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Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#1von roter Milan » Di 27. Jul 2010, 21:44

Da jeder Hund neue Herausforderungen an uns Menschen stellt und wir natürlich auch gerne darüber berichten, gibts diesen Thread. Falls ihr Fragen oder Anregungen habt, könnt ihr die gerne im separaten Thread stellen.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#2von roter Milan » Di 27. Jul 2010, 21:58

27.07.2010 - Tag 1



Schon während dem ersten Spaziergang heute morgen zeigte uns Satoo teilweise, in welchen Bereichen wir eine Auffrischung bzw. ein Lernen nötig haben. So haben wir zum Beispiel noch viel zu viel Wissen vorausgesetzt, müssen uns da wirklich zusammen reißen, damit wir ihn nicht total verwirren und überfordern. Konsequenz ist, dass in der nächsten Zeit die Spaziergänge weitest gehend ohne verbale Kommunikation ablaufen werden: es gibt lediglich "bei Fuß", um ihn zu uns zu rufen, und langsam - natürlich wird auch verbal gelobt ;) . Auch müssen meine Korrekturen noch deutlicher werden, Sammy hat da was angefangen, was Satoo weiterführt.

Beim Nachhause kommen zeigte sich dann auch schnell der Jagdtrieb, wobei er nicht wirklich gejagt hat sondern nur neugierig war - zum Glück sind 2 unserer Katzen total cool und gehen nicht sofort mit Karacho stiften, sonst wäre er vermutlich ins Jagen gekommen. So war er an der Leine, die Katzen in Sicherheitsabstand und alle haben sich begutachtet, erste Ansätze haben wir mit Deutlichkeit gestoppt - anscheinend mit den ersten Erfolgen. Selbst Jerry, unsere feige Socke, liegt heute Abend schon entspannt auf der Heizung während Satoo - mit Leine gesichert - am anderen Ende des Raumes den Tag verdaut.

Unsere Ziele für die kommenden Tage:
  • Leinenführigkeit von Satoo verbessern, richtiger Ansatz fehlt uns da aber noch
  • "bei Fuß" und "langsam" weiter etablieren
  • im Haus weiterhin das Zusammenleben mit den Katzen festigen, heißt in den ersten Tagen auch in der Wohnung Leinenknast - aber sicher ist sicher
  • Routine in das Zusammenleben reinbringen
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#3von roter Milan » Mi 28. Jul 2010, 10:49

28.07.2010 - Tag 2



Die erste Nacht bei uns war friedlich, Satoo war ruhig und hat keinerlei Versuche gestartet, die mangelnde Aufmerksamkeit auszunutzen. Er und die Katzen schliefen genauso friedlich wie wir. Satoo ist einfach ein klasse Hund, klar ist jetzt noch alles fremd und er wird, wenn er sich richtig zuhause fühlt, sehr wahrscheinlich nochmal alles in Frage stellen, aber vom Wesen ist er klasse. Fühlt sich schon pudelwohl und hat auch schon friedlich auf dem Rücken gelegen (nein wir haben ihn nicht gelegt ;) - Vorsicht Insider).

Die Morgenrunde war anstrengend, sowohl für Satoo als auch für meine Hände - Leinenführigkeit ist halt bei einem mittelgroßen Rüden nicht einfach. Aber auch dort gibt es schon Fortschritte zu vermerken.

Gestern habe ich noch geschrieben, dass Satoo Leinenknast auch im Haus hat - tja Bauchgefühl ist zuverlässig. Als wir wieder von der Morgenrunde zurück waren und sowohl Cäsar als auch Cleo total entspannt in Satoos Nähe lagen, sagte der Bauch mir: Leine ab. Erste leinenfreie direkte Begegnung lief auch gleich mit Schnüffeln ab. Die Katzen blieben cool und ließen es sich einige Zeit gut gefallen, gingen dann aber ihre eigenen Wege - etwas auf Abstand aber immer noch in Nähe des Sofas. Tja und Satoo: blieb ebenfalls cool, er ging zwar nach, aber er ging langsam und auch nur neugierig, keinerlei Jagdmotivation war da zu sehen, einfach nur: hui wer seid ihr, ich will euch kennenlernen. Und Jerry überrascht mich auch schon wieder gerade. Satoo liegt mit seinem Knochen hinter meinem Bürostuhl und Jerry hat sich ohne Probleme an ihm vorbei getraut.


Das Gefühl "es passt", was sowohl Peter als auch ich schon beim ersten Augenkontakt hatten, scheint sich zu bewahrheiten. Der Grundstock ist sehr viel versprechend und wir müssen einfach dran bleiben, auch in den Zeiten (sie werden unvermeidlich kommen) in denen er uns vermehrt austesten wird.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#4von roter Milan » Mi 28. Jul 2010, 21:09

Na dann will ich euch mal vom Rest des Tages berichten. In Anbetracht dessen, dass für Satoo noch alles fürchterlich aufregend und neu ist, hält er sich tapfer. Er nimmt einfach alles auf und ist neugierig auf alles.

Erstmal hab ich heute morgen das erste Lob für ihn bekommen, als wir vorm Amt auf Peter warteten. Es ist wie immer, kaum haste einen Hund kriegste Kontakt. Die Dame fand ihn schön und stolz, war ganz begeistert von ihm.
Am Nachmittag waren wir bei unserer Tierärztin, um ihm zu zeigen, dort gibts leckere Guetzi. Die Tierärztin war auch hin und weg, vor allem als er dann anfing ein Katzenspielzeug mit Federn zu inspizieren, sie meinte, sein Verhalten wäre wie bei einem 8 Wochen alten Welpen. Es sah einfach nur witzig aus, auch war schon zu sehen, dass er sich in unbekannter Umgebung an uns orientiert und auch gerne mit uns neues entdeckt.

