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Parasiten beim Hund

Beitrag#1von roter Milan » Di 1. Jun 2010, 10:30

Früher oder später erwischt es jeden Hund und damit auch jeden Hundehalter: Parasiten haben den Hund gefunden. Erstmal zur Beruhigung: Parasitenbefall hat nichts mit Hygiene zu tun, allenfalls mit den Abwehrkräften des Hundes. Sollte euer Hund also häufig Parasiten haben, lasst ihn mal gründlich vom Tierarzt untersuchen.

Die häufigsten Parasiten sind wohl die :


Zwischen März und Oktober sitzen diese Viecher im Unterholz oder auf Gräsern, um sich vom Wirt von dort abstreifen zu lassen. Sobald sie auf dem Hund sind, wandern sie an gut durchblutete Stellen und saugen sich dort fest. Der kleine Blutverlust wäre nicht weiter schlimm, allerdings können die Zecken schwere Krankheiten sowohl auf den Menschen als auch auf den Hund übertragen. Beispiele sind: Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Babesiose, Ehrlichiose und Rickettsiosen.
Von Humanmedizinern wird empfohlen, dass sich Menschen gegen FSME impfen lassen, wenn sie in roten Gebieten leben. Grundsätzlich gilt hier: je südlicher umso verbreiteter sind die Krankheitserreger bei den Zecken.
Hier in der Schweiz gibt es auch eine Impfung für Hunde, allerdings wird in Jägerkreisen davon abgeraten, da die Nebenwirkungen so erheblich sind, dass sie in keinem Verhältnis zu der Ansteckungsgefahr sind.

Wie bekomme ich nun die Zecke wieder aus dem Hund?
In Apotheken und Zoofachhandlungen sind Zeckenzangen zu bekommen. Ich rate dringend zu der Benutzung einer solchen.
Früher gab es so Ratschläge wie Öl oder Kleber auf die Zecke zu geben. Lasst die Finger davon, im Todeskampf sondert die Zecke nochmal vermehrt eventuell vorhandene Krankheitserreger ab.

Mein Hund bekommt unheimlich viele Zecken, kann ich da nicht vorbeugen?
Ja kann man, im Zoofachhandel, in Apotheken und beim Tierarzt gibt es spezielle Zeckenhalsbänder, Flüssigkeiten zum Auftragen, Sprays usw. Aus meiner Erfahrung rate ich persönlich zur Chemiekeule, alles Natürliche hat bei meinen Hunden bis jetzt nicht geholfen.
Der beste Schutz ist allerdings ein gesunder Hund, an den gehen erheblich weniger Zecken. Auch gibt es Erfahrungen von anderen Hundehaltern, dass helle Hunde von Zecken bevorzugt werden. Woran das liegen könnte, kann ich aber nicht beurteilen.
lg Tanja


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roter Milan
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Re: Parasiten beim Hund

Beitrag#2von roter Milan » Di 1. Jun 2010, 14:27



Das sprunggewaltige Insekt setzt sich gerne auf den Hund, aber fühlt sich auch in Teppichen und Polstern sehr wohl. Das macht die Bekämpfung bei einem starken Befall auch sehr aufwendig, es reicht nämlich nicht aus den Hund zu behandeln. Zusätzlich zu der Vorliebe für die Teppiche und Polster kommt erschwerend hinzu, dass die Viecher sich sehr schnell vermehren.

Wie merke ich, dass mein Hund Flöhe hat?
Der Hund kratzt sich vermehrt, schleckt sich häufig, knabbert an seiner Haut, hat rote Flecken auf der Haut und wirkt wie angebissen zum Teil.
Wer diese Anzeichen feststellt, sollte zum Flohkamm (erhältlich im Zoofachhandel) greifen. Da die Ausscheidungen der Altflöhe aus Blut bestehen, kann man einen Flohbefall anhand der Kammergebnisse feststellen; dazu einfach den Hund mit dem Flohkamm kämmen, die Ablagerungen auf ein saugfähiges, weißes Küchentuch geben und mit Wasser befeuchten. Färbt das Tuch sich hoch, hat man einen Flohbefall.

Wie werde ich die Flöhe wieder los?
Beim Tierarzt, in Apotheken und im Zoofachhandel kann man chemische Mittel zur Bekämpfung erhalten. Die Brandbreite reicht hier von Flüssigkeit für den Nacken, Flohpuder und anderen Chemiekeulen. Auch hier empfehle ich diese anzuwenden, da ich keinen Erfolg mit natürlichen Mitteln feststellen konnte.
Die Wohnung sollte bei einem kleinen Befall täglich mehrmals abgesaugt und das Hundebett am besten gewaschen werden. Als Alternative gibt es sogenannte Fogger, die man auf eine zentrale Stelle im Raum stellt und die dann giftige Substanzen im Raum verteilen. Allerdings dürfen dabei keine Tiere und keine Menschen während einer bestimmten Zeit im Raum sein.
Alternativ könnt ihr auch einen Schädlingsbekämpfer hinzuziehen.

Kann ich vorbeugen?
Ja, es gibt Mittel, die im Nacken des Tieres aufgetragen werden. Zusätzlich wehren auch einige Zeckenhalsbänder Flöhe ab. Solche Vorbeugemaßnahmen überlege ich mir persönlich sehr gut, da mein Hund unter Umständen lange der Chemie ausgesetzt ist, die Folgen davon nicht absehbar sind, aber der Hund nicht unbedingt regelmäßig Flöhe bekommt. Es ist ein sorgfältiges Abwägen von Vor- und Nachteilen, die jeder Besitzer für sich selbst entscheiden muss.
lg Tanja


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Re: Parasiten beim Hund

Beitrag#3von roter Milan » Di 1. Jun 2010, 14:51

Demodex-Milben ()


Die Ansteckung erfolgt meist von der Hündin an ihre Welpen, spätere Ansteckungen sind eher unwahrscheinlich. Der Ausbruch der Demodikose erfolgt allerdings erst später, wenn die Milben sich stark vermehrt haben.

