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Hundeerziehung kann so einfach sein!

Beitrag#1von Hoss » Sa 23. Jul 2011, 23:30

Hundeerziehung kann so einfach sein!
Hat bei mir auch nur ca. 20 Jahre gedauert. :biggrinn: Spaß beiseite.
Unsere beiden letzten Hunde waren zu 95% erzogen und ausgebildet.
Man war das toll, die haben gehört. :jc_doubleup: Und war wirklich nicht schwer, man musste nur wissen wie.
Und mit dem Wissen von heute würde ich es nur noch so machen.
Nun möchte ich euch meine Erfahrungen erzählen, da es vielleicht einigen hilft.
Und ich bin kein sogenannter Hundetrainer, ich schüttel nur immer den Kopf wenn ich einiges höre.
Nicht falsch verstehen es gibt sehr gute Hundetrainer, aber ich kenne auch welche, die im Hundeverein nichts gebacken bekommen haben und dann Hundetrainer geworden sind.
Und das Schlimmste, bei denen bezahlste in einer Stunde mehr wie im Hundeverein im ganzen Jahr.
Und wenn es nix bringt ist der Hund schuld! Ja ne is klar. :ohman:
Als erstes ein Hund ist kein Mensch, er tickt anders! Ein Hund versucht immer das Beste für sich zu erreichen und den Weg dorthin kann man beinflussen, durch bestätigen dessen was der Hund will, um es für sich zu Nutze zu machen.
Die Ausbildung erfolgt über Trieb, Belohnung oder „Strafe“ - und mit Strafe ist nicht Gewalt gemeint. Eine Strafe kann schon schief ankucken sein es kommt immer auf den Hund an.
Den Trieb vom Hund muss man erstmal fördern. Bei einem Welpen geht das recht gut z.B. mit einer Beißwurst. Wenn man die Beißwurst an eine Angel anbringt kann man durch gezieltes Rumschleudern den Trieb des Hundes fördern.
Bei einem älteren Hund kann man Trieb auch aufbauen ist aber wesentlich schwieriger. Da muss die Belohnung sehr gut eingesetzt werden sonst verliert er die Lust.Auch verfügt nicht jeder Hund über alle Triebe, durch Zucht und Vererbung werden bestimmte Triebe verstärkt (Spezialisten unter den Hunderassen) oder weggezüchtet. Durch fehlende Förderung im Welpenalter gehen diverse Triebe auch "verloren" und müssen erst mühsam wieder verstärkt werden.
Die Belohnung ist in erster Linie , dass der Hund die BW (Beute) bekommt und dann den Hund rufen, so lernt er gleich das Rückruf-Kommando.
Wenn er dann kommt auf keinen Fall wegnehmen sondern die BW aufnehmen und mit dem Hund zerrspielen, dann wieder loslassen und ihn rumlaufen lassen bis er die BW selbst ausspuckt.
Jetzt mit der Angel wegziehen und dasselbe von vorn.
„Strafen“ noch auf keinen Fall das kommt erst später beim Gehorsam
Der Sinn der Sache: der Hund soll lernen, wenn Herrchen/Frauchen mich ruft, muss ich hin, der will mit mir spielen! Und wichtig der nimmt mir nix weg.

Fortsetzung folgt
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Re: Hundeerziehung kann so einfach sein!

Beitrag#2von Hoss » Do 28. Jul 2011, 21:31

Fortsetzung.