Auf der Abendrunde haben wir dann auch das erste Mal an der Schlepp mit ihm gespielt. Nein, Schleppleinentraining machen wir noch nicht, aber der Hund ist 2 und braucht auch Spass im Leben, also muss ne Absicherung her, die ihm das ermöglicht. Er ist ein absoluter Kasper und verrückt wie ein Welpe. Rennt mit dem Ring weg, beißt vor lauter Übermut in die Leine (hört aber schon super auf das nei, wenns entsprechend rüber kommt) usw.

Auch der Freilauf in der Wohnung funktioniert so weit, er lässt sich gut stoppen. Für die Nacht lassen wir ihn erstmal frei laufen, bei der ersten Unruhe wird er aber angekettet - nachts ist schlafen angesagt und sonst nix, das soll er mal gleich lernen.


Kurz gesagt: es macht einfach Spass mit ihm und die Arbeit lohnt sich
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#5von roter Milan » Do 29. Jul 2010, 11:15

28.07.2010 - Tag 3



Die Nacht war wieder Leinenknast angesagt, er soll gleich lernen, nachts heißt es schlafen und nicht Katzen jagen. Tagsüber nähert er sich inzwischen sehr ruhig den Katzen, fordert sie sogar nach Hundemanier zum Spielen auf, aber die Katzen lassen ihn noch an der Mittelkralle verhungen. Allerdings suchen Cäsar und Cleo schon von sich aus Kontakt, allerdings wird er ihnen dann schnell zu stürmisch. Aber das wird er schnell lernen. Vor Jerry scheint er Respekt zu haben, der hat ihm auch als erstes gezeigt, auf Fauchen folgt bei Näherkommen Kralle im Gesicht. Es funktioniert alles wie es soll, gegenseitiges Lernen in allen Bereichen.

Thema Leinenführigkeit wird denke ich spätestens Ende nächster Woche vorbei sein. Er hat jetzt in den 2 Tagen deutliche Fortschritte gemacht, nachdem wir denn aufgehört haben jedes gutes Gehen zu belohnen. Jetzt wird nur noch gelobt, wenn er ruhig läuft, er von sich aus Blickkontakt sucht und er auf den leichten Zug hin selbst das Tempo reguliert - auf den Weg spricht er erheblich besser an.

Im Moment denke ich darüber nach, im Laufe der nächsten Tage schon mit dem Klickern anzufangen, Satoo will ja schließlich gefordert werden. Mal schauen was mein Bauch dazu sagt, wann die Zeit reif ist.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#6von roter Milan » Do 29. Jul 2010, 20:43

Tja der Tag ging geruhsam weiter, das Zusammenleben zwischen Hund und Katzen wird immer schöner - allerdings sind Cleo und Cäsar (kleine) Teufel, die den Satoo ordentlich provozieren.

Ich hab heute wirklich angefangen Satoo auf den Klicker zu konditionieren, allerdings war die Ablenkung wohl noch etwas zu groß für ihn, Satoo springt noch auf jede Bewegung der Katzen an und schaut was sie machen.

Ansonsten haben wir festgestellt, dass er unbedingt Hunde zum Toben braucht, allerdings auch gute Althunde, die ihm den Hunde-Knigge zeigen - von daher werden wir in absehbarer Zeit Hundeschule/-vereine abklappern. Ja lacht ruhig, ich weiß ... mal schauen wo uns der Weg noch hinbringt, vielleicht ja wirklich noch zu echtem Hundesport ... wird alles die Zukunft zeigen.

Die Kommandos auf dem Spaziergang werden jetzt auch etwas ausgeweitet, zu dem Erlernen von "bei Fuß" und "langsam" kommen jetzt das "steh" und das "sitz bleib" dazu. "Steh" allerdings nur auf dem Weg zur und von der Wiese an der Straße.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#7von roter Milan » Fr 30. Jul 2010, 13:28

30.07.2010 - Tag 4


Die Nacht verlief ohne Leinenknast, inzwischen hat er tagsüber völlige Bewegungsfreiheit und darf ohne Halsband in der Wohnung laufen. Abbruch bei irgendwelchen Aktionen klappt allein über die Stimme hervorragend.

Heute hatten wir ihn zum Einkaufen dabei und haben gleich getestet, wie er sich allein im Auto verhält: was soll ich sagen außer: der Satoo ist einfach klasse. Er saß ruhig im Auto und schaute wo wir bleiben. Das gleiche Verhalten zeigt er auch in der Wohnung, wenn wir mal in Räumen sind, in die er nicht darf, teilweise geht er dann auch schon zum anderen und legt sich hin.

Dass er sich pudelwohl und sicher fühlt, konnten wir gestern nacht auch hören :D träumen und Tiefschlaf klappen. Er wird zunehmend entspannter und hat sich an die Alltagsgeräusche schon gut gewöhnt, wobei er auf Katzenaktionen immer noch mit schauen reagiert. Aber auch das wird nachlassen, sobald er merkt: passiert nix wildes.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#8von roter Milan » Sa 31. Jul 2010, 17:29

Wir haben festgestellt, dass es in unserer Wohnung ein gelbes Monster gibt. Verstehen würde ich ja, wenn man vor dem Fauchen des Monsters Angst hätte, aber nein, der bloße Anblick war so furchterregend, dass die Flucht in die andere Etage in Angriff genommen worden ist. Keine Ahnung wieso, aber das Monster war mir bis gestern noch nicht einmal als solches begegnet. Böser gelber Staubsauger!

