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durch Zuchtstandards verursachte Krankheiten

Beitrag#1von roter Milan » Fr 28. Mai 2010, 19:01

Bei der Übersicht über die Bezugsquellen für Hunde habe ich ja häufiger geschrieben, dass oder dass nicht auf die Gesundheit der Elterntiere geachtet wird/wurde. Nun mögt ihr euch denken: das ist doch Wurscht wie Käse und das hat überhaupt nix mit meinem Hund zu tun. Tja Leute, böser Denkfehler, der ganz schnell in die Tausende Euros gehen kann.

Durch gewisse Zuchtstandards sind viele Rassen so überzüchtet, dass erhebliche Probleme schon vorprogrammiert sind:

- die kleinen Hunde haben Probleme damit, Stufen zu erklimmen und häufig führt die zur Höhe unverhältnismäßig lange Wirbelsäule zu Wirbelsäulenproblemen.
- die nackten Hunde haben keine Isolierung gegen Kälte und Wärme. Ja das Fell isoliert und die Natur hat sich etwas dabei gedacht, dass Hunde Fell haben.
- die großen und schweren Hunde sind zu schwer für ihren Körperbau, Folgen sind schwere Störungen im Bewegungsapparat wie zum Beispiel HD und ED
- die Schäferhunde mit der schrägen Hinterhand waren jahrelang Zuchtstandard, Folge waren hier ebenfalls ein gehäuftes Auftreten von HD
- Hunde mit der Knautschnase kriegen kaum Luft und leiden häufig unter Asthma
- Faltenhunde bekommen Ekzeme und Hautpilz in den Falten
- Hunde mit langen, hängenden Ohren leiden häufig unter Ohrentzündungen, weil die Luft nicht mehr in die Ohren gelangt

Ja jetzt könnten die Mischlingsbesitzer ja sagen, Gottseidank ist meiner ein Mischling und nicht so überzüchtet. Tja wenn die Elterntiere nicht auch mal irgendwann aus irgendeiner Verpaarung gekommen wären, die diese Erkrankungen begünstigten.

Aber nicht nur physisch gesunde Elterntiere sind entscheidend auch die Psyche muss stimmen. So überträgt sich ängstliches bzw. aggressives Verhalten von der Mutter auf die Kinder mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit, einfach weil die Welpen sich bestimmte Verhaltensweisen bei der Mutter abschauen.

Ich kann nur appellieren, dass ihr euch genau darüber informiert, welchen Züchter ihr auswählt. Er sollte sich auf jeden Fall über die Problematiken bei seiner Rasse klar sein, darüber aufklären und die Elterntiere - ja am besten noch in den Generationen davor - auf vererbare Krankheiten überprüfen und die Tiere dementsprechend ausmustern bzw. zur Zucht zulassen.
lg Tanja


was wäre die Welt schön und gut, wenn jeder einzelne mal den von Gott gegebenen Verstand auch benutzen würde
roter Milan
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