritte bemerkt und deswegen :67:

Nachmittags lief der CR hinter uns her, Entfernung war etwa 50m. Früher hätte Satoo Theater ohne Ende gemacht, ich hätte ihn hinter mir herziehen müssen mit Gewalt. Aber gestern reichte ein "Nei, ist uninteressant", als Satoo nach hinten schaute und stehen bleiben wollte, und Herr Hund ist artig weitergelaufen mit Blickrichtung in Gehrichtung - Jawoll.


Die beiden anderen Begegnungen wird Peter nachher beschreiben (er war nämlich allein mit Satoo unterwegs), aber vorweg schon mal so viel: war super.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#71von roter Milan » Mi 9. Feb 2011, 10:09

09.02.11 - Zürcher Hündin auf der Morgenrunde


Hat es gestern vorzüglich geklappt, so hat Satoo heute morgen mal wieder angetestet, ob es wirklich langsam gehen muss. *augenroll* :dash1:

Ich hatte unsere neue Errungenschaft, die Beißwurst, dabei. Ziel ist es, dass Satoo die Beißwurst über längere Strecken zuverlässig trägt und sie für ihn ein supertolles Spielzeug wird, aber das ist das langfristige Ziel. Da wir das Teil erst seit gestern haben, sind wir davon natürlich noch Ewigkeiten entfernt. Satoo spielt und zerrt damit total gerne, aber nur kurzfristig und beim Tragen sind die Entfernungen noch sehr unterschiedlich und eher kurz als lang - aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Tragen in hoher Reizlage ist im Moment auch noch völlig ungewiss, aber auch das ist normal: vor einigen Wochen klappte das ja hervorragend mit der Einkaufstasche und einer Hundebegegnung. Heute morgen hat ein sich bewegendes Kind gereicht, dass Satoo die Wurst wieder ausgespuckt hat - hatte sie ihm extra ne Sekunde früher gegeben, damit er sie am Kind vorbeitragen kann - tja war wohl nix. Und völlig uninteressant war die Wurst, nachdem Satoo die Zürcher Hündin gesehen hatte.

Aber nun zu der Begegnung heute morgen: Satoo lief vor mir an der Leine und erspähte wohl ziemlich zeitgleich mit mir die Hündin. Der Rückruf klappte dennoch sehr gut, worauf ich auch etwas stolz bin ;) , aber dann zog Satoo wieder total an der Leine. Also hab ich ihn wie früher absitzen lassen, kein Ding einmal gesagt sofort getan. Beim Weitergehen war Satoo allerdings sofort wieder am ziehen :dash1: Also wieder absitzen lassen, auch wieder prompte Ausführung, aber diesmal hab ich ihn sitzen lassen und ihm den Weg nach vorne mit dem ausgestreckten Arm versperrt. Und siehe da: Hund blieb sitzen bis Freigabe erklang, zappelte nicht rum, machte nix. Der Fraggle wollte mich einfach mal wieder testen, ob das von gestern heute auch noch gilt. Tja Junge, in solchen Situationen gilt das heute, morgen und in alle Ewigkeit - armer Satoo :boys_lol:
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#72von roter Milan » Do 10. Feb 2011, 12:28

10.02.11 - 2 Hundebegegnungen auf der Morgenrunde


Entweder ist das der Sturm vor der Ruhe oder ich weiß es nicht. In schlauen Büchern und Beiträgen von erfahrenen Hundehaltern/-trainern kann man lesen, dass es beim Training eine Phase gibt, in der sich Fehlverhalten noch mal massiv steigert, um dann völlig abgestellt zu werden. :16: Hoffentlich sind wir jetzt in dieser Phase und nicht nur in einer Rückschrittsphase! Als Alternative zu der Phase käme in meinen Augen nur noch die Beißwurst als Auslöser in Frage, denn sonst ist alles beim Alten. Die Beißwurst schließe ich aber eigentlich aus, denn Satoo kommt nach dem Spiel runter und ist relaxt; auch hatte ich die BW in der Hand während den Begegnungen. Kann natürlich sein, dass das Festhalten der BW meine Sprache schwammiger macht. Aber wie schon geschrieben - eigentlich schließe ich das aus.

Seit gestern Morgen laufen Hundebegegnungen wieder schlechter ab, zumindest muss ich deutlicher korrigieren, damit Satoo meine Ansage umsetzt.