Einen riesen Fortschritt gibt es zwischen den Katzen und Satoo, Cäsar hat sich bei ihm gestern völlig eingeschmeichelt und ging im buchstäblich um den Bart. Leider konnte ich das nicht direkt beobachten, aber Peter war völlig hin und weg.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#9von roter Milan » Sa 31. Jul 2010, 17:41

31.07.2010 - Tag 5



Das Zusammenleben zwischen Hund und Katzen läuft so phantastisch, dass wir keinerlei Bedenken haben, die Tiere kurz alleine zu lassen. Sie reagieren auf die jeweils kleinsten Anzeichen von Unmut, wissen sich auch zu wehren und haben genug Fluchtmöglichkeiten im Ernstfall.

Heute morgen sind wir eine Wahnsinnsidee verfallen: wir drehen nicht um auf dem Weg sondern gehen noch ein Stückchen weiter. Die Idee war gut, die Auswirkungen sehr anstrengend! Irgendwann waren wir soweit gegangen, dass es völlig schnurz war in welche Richtung weiter: beide Richtungen waren sehr steil. Wir als völlig ungeübte Bergwanderer sind ganz schön ins Schwitzen gekommen. Insgesamt waren wir fast 4 Stunden unterwegs, haben etwa 80m Höhenunterschied gemeistert und waren danach einfach nur völlig platt. Auch für Satoo wird es zu anstrengend gewesen sein, also ist heute Abend und eventuell morgen Früh Schongang angesagt. Highlight für Satoo war das Zusammentreffen von ihm mit einer Hunde-Kleinfamilie (Mutter und 2 Welpen), trotz der Stummelrute scheint die Verständigung mit anderen Hunden gut zu funktionieren.

Für mich war es überraschend nach Sammy, wie gut Satoo die pöbelnde (naja eher meldenden) Hofhunde gemeistert hat. Auf dem Spaziergang mußten wir mehrere Höfe durchwandern und die Hofhunde haben natürlich die Fremden sofort gemeldet. Beim ersten Hof gabs ne Zurechtweisung, weil er drauf anspringen und hinwollte, bei den anderen Höfen gabs da keine Probleme mehr.

Auf dem langen Gang stellte sich dann auch heraus, dass im Normalfall die Leinenführigkeit kaum noch ein Problem darstellt, aber wenn die Umgebung zu spannend wird, der Herr Hund mal gern sein Gehirn ausstellt. Aber auch das werden wir bis Ende der Woche in den Griff bekommen.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#10von roter Milan » So 1. Aug 2010, 17:20

01.08.2010 - Tag 6



Unser Hund ist nicht schuss- und raketenfest, das macht aber nix, er orientiert sich dann an uns und gut ist. Hier ist ja Nationalfeiertag heute und wurde von einigen hier im Dorf mit Feuerwerk eingeleitet, Satoo fand das total neu bzw. erschreckend.

Heute morgen lief er zum ersten Mal im Spiel frei, wir hatten einen Stock gefunden und Peter warf ihn erst im Leinenbereich. Er war so toll trotzdem mit dem Kopf bei uns, dass wir gesagt haben: testen. Es hat hervorragend funktioniert, obwohl wir den Rückruf noch nicht trainiert haben, kam Satoo auf seinen Namen schon wieder zu uns. *Ich liebe mein Bauchgefühl*. Sein Spiel mit dem Stock hatte wieder was von total ausgelassen und freudig - rumrennen fehlt ihm einfach, aber wir sind ja schon auf der Suche nach einer Lösung und wenn sein Lerntempo anhält, wird der Rückruf/-pfiff eh kein großes Problem und dann kann er demnächst rumpesen.

Im Haus sucht er sich seine Schlafplätze und gibt den ganzen Tag Ruhe. Genau das Richtige.

Ab morgen wird es bei mir im Einzeltraining (Peter muss wieder arbeiten) Leinenführigkeit wegen dem Feinschliff geben, das Autofahrgeschirr wird geklickert und ich fange mit dem Rückruftraining an.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#11von roter Milan » So 1. Aug 2010, 17:32

Hier mal neue Bilder vom Guten:
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#12von roter Milan » Mo 2. Aug 2010, 21:13

02.08.2010 - Tag 7



Nun ist die erste Woche rum und ich kann nur sagen, dass Satoo ein absoluter Traumhund ist. Er fühlt sich sichtlich wohl bei uns, wird inzwischen schon etwas frech, spielt mehr mit uns, liegt häufig auf dem Rücken (freiwillig).

Die größte Überraschung für mich ist, dass man ihn jetzt schon etwas frei laufen lassen kann. Ich weiß, spricht eigentlich alles gegen, aber wenn er von einem zum anderen rennt oder er mit dem Stöckchen uns immer noch im Auge behält, dann riskieren wir das schon mal. Wird Zeit für 2 Sachen: a) dass der Rückruf aufgebaut wird und b) dass Satoo Sozialkontakte bekommt.

Wenn die Zeit es erlaubt, fahren wir diese Woche uns einen Verein anschauen.

Heute hat sich das Problem fehlender Hunde-Knigge deutlich gezeigt. Er wollte auf einen älteren Rüden zustürmen, leider war das ein Cocker, der ihm körperlich nicht gewachsen gewesen wäre, so dass wir das menschlich regeln mußten. Meine Hoffnung ist in dem Punkt wirklich ein Verein/Schule, denn die Hunde hier sind meist ängstlich oder ihm körperlich nicht gewachsen. Bei Sammy war das nicht so dramatisch, aber Satoo ist um einiges jünger und er braucht die körperliche Auslastung durchs Toben. We will see, wie es so schön heißt.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#13von roter Milan » Fr 6. Aug 2010, 10:25

06.08.2010 - Tag 11


Wir hätten zwar diese Woche viel Zeit gehabt, um uns auf dem Hundplatz umzuschauen, aber die haben im Moment noch Ferien, also haben wir die Aktion auf nächste Woche verschoben. Bin schon sehr gespannt auf den Eindruck, den die hinterlassen werden.