Anzeichen für einen Demodex-Milben-Befall
Der Befall zeigt sich durch punktuellen Haarausfall, bei dem eventuell eine Schuppenbildung oder auch eine ausgeprägte Talgbildung zu sehen ist.
Im weiteren Verlauf des Verfalls kommt es durch Sekundärinfektionen unter anderem zu Pusteln, Anschwellen der Lymphknoten, Rötungen in Zehenzwischenräumen oder auch bräunliches Sekret in den Gehörgängen.

Behandlung
Da es verschiedene Unterarten der Demodex-Milbe gibt, kann eine Behandlung nur durch einen Tierartz erfolgen. Im ersten Schritt wird festgestellt, welche Milbenart vorliegt, dies wird durch die Analyse eines Hautgeschabsel getan. Die Behandlung ist langwierig und erfolgt über Waschlotionen und/oder Medikamentengabe.


Eine weitere, interessante Seite zum Thema.
lg Tanja


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Re: Parasiten beim Hund

Beitrag#4von roter Milan » Di 1. Jun 2010, 19:13

Würmer ( und )


Würmer können durch das Schnüffeln am Kot/Urin von wurmbefallenen Tieren und durch das Fressen von Aas (Mäuse) übertragen werden. Hat der eigene Hund Würmer, können diese durch Speichel auf den Menschen übertragen werden.

Je nach Wurmart bleibt ein Befall völlig unbemerkt, er kann sich aber auch durch Abmagerung, Durchfall, Husten, Darmentzündung, Juckreiz am After (schlecken, schlittenfahren), Appetitlosigkeit, Darmverschluss, Wurmbauch, weiße Wurmglieder auf dem Kot/am Afterfell oder struppiges Haarkleid zeigen.

Beim Hund vorkommende Rundwürmer sind: Haken-, Spul- und Peitschenwurm.
Vorkommende Bandwürmer: Gurkenkernbandwurm, Fuchsbandwurm, Mesocestoides spp. und Taenia spp.

Ich bemerke Anzeichen für einen Wurmbefall bei meinem Hund, was tun:
Am besten nehmt ihr eine Kotprobe mit zum Tierarzt. Eine Behandlung ist nur sinnvoll, wenn man weiß, um welche Würmer es sich genau handelt. Auch kann so der Tierarzt sagen, ob eine Ansteckung auf den Menschen möglich ist. Sollte das der Fall sein, suchen am besten alle Menschen, die engen Kontakt zum Hund haben, ihren Hausarzt auf.
Der Tierarzt wird bei einem nachgewiesenen Wurmbefall eine Wurmpaste mitgeben, die dem Hund mit Hilfe einer Spritze ins Maul zum Schlucken gegeben wird; auch Tabletten sind möglich. Die Medikamente werden nach dem Gewicht des Hundes dosiert und werden über mehrere Tage verabreicht. Je nach Wurmart ist eine Nachkontrolle sinnvoll, da es sehr hartnäckige Würmer gibt.

regelmäßige Wurmkur:
Es gibt im Fachhandel, in Apotheken und beim Tierarzt Wurmpasten/Tabletten, die man auch vorbeugend dem Hund geben kann. Es handelt sich dabei um ein Breitbandpräparat, dass alle 6 Monate verabreicht wird. Ob man diesen Weg für sich und seinen Hund wählt, ist Geschmackssache und auch eine Frage von Vor- und Nachteilabwägung. Sind kleine Kinder im Haus, würde ich auf jeden Fall zur regelmäßigen Wurmkur raten; gleiches gilt für Hunde, die häufiger Mäuse fangen und diese auch fressen.
lg Tanja


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Re: Parasiten beim Hund

Beitrag#5von roter Milan » Di 1. Jun 2010, 20:28



Im Gegensatz zum Floh lebt die Laus lediglich auf dem Hund und nicht in seiner Umgebung. Neben Blutverlust entstehen durch den Lausspeicheln auch Quaddeln, die beim Hund einen enormen Juckreiz auslösen. Ebenfalls Anzeichen von einem Lausbefall sind die weißen Eier, die an den Haaren des Hundes kleben.
Die große Gefährlichkeit der Laus besteht allerdings darin, dass sie den Gurkenkernbandwurm auf den Hund übertragen können.

Wie behandel ich den Lausbefall:
Im Zoofachhandel, in Apotheken oder beim Tierarzt gibt es Präparate, die gegen den Lausbefall wirken. Wichtig ist, dass die Behandlung wiederholt werden muss, damit auch die später schlüpfenden Läuse erwischt werden. Leider hilft hier auch nur die Chemiekeule.
lg Tanja


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Re: Parasiten beim Hund

Beitrag#6von roter Milan » Di 1. Jun 2010, 20:35

und Federlinge


Diese Parasiten ernähren sich, im Gegensatz zu den oben genannten Parasiten, nicht von Blut sondern von Haarschuppen. Allerdings können sie in so großem Maß auf dem Hund leben, dass ihr Krabbeln einen starken Juckreiz hervorruft.

Behandlungsmöglichkeiten sind Präparate, die man beim Tierarzt, in Apotheken oder im Zoofachhandel erhalten kann. Ferner können durch eine Schur gerade die Nissen im wahrsten Sinne des Wortes abgeschnitten werden, da sich diese an den Haaren befinden. Eine Nachbehandlung ist bei diesen Viechern ebenfalls erforderlich.
lg Tanja


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