1. Hundebegegnung mit fremdem Hund:
Dem anderen Hund begegnen wir in unregelmäßigen Abständen, wenn er mit seinem Frauchen und einer Bekannten auf unserem Weg joggt. Dabei hören wir den anderen Hund schon von weitem, weil er ziemlich viel am Kläffen ist, vor allem wenn ihm was unheimlich ist. Der andere Hund hat auch Schiss vor größeren Hunden. Alles in allem keine wirklich guten Voraussetzungen für Satoo, weil er durch das Gekläffe schon auf Habacht gesetzt wird obwohl er den anderen Hund noch nicht mal erschnuppert hat. Heute morgen ist er auch prompt ohne den anderen zu sehen in die Leine geprescht und seine ganze Körpersprache sagte: ich will hin, da ist was, los, ich will hin und zwar SOFORT und PRONTO!. Ich hatte also schon ausreichend damit zu tun, dass Satoo vernünftig hinter mich geht und dort auch bleibt. Absitzen klappte mehr schlecht als recht, Hand vor der Brust reichte als Korrektur nicht aus, kurz gesagt: es war Chaos, er sprang hoch, bellte, schauderhaft. Auch als der Hund schon weg war, mußte ich deutlich in meinen Ansagen werden, bis Satoo vernünftig mitging, heißt Richtungswechsel bis seine Aufmerksamkeit mal wieder auf mir lag.

2. Hundebegegnung mit Erzfeind:
Diese Begegnung kam gut ne halbe Stunde später als die erste, Satoo war eher im "ich-bin-total-fertig-Bereich" als in hoher Reizlage.
Wir biegen ins Dorf ein, ich und Satoo sehen gleichzeitig den Jack-Russel. Meine Reaktion war eher: okay, nehmen wir den auch noch mit, ist ja ausreichend Platz zwischen. Satoos Reaktion bestand aus: ich springe mal in die Leine und versuche in alter Manier wie dolle zu ziehen, allerdings ohne zu bellen oder ähnliches. Also bin ich umgekehrt, hab ihn mitgezogen und nachdem er immer wieder an mir vorbei wollte, gabs nen Rumreißer von mir über Leine und Halsband. Absitzen klappte wieder mehr schlecht als recht, aber er saß kurzfristig, bis der Erzfeind wieder in seinen Blickwinkel kam - vom Kommando her kein Ding, weil in solchen Situationen gibts von mir kein Bleib. Auf meine Hand vor seiner Brust hat er in den ersten Sekunden noch reagiert und blieb ruhig. Dann wollte er wieder an mir vorbei :ohman: Worauf hin ich ihn vorne am Gesicht hochhob und ihn, während ich ihm in die Augen blickte, nach hinten schob. Nach Blickkontaktaufnahme von Satoo zu mir, hab ich ihn wieder runtergelassen, Satoo setzte sich sofort von sich aus hin und blieb ruhig. Die Sache war geregelt, selbst beim Weitergehen hat sich Satoo nicht einmal nach dem JR umgeschaut, sondern lief einfach mit mir mit.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#73von roter Milan » Sa 12. Feb 2011, 13:18

12.02.11 - 3 Hundebegegnungen auf der Morgenrunde


Am Wochenende ist für uns die Wahrscheinlichkeit von Hundebegegnungen erheblich höher, weil wir später unterwegs sind - das hat sich dieses Wochenende auch mal wieder bestätigt. Da die 3 Hunde aber in großen Abständen passierten, konnte sich Satoo nicht von Hund zu Hund hochpuschen.

1) Cockerrüde

Ich habe den Besitzer mit dem Rüden schon von weitem gesehen, ohne dass Satoo vom anderen Kenntnis genommen hat, so konnte ich ohne Probleme ein Stück ins Gelände ausweichen. Für ein Treffen auf direktem Weg wäre die Distanz nicht hoch genug gewesen, traf sich also alles in allem sehr positiv.
Satoo stand neben mir und ich befand mich in der Hocke, den Arm als Barriere vor seiner Brust. Satoo drückte zwar relativ stark gegen den Arm als er den anderen Rüden sah, aber bis auf ein dunkles Wuff im Hals blieb er ruhig. Ich konnte sogar ohne zusätzliche Probleme den Besitzer grüßen.
Es war also eine sehr gute Begegnung :67: auch wenn ich mich mal wieder beim Griff in Richtung Halsband erwischt habe - diese reflexartige Bewegung muss ich dringends völlig abbauen.