In der Zwischenzeit geht der Alltag einfach weiter. Im Haus wird jetzt regelmäßig geclickert und auf dem Spaziergang alltägliches weiter geübt. Ab und an kommen schon vereinzelte Apportübungen dazu, wobei der direkte Weg zu uns nur funktioniert, wenn wir ihn rechtzeitig zu uns lotsen - aber das wird. Auch kurze Wege "Bei Fuß" laufen werden schon mal mit eingestreut, allerdings noch mit Leckerchen in der Hand. Wirklich trainieren machen wir noch nicht, denn es geht im Moment einfach nur darum, zusammen Spass zu haben und uns kennenzulernen.

Satoo ist mit Cäsar und Cleo einfach zu süß, inzwischen schleckt er sie schon ab und die beiden lassen sich das teilweise gefallen. Auch auffordern zum Spielen funktioniert schon mal, allerdings bestehen die Katzen darauf, dass das Spiel nach ihren Regeln abläuft. Aber wie immer: wenns toll ist, liegt die Kamera definitiv da, wo man gerade nicht ist.

Festgestellt habe ich, dass Satoo eine sehr kurze Konzentrationszeit hat. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass in seinem Leben noch nie etwas für das Köpfchen gemacht wurde. Aber wir steigern uns auch darin.

Immer klarer wird auch, dass Satoo vom Verhalten eine Mischung von welpischer Unerfahrenheit, pupertierendem Größenwahn, pupertierendem Testen und kurzem Aufblinken des erwachsenen Hundes ist. Irgendwie verrückt, aber das passt zu uns und ist wahnsinnig witzig. Wichtig ist, dass wir uns diesen Clown zum guten Teil erhalten, ihm nur etwas Knigge beibringen.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#14von Admin tups » Mo 9. Aug 2010, 22:03

09.08.2010 - Tag 14


Wieder ein Tag ohne besondere Vorkommnisse.....
Ohne besondere Vorkommnisse?
Nein, da gibt es noch so einen ach so blöden Weidezaun mit dem Satoo heute Bekanntschaft machen durfte :biggrinn:

Es war auf dem Abendspaziergang, uns kam auf dem engen Weg ein Auto entgegen und Tanja ließ ihn am Rand Sitz machen. Bis dahin war ja noch alles ok, nur beim Aufstehen zum weitergehen kam er dann plötzlich mit seinem Hinterteil an den Weidezaun....
Jaul, winsel... das hat gesessen.
Satoo hat sich da wohl gedacht: so ein blöder Zaun, aber sicherheitshalber gehe ich dem mal aus dem Weg und halte mich zwischen Herrchen und Frauchen auf.

Der Zaun hat ihm wohl großen Respekt eingeflößt.... allerdings nicht allzu lange, denn auf dem Rückweg ging er schon wieder etwas näher an dem Zaun vorbei.
Mal sehn ob und wielange Satoo sich an dieses Erlebnis erinnert.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#15von roter Milan » Di 10. Aug 2010, 21:55

10.08.2010 - Tag 15



Unglaublich aber wahr, unser Schätzchen haben wir jetzt schon 2 Wochen und ich kann nur sagen: es passt. Augen und Bauchgefühl lügen einfach nicht!


Heute waren wir an einer Hundeschule und bei einem Hundesportverein - ja ich weiß, ich, die sowas nie vor hatte - aber jeder neue Hund bringt Veränderungen mit sich und lehrt uns neue Dinge. Die Hundeschule war enttäuschend, ohne dass wir mit irgendjemandem gesprochen oder irgendetwas gesehen hätten. Jeder Mensch hat Vorurteile und wir halt auch. Wir hatten das Vorurteil, dass abgetrenntes Gelände in ausreichender Größe vorhanden sein sollte und wir von außen schon etwas erkennen können. Erstmal sind wir 3mal an der Hundeschule vorbeigefahren, ohne zu sehen, dass die da ist. Peter mußte erst nachfragen. Dann standen wir endlich vor der Hundeschule und zumindest ich war maßlos enttäuscht. Normales Wohnhaus, Verkaufsladen von Hundebedarf in der Garage - der Shop war auch ausgeschildert, die Hundeschule nicht, Gelände war soweit wir das sehen konnten auch nicht vorhanden, falls doch so hinter hohen Hecken und nur im privaten Garten. Wie gesagt: nix gesehen, mit niemandem geredet aber Peter und ich haben gesagt: Nö.

Dann auf zum Verein, bei dem wir das Gelände schon mal vorab beäugt hatten und von der Größe der Fläche eher enttäuscht waren. Als wir ankamen war dann auch was los und nachdem wir erst noch was spazieren waren, Satoo ins Auto verfrachtet hatten sind, wir dann hin und haben gefragt, ob wir zusehen dürfen. Der Umgang mit uns war sehr freundlich und hilfsbereit. Eine der Ansprechpartnerinnen hat uns dann auch gleich Info-Material gegeben und sich etwas mit uns unterhalten. Während dessen lief das Training auf dem Platz weiter. Auf dem Platz herrschte Einzeltraining und die Atmosphäre war sehr ruhig. Nachdem der eine Hund fertig war, wurde der nächste auf den Platz geführt. Eine meiner Sorgen war ja, dass wir uns blamieren, wenn unser Satoo auf den Platz stürzt. Grins, diese Sorge hat sich heute zerschlagen, denn die Hunde waren auch stürmisch, zerrten auf den Platz und freuten sich auf die Arbeit. Korrekturen liefen leise und genau in unserem Rahmen ab, allerdings wird da viel über Lecker gelobt - eventuell zu viel, aber das werden wir sehen. Unsere Einstellungen (Sitz muss nicht in Winkel XY zu uns sein, Vorsitzen muss nicht genau vor uns sein, runter statt platz ...) sind für den Verein auch soweit okay, zumal sie ja extra Gruppen haben, die kein Prüfungsziel haben, und sie da genau unterscheiden.

Ende des Aufsatzes: ich werde morgen bei der Übungsleiterin für die allgemeine Gruppe anrufen und eventuell gehts Donnerstags dann schon los. In der Gruppe tummeln sich Hunde, die schon lange dabei sind, aber auch die Hunde, die noch wirr im Kopf sind (O-Ton der Dame heute) - also wahrscheinlich genau das, was wir suchen. Peter und ich werden jeweils eine Schnupperstunde machen und dann sehen wir weiter - wenn alles passt kommt die 10er Karte, der SKN-Kurs und eventuell Vereinseintritt. We will see! Shit happens! Grins.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#16von Admin tups » Di 10. Aug 2010, 22:06

Noch ein kleiner Zusatz zu Tag 15.

Die Begegnung mit dem Weidezaun hat wohl doch einen bleibenden Eindruck hinterlassen, denn heute Abend beim Spaziergang kamen wir an einer Weide vorbei, die mit normalen Draht umzäunt war, und Satoo drängte gleich von dem Zaun weg.

Wie sagt man zu Kindern immer so schön.... wer nicht hören kann muss fühlen :boys_0222:
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#17von roter Milan » Fr 13. Aug 2010, 08:52

12.08.2010 - Tag 17



Sodele heute hab ich mal wieder einen Roman zu schreiben :D ihr mögt mir verzeihen.

Das Training morgens mit mir allein zeigt Wirkung:







Allerdings hat uns der Weidezaun einen Rückschlag beim "Rüber" beschert, aber das kriegen wir auch wieder in den Griff.

Ich hab mal wieder festgestellt, dass Mensch viel zu kompliziert denken kann. Seit Tagen mache ich mir nen Kopf, wie ich die Pfeife konditioniere. :dash1: Und heute morgen fällt es mir wie Schuppen von den Augen, als ich in der linken Hand die Pfeife und rechts die Leckerchen halte. Warum zum Teufel konditioniere ich den Pfiff nicht identisch wie den Clicker???? Gibt doch nichts einfacheres als so vorzugehen - beim Clicker klappt es doch auch, dass Satoo auf den Click sofort kommt, um das Leckerchen abzuholen - ist doch nix anderes, als das was der Pfiff bewirken soll :dash1: :dash1:



Tja und dann gabs noch ne riesen Überraschung für mich bzw. der Vorführeffekt hat schonungslos zugeschlagen. Grins aber ich bin sooooooo stolz auf Satoo, dass ich fast platzen könnte - natürlich ist das auch unser Verdienst mit, aber die Hauptleistung liegt bei Satoo.

Wir hatten die erste Schnupperstunde im Verein. Ich hatte da am Mittwoch angerufen und Satoo beschrieben: wilder junger Hund, der noch nix kann, der soziale Kontakte braucht und bei anderen Hunden auf 360 ist. Meine Hauptsorge war: ich blamiere mich, weil Satoo mich quer über den Platz zieht. Die Sorge war aber schon halbwegs weg, nachdem ich am Dienstag gesehen hatte: das Problem haben da viele :D .

Was soll ich sagen, Satoo müssen sie während der Wartezeit im Auto ausgetauscht haben. Er ging hinter mir gesittet auf den Platz, schaute zwar die anderen Hunde neugierig an aber blieb ruhig und orientierte sich völlig an mir.
Slalomlaufen um andere Hunde war kein Problem, weder er um andere noch bei anderen um ihn rum. Allerdings müssen wir noch den Seitenwechsel aufbauen, dass er von links nach rechts wechselt - je nachdem wo die "Gefahr" ist.
"Sitz bleib" war kein Problem, während ich um ihn rum lief - vorher hatten wir nur schon "Sitz bleib" frontal kurz aufgebaut und um ihn rumlaufen hatten wir noch nie ausprobiert.
Abrufen haben wir ja auch noch nicht großartig gemacht, lediglich zwischen Peter und mir mal den Satoo hin und her geschickt. Auch hier kein Problem, weder in der Trainingseinheit, dass die Trainerin ihn festhielt und ich mich ein Stück entfernte noch während dem kurzen Spiel mit einem anderen Hund am Ende der Stunde.
Gehen durch einen "Menschentunnel" war kein Problem, hat er auch toll im Fuß gemacht.

Einfach traumhaft die Stunde, auch wenn er mich Lügen gestraft hat. Aber die Trainerin sagte schon, kann sein, dass er nächste Woche aufdreht, weil er sich dann sicherer fühlt. Dann ist aber Peter an der Reihe mit Training :D

Ich habe mich auch persönlich sehr wohl gefühlt und fand die Leute alle sehr nett - Bauchgefühl hatte mal wieder vollkommen recht :D




meine Ziele für die kommenden Tage/Wochen:
bei Fuß und "rechts" festigen bzw. erstmal einführen
den Rückruf-Pfiff konditionieren
Rüber wieder festigen
Satoo mehr zutrauen und ihn mehr frei laufen lassen
runter festigen
schauen, ob er unterwegs das Zerrseil als Alternative für die Leine annimmt
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#18von roter Milan » Sa 14. Aug 2010, 14:01

13. und 14.08.2010 - Tage 18 und 19


Wir haben gestern Satoo das erste Mal länger als eine Stunde allein gelassen, ging problemlos und haben wir auch nur so schnell gemacht, weil er im Vorfeld keinerlei Stress bei kürzeren Sequenzen gezeigt hat. Er lag friedlich oben in der Etage und hat wohl gepennt. Es war nix zerstört und ich mußte ihn erst runter rufen, um mit ihm den letzten Gang machen zu können.