2) weiße Hündin

Peter hatte Satoo im Sitz bei sich und forderte einfach zwischendrin die Aufmerksamkeit von Satoo ein. Satoo sah zwar die Hündin schon rechtzeitig, blieb aber im Sitz. Ein entscheidender Zeitpunkt ist bei Satoo ja immer das Grüßen von anderen Menschen bei solchen Hundebegegnungen, irgendwie nimmt er das Grüßen immer als Startzeichen. Heute war dies aber auch beim Besitzer der weißen Hündin problemlos möglich, Satoo blieb sitzen, schaute zwar aber war völlig relaxt für seine Verhältnisse. :67:

3) Zürcher Hündin

Die Hündin und ihr Besitzer näherten sich uns von hinten. Als die Hündin bellte, zuckte Satoo mit dem Kopf nach oben und schaute sich um. Früher wäre es jetzt so gewesen, dass wir Satoo hinter uns herziehen hätten müssen. Heute morgen reichte ein "komm weiter" aus und Satoo ging normal mit uns weiter. Er schaute sich zwar noch 2mal um, aber er kam weiterhin problemlos mit. Als der Besitzer uns eingeholt hat, blieb Satoo trotz langer Leine erstmal bei uns und ging erst dann langsam zum Besitzer der Hündin hin. Es gab keinerlei Gezerre zur Hündin. :67:


So doof die letzten Tage bei Hundebegegnungen waren und so deutlich meine Korrekturen sein mußten, so klasse war wieder heute morgen. Wir sind zwar noch weit vom Endziel entfernt, aber die Fortschritte sind deutlich zu erkennen und die Ziele je nach Hund auch schon erreicht (zumindest an einzelnen Tagen :D ).

:67: :jc_doubleup: :67:
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#74von roter Milan » So 13. Feb 2011, 14:57

13.02.11 - eine Hundebegegnung auf der Morgenrunde


Heute morgen haben wir die Zürcher Hündin mal wieder getroffen und zwar saß ihr Besitzer auf einer Bank und sie lag darunter. Da ich ja ab und an die Ziele höher setze, wollte ich heute den Kontakt vermeiden und Satoo daran vorbei führen. Ist leichter geschrieben als es war, es hat einige Korrekturen und Anläufe gebraucht, bis Satoo hinter mir herlief, aber ich habe mich durchgesetzt.


Und dann hatten wir eine Begegnung mit 3 Rehen, bei der ich vom Timing her völlig falsch war. Anstatt Satoo das Fixieren zu verbieten, hab ich die Rehe solange selbst fixiert bis Satoo in der Leine hing und den sich bewegenden Rehen nach wollte. :dash1: Auf das Hier-Kommando hat Satoo dann natürlich auch nicht mehr reagiert, was eine Sanktion von mir nach sich zog. Auf dem Rückweg habe ich Satoo dann wieder hinter mir geführt bzw. im Fußkommando gehabt, was mehr schlecht als recht funktionierte. Alles in allem mehr sehr schlecht als recht verlaufen ist diese Begegnung gewesen.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#75von roter Milan » Di 15. Feb 2011, 10:53

15.02.11 - Begegnung mit der Zürcher Hündin auf der Morgenrunde


Eigentlich war die Begegnung wie gewohnt positiv, allerdings war ich beim Einfordern meines "bei Fuß" nicht 100%ig konsequent, war zwar im Nachhinein ärgerlich, aber nicht wirklich weltbewegend - aber von vorne.

Da mir von vorne jemand entgegen kam, hab ich Satoo, der vor mir lief, ins Fuß beordert. Er hat sich auch postwendend auf meine linke Seite bewegt, allerdings war er mit der Aufmerksamkeit nicht völlig bei mir und die Position selbst für unsere Standards nicht genau ausgeführt. Grund: die Hündin näherte sich uns von hinten und Satoo wollte sie im Blick behalten. Allerdings ging er fast anstandslos (mußte bei Fuß nochmal wiederholen) mit und blieb dabei auch auf Kniehöhe. Als ich an der Straße stehen blieb, setzte sich Satoo auch sofort, allerdings wieder mit Blick zur Hündin. Streng genommen hätte ich das Umblicken nach der Hündin unterbinden müssen. Auf der anderen Seite blieb Satoo so lange sitzen, bis ich ihn freigegeben hab, um den Besitzer zu begrüßen. Die Hündin selbst hat er zwar mit einem Blick gestreift, aber das war es auch schon an Reaktion.
lg Tanja


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