Und heute haben wir ihm deutlich mehr zugetraut als die letzten Wochen, verursacht durch die guten Rückrufaktionen während dem Training. Satoo lief heute fast den kompletten Weg frei und benahm sich tadellos, ich hatte das Gefühl, dass er das Freilaufen auch genoss. Zur Feier des Tages gabs heute auch keine besonderen kleinen Trainingseinheiten sondern viel Spiel und Stöckchen werfen mit uns.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#19von roter Milan » Mi 18. Aug 2010, 09:29

18.08.2010 - Tag 23


Das Zusammenleben von Satoo und Cleo/Cäsar wird immer inniger, sie spielen zusammen und Satoo darf sie auch abschlecken. Jerry liegt inzwischen immer häufiger offen auf dem Sofa und dem Bett, faucht Satoo aber immer noch häufig an, obwohl dieser nur an ihm vorbei läuft. Jerry gegenüber habe ich leicht mein Verhalten verändert, mal schauen ob es was bringt: faucht er ohne ersichtlichen Grund (völlig Ignoranz von Satoos Seite her), bekommt er eine verbale Ansage.

Auf unseren Spaziergängen hat Satoo inzwischen erheblich mehr Spielraum und dadurch auch mehr Spass. Ohne Leine lässt sich einfach besser spielen :D Ich habe den Eindruck, dass er schon verknüpft hat: Auto - rüber, wäre klasse, wenn er das wirklich von sich aus machen würde.

Runter und Sitz stellen im Normalfall kein Problem mehr dar, wobei er bei Runter das Sichtzeichen noch nicht wirklich verknüpft hat.

Links und Rechts scheint kompliziert für ihn zu sein, woran es liegt weiß ich nicht, aber ich vermute, dass es die ähnliche Problematik wie Sitz und Platz bei mir hat - Aussprache meinerseits.
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#20von roter Milan » Fr 20. Aug 2010, 08:07

19.08.2010 - Tag 24


Das Training hat Peter heute übernommen und es hat trotz schlechter Voraussetzungen sehr gut geklappt. Der Arme mußte zum Einen damit kämpfen, dass Frauchen nicht nett und nicht aufmerksam genug war und zum Anderen, dass der Tag stressig für ihn war - dieser Stress hat sich dann natürlich auch auf Satoo übertragen. Peter muss donnerstags einfach früher anfangen, so dass er nachmittags wenigstens noch eine Stunde hat, um abzuschalten; so direkt nach der Arbeit bringt das einfach nur unnötigen Stress. Tja und ich muss lernen, dass ich mich ins Clubhaus zurückziehen, wenn Satoo sich nicht ausreichend auf Peter konzentriert bzw. darf auch nicht unaufgefordert auf den Platz kommen.

Das Training an sich bestand aus den bekannten Elementen Slalom um die Hunde und Abruf, dazu kamen dann noch einige Sachen aus dem Agility (Slalomstangen gerade durch, Tunnel) und eine Reihe Hulahub-Reifen, in denen der Hund Sitz, Runter und Steh machen mußte. Satoo hat sich ganz gut geschlagen, die Reifen hat er tip-top gemacht aber mit dem Tunnel hatte er Probleme. Aber dank der Hilfe einer anderen Teilnehmerin haben wir es dann doch noch geschafft, dass er dadurch geht (manchmal hilft es den Tunnel zu verkleinern und nicht zuviel zu wollen).

Insgesamt haben sich die beiden gut geschlagen und wir haben am Ende sogar noch ein Lob bekommen :D Satoo läuft nämlich besser zu uns beim Rückruf, als viele andere Hunde, die schon länger beim Besitzer sind bzw. ihn auch schon als Welpen bekommen haben. Ich kann euch nur sagen: das ging runter wie Öl :jc_doubleup: :laie_69:
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#21von roter Milan » So 22. Aug 2010, 12:36

22.08.2010 - Tag 27


Bei strahlendem Sonnenschein, einer Affenhitze und einem Hund, der raus muss, macht man am besten was? Richtiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiig: an den Fluss fahren. Genau das haben wir auch getan, es war wunderschön, Satoo hat sich ganz gut verhalten - allerdings hat sich auch ein neues Lernfeld aufgetan: ich muss bei Herrchen und Frauchen bleiben auch wenn wo anders 3 Hunde miteinander spielen. Satoo ist uns dabei 3 mal entwischt, okay wir haben ihn erst 27 Tage und dürfen uns so gesehen überhaupt nicht beschweren, aber blöd ist das schon, wenn der Hund meint einfach mal so zu anderen laufen zu müssen und Herrchen und Frauchen einfach mal blöd stehen lässt. Die betreffende Dame mit ihrem Rudel hat nett reagiert, so dass es nicht ganz so schlimm war.
Aber das ist ein Ding, was sich durch Training gut in den Griff kriegen lässt, bei nem Welpen wärs auch nicht ganz so ärgerlich wie bei nem ausgewachsenen Hund, kann ja keiner riechen, dass wir ihn erst so kurz haben.

Trotz der Aktionen hat es uns allen riesen Spass gemacht und war ne richtige Wohltat.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#22von roter Milan » Mo 30. Aug 2010, 15:58

30.08.2010 - Woche 6


Satoo hat sich inzwischen richtig eingelebt, die Phase des Testens von Befehlen ist weitestgehend durch und war mit einmal Korrektur eigentlich gut.
Es überrascht uns immer wieder, wie schnell Satoo lernt, Sammy war ja schon schnell, aber Satoo ist wie ein Schwamm: er saugt alles förmlich auf und hat absoluten Spass an der Arbeit. Das Selbstbewußtsein ist auch schon ordentlich gestiegen, g, viel Lob und erleben von neuem macht halt auch einen Hund größer.
Wir haben vor 2 Wochen ja angefangen, ihm "bei Fuß" und "rechts" beizubringen, seit Mitte letzter Woche funktioniert dieser Wechsel zuverlässig in reizarmer Umgebung, diese Woche werde ich mal testen, wies damit auf dem Platz ausschaut, aber ich gehe davon aus, dass es auch da funktionieren wird. Das Problem war wohl wirklich links und rechts auseinanderzuhalten, meine blöde Aussprache, aber so gehts ja auch :D

Den Rückruf fordern wir immer mal wieder ein und im Normalfall funktioniert er auch, allerdings ist er noch sehr abhängig von den anderen Reizen und wirklich getestet in hoher Reizlage haben wir ihn noch nicht. Der Jäger im Nacken lassen uns davor noch zurückschrecken.

Rüber funktioniert wieder zuverlässig im Nahbereich, teilweise geht Satoo auch freiwillig auf die Seite, wenn ein Auto kommt.

Runter klappt auch so weit okay, allerdings gibt er häufig noch im ersten Moment Pfote - ist wohl früher erlernt worden. Sobald wir den Oberkörper aber mit beugen, klappt es 1a - auf Dauer ist jedoch das Ziel, dass verbales Kommando oder Handzeichen reicht.

Mit dem Zerrseil hab ich morgens viel Glück, er nimmt es sehr gut als Alternative an und apportiert es sogar schon teilweise richtig gut. Abends, wenn Peter mit dabei ist, ist das Seil aber abgemeldet und anstatt dessen ist eher körperliches Spielen mit Peter angesagt. Allerdings müssen wir uns weiter auf Spielzeugsuche begeben, denn apportieren des Zerrseils hat ein kleines Problemchen: das "Gib her" kann man so schlechter/komplizierter festigen, denn das Seil ist ja zum Zerren da und nicht zum werfen. Klar kann man das auch dafür nehmen, aber beim Zerren kann Satoo gut Dampf ablassen. Naja mal schauen, was wir noch so finden werden.

Impulskontrolle steht bei uns im Moment auch hoch im Kurs, wir versprechen uns davon, dass es dann auch in anderen Bereichen uns einige Sekündchen mehr Reaktionszeit einräumt.

Bei Begegnungen mit Hunden kommen wir langsam aber sicher dem Ziel immer näher. Je nach Hund funktioniert das dran-vorbei-führen sauber, er schaut zwar noch, aber er springt nicht mehr in die Leine. Bei anderen Hunden aber machts Peng und er meint pöbeln zu dürfen. Liegt zum Teil wohl an den Hunden aber auch an unserer Einstellung und unseren Erfahrungen mit Sammy. Peter und ich bemühen uns zur Zeit eher so die ach-ist-doch-egal-Stimmung anzueignen, andere im Dorf dürfen schließlich auch pöbeln und die Halter machen auch nix gegen - also darf unser Hund in der sechsten Woche auch noch pöbeln - ist doch egal "ooooooooooooooohm" ;).

Achja, fast vergessen: Satoo und die Katzen. Jerry liegt offen auf Bett und Couch, kommt aber nur sehr zögerlich an den Schreibtisch - das wird noch etwas dauern. Aber Satoo lässt das Fauchen von Jerry inzwischen kalt - hat es wohl abgespeichert unter: der spinnt. Mit Cäsar und Cleo wird das Verhältnis immer enger und gegenseitiges Putzen ist inzwischen auch drin.

Auf der ersten "Veranstaltung" waren wir inzwischen auch mit Satoo, naja das Dorffest (Chilbi) hatte am Sonntag noch nicht wirklich auf, aber die Stände wurden aufgebaut und einige Besucher waren auf der Straße - alles ungewohnt für Satoo. Er war zwar aufgeregt, aber er zog wenig an der Leine, verhielt sich ruhig und entspannte sich nach einigen Minuten. Hat er toll gemacht.


Hatte ich schon erwähnt, dass Satoo zu uns passt wie "Arsch auf Eimer" oder "Deckel auf Topf"? Und übrigens: Satoo ist klasse! :D :jc_doubleup:
lg Tanja


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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#23von roter Milan » Fr 3. Sep 2010, 09:00

02.09.2010


Dann will ich mal vom Training berichten :D, kurze Zusammenfassung vorweg: Satoo überrascht uns immer wieder und wir müssen verdammt nochmal (sorry) viel mehr Vertrauen in ihn haben. Er hat alles so klasse gemacht, aber der Reihe nach.

Obligatorischen Slalom hat gut funktioniert - ich muss nur noch die Leine länger lassen und nicht innerlich so verkrampfen.
Rückruf war ebenfalls perfekt und das obwohl die Trainerin ein paar Dosen mit Leckerchen in den Weg gestellt hat. Peter und ich hätten ja gewettet, dass unser Hund erstmal alles leerräumt. Tja wir sollten unserem Satoo mehr zutrauen: der hat nämlich alles links liegen lassen und kam schnurzstracks zu mir :D :jc_doubleup: :shok: Achja ich hab gestern zum ersten Mal die Pfeife im Training verwendet, nachdem ich sie wie den Clicker konditioniert habe.
Ablegen und vor ihn stellen hat 1a geklappt, nur dass ich ihn zuviel fixiert habe. Beim zweiten Durchgang wars aber deutlich besser von mir und selbst mit Ablenkung "Hund außerhalb des Platzes" war es kein Prob.

Das Wichtigste gestern war die Einschätzung, dass Satoo so auf die anderen Hunde zustürmt, weil er unsicher ist und wohl irgendwann beschlossen hat: Angriff ist die beste Verteidigung. Heißt natürlich für uns, viel mehr Ruhe in die Begegnungen in uns reinbringen und dass sich im Laufe der Zeit da erheblich was tun wird. Rückruf kann in solchen Situationen noch gar nicht funktionieren, weil da noch zig Wiederholungen fehlen. Zusätzliche Ratschläge waren: Abstand und Training mit Schleppleine - ist aber schwierig hier, weil man nur alle paar Wochen mal nen anderen Hund hier sieht; im fremden Gelände soll einer von uns das Gelände sondieren und so signalisieren: wir habens im Griff: den Ansatz finde ich richtig gelungen; nach dem Training ihn erstmal absitzen und verzögert laufen lassen; Satoo einen Futterbeutel tragen lassen, an dem er den Stress abbauen kann.

Das Seil war für den Apport wohl einfach zu schwer, wir haben nun ein Nylon-Spielzeug, was er gerne wieder anschleppt und was er auch gerne in der Schnauze trägt. Das bringen hat er schon gut drauf, allerdings versucht er noch mit dem Nylon-Ring zu zerren, aber das unterbinden wir und ich denke, das "Gib her" wird in einigen Tagen/Wochen auch kein Thema mehr sein.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#24von roter Milan » So 5. Sep 2010, 15:36

05.09.2010



Manchmal könnte ich :dash1: über mich selbst, achja und Satoo etwas verfluchen - Thema Hundebegegnungen.

Ich muss wirklich dringendst daran arbeiten, dass mir andere Hunde total schnuppe sind und völlig relaxed in Situationen rein gehen, Filme von Sammy muss ich ausblenden. Wenn ich den Hund vor Satoo sehe, ist das meist auch kein großes bzw. gar kein Problem mehr. Dann habe ich alle Zeit der Welt ihn auf eine Seite zu nehmen, ihn nicht vorlaufen zu lassen und es passt. Aber wehe Satoo sieht den Hund vor mir, dann habe ich keine Chance ihn ruhig zu halten, ganz zu schweigen davon, am anderen Hund vorbeizugehen. Besonders schlimm für meinen Puls (und damit auch für Satoo) sind die Begegnungen, wo ich vom anderen Hund total überrascht werde (Kurven zum Beispiel). Meine Schrecksekunde und Reaktionszeit signalisiert Satoo: verfall ins altbekannte Muster und geh nach vorne. :dash1:

Heute mittag hatten wir beides innerhalb von 20 Minuten. Zuerst einen Wadenbeißer (sorry an die Kleinhundebesitzer, aber der Hund zieht sein Frauchchen quer durch die Straßen und pöbelt alles an was nicht bei 2 aus dem Weg ist), der überraschend vor uns stand. Peter sagt noch: Hund, mein Puls auf 200, die Leine natürlich lang, Satoo am fixieren und am nachvornegehen. Ich mich also vor den Hund geangelt, die Leine verkürzt, auf meine Versuche ihn ruhig neben mich zu bringen, ist der Herr Hund natürlich nicht eingegangen, also hieß es für mich: dränge den Hund nach hinten ab, bring ihn auf die Seite (damit die anderen vorbei können, was sie nicht getan haben, sondern lieber quer über ne Wiese sind) und halte ihn soweit wie möglich ruhig. Völlig im Widerspruch zu dem Weg, der uns ruhiges Vorbeigehen möglich macht.

Dann der nächste Hofhund: ich hab ihn früh genug gesehen, Satoo auf "rechts" beordert, Leine in vernünftiger Länge dazu, Leckerchen für das anschließende Belohnen in der Hand. Was soll ich sagen: passte. Kein Getöse und Nix sondern friedliches Vorbeigehen.

Warum geht das eigentlich nicht immer so? Ganz einfach: weil Frauchen plont ist. Frau kann den Hund ja auch ständig an der kurzen Leine führen, wenn man zu ungewohnten Zeiten geht (morgens um 8 treffe ich keine Sau, da ist es schnurz), Frau kann den Hund vor Kurven schon auf "rechts" beordern und muss Hund nicht vorlaufen lassen. Ja kann Frau alles machen, würde vieles erleichtern und würde vor allem die Nerven von Mensch und Hund schonen. Und warum macht Frau das nicht? Weil Frau plont ist.

Aber wir sind halt einfach nicht perfekt, okay nahe dran ;), aber noch lange nicht perfekt. Der Tratsch im Dorf ist mir immer noch viel zu wichtig - bin noch lange nicht im ooooooooooooooooooooooohm. Wir haben viel zu hohe Erwartungen in einzelnen Bereichen (vor allem bei Hundebegegnungen) an uns und an Satoo. Mein Gott der Hund hat fast 2 Jahre gelernt, dass sein Verhalten okay ist, und was erwarten wir? Dass Satoo dieses Verhalten innerhalb von fast 7 Wochen abstellt, wobei wir die Hundebegegnungen nicht wirklich üben (können). Zu meinen Zeiten begegne ich maximal einer Hündin, da ist aber auch alles kein Problem. Ansonsten sind Hundebegegnungen hier im Dorf eher am Wochenende, weil wir da zu "ungewöhnlichen" Zeiten laufen. Also bitte, wann soll Satoo lernen, dass sein Verhalten überhaupt nicht gewünscht ist, wenn wir es nicht üben? Und wenn dann mal was passiert, die Begegnungen völlig behemmert ablaufen. Eben ;) das kann so nicht funktionieren. Also heißt es, verstärkt zu Hunde-Stoßzeiten unten in Wattwil an der Thur zu laufen. Gaaaaaaaaaanz großes Lernfeld gerade für Peter und mich, für Satoo zwar auch, aber in erster Linie für uns.
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Re: Tagebuch über und mit Satoo

Beitrag#25von Admin tups » So 5. Sep 2010, 15:46

roter Milan hat geschrieben:..... Ganz einfach: weil Frauchen plont ist.


Tja, das kommt, wenn Frau zeigen will, dass sie das besser machen kann als Herrchen.........
Ups, ich habe ja ein gesetzliches Aussageverweigerungsrecht, wovon ich jetzt besser Gebrauch machen werde. :streichel2:
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