Wichtig ist Anfangs auch das die BW (Spielzeug) immer die Gleiche ist und nur für dieses üben.
Später habe ich den Ball mit Schnur genommen, lässt sich besser in der Tasche verstauen.
Aber da muss der Trieb schon aufgebaut sein.
Wenn der Hund schon beim Spielen die BW fordert z.B. durch anspringen, Bellen oder wie auch immer, ist der Trieb des Hundes groß genug, um jetzt Gehorsam zu üben.
Jetzt befestige ich die BW an einer Schlepp/Fährtenleine und spiele wieder mit dem Hund, indem ich die BW rumschleuder und wegschmeiße. Der Hund sollte sofort hinrennen und die BW aufnehmen.
Wenn er sie aufgenommen hat, sofort rufen. Jetzt sollte der Hund sofort kommen, wenn er sofort kommt als Belohnung wieder zerrspielen.
Man kann den Hund auch mit Leckerchen belohnen, aber wenn er nicht verfressen ist bringt das mit dem Trieb mehr.
Nach öfterem Üben könnte es passieren, dass der Hund nicht sofort kommt, dann muss man sofort reagieren und energisch rufen, kommt er immer noch nicht, muss „gestraft“ werden, damit der Hund lernt, wenn ich nicht auf mein Herrchen/Frauchen höre ,gibt es ein negatives Ereignis.
Sofort hin zum Hund - damit es auch was bringt - und am besten beim hingehen schon meckern. :boyaufdenkopf:
Ein gutes „Strafen“ ist bei vielen Hunden, wenn man sie mit einer Wasserpistole nassspritzt, mit einem Zeitungsgummi beschießt oder mit Gegenständen beschmeist.
Natürlich nicht mit harten Gegenständen der Schreck soll was bewirken.
Wichtig bei der ganzen Sache ist, dass nicht soviel Zeit ins Land geht. Ich habe das immer so gemacht: ich habe dem Hund ca.3 sec. zum Reagieren gegeben, 21…22…23 und „Strafen“. Wenn der Hund dann kommt, sollte wieder Zerrspielen stattfinden.
Und den Hund am Anfang die Schleppleine dranmachen, damit der Hund nicht abhauen kann. Lernt er nämlich auch sehr schnell! :12:
Wenn irgendwas unklar sein sollte oder ihr Fragen habt, immer her damit, dann strenge ich meine Gehirnzellen wieder an.

Fortsetzung folgt.
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Re: Hundeerziehung kann so einfach sein!

Beitrag#3von Hoss » Fr 5. Aug 2011, 16:16

Fortsetzung:
Bei mir war das sowieso so dass die Erziehung und das Ausbilden zusammen gemacht wurde.
Dadurch musste ich sowieso viel üben.
Natürlich kam mir das zu gute und so ging die Erziehung einfacher.
Ach was ich noch vergessen habe, wenn der Hund gerufen wird und nicht kommt beim“ Strafen“ immer wieder das Rückrufkommando sagen. Bei mir ist das das Kommando hier gewesen.
Also“ hier““ hier““ hier“.
So zurück zum normalen Erziehen.
Man sollte schon ein bisschen Zeit investieren, wenn man dem Hund was beibringen möchte.
Und beim normalen Umgang mit dem Hund auch drauf achten, dass man das bestätigen auch weiter beibehält.
Aber jetzt kann es auch mit Leckerlies gemacht werden. :12:
Wichtig ist das, dass immer wieder mal gemacht wird. Um das zu festigen was der Hund schon kann.
Umso mehr wird sich der Hund dran gewöhnen und so einen Lerneffekt erzielen. :16:
Wenn das mal nicht mehr funktionieren sollte, dann sollte man einen Gegenstand in der Tasche haben, um wieder Trieb machen zu können.
Wenn der Trieb gut aufgebaut ist, kommen jetzt die einzelnen Übungen, die in der Hunde-Erziehung wichtig sind.
Meine Kommandos waren:
„Hier“ „Sitz“ „Aus“ „Platz“ „Steh“ „Nein“ „Fuß“ Langsam“ Beim Leckerchen geben hätten mir sonst irgendwann die Finger gefehlt! :14:
Bei den einzelnen Übungen erst die Übung korrekt machen, mit Hilfe falls der Hund noch nicht weiß, was er machen soll, dann wieder 3 sec. warten und erst wenn er das gut gemacht hat, zurück gehen und den Hund belohnen. Wenn er die Übung nicht korrekt macht, nicht belohnen sondern schimpfen und die Übung wiederholen. Immer nur aufhören, wenn der Hund es richtig gemacht hat, man sollte immer mit einem Erfolgserlebnis aufhören.
Ja ich weiß ist ne Menge Arbeit aber es lohnt sich.
Und vor allen Dingen muss man 7 Sachen auf einmal beachten aber das kommt.
So versucht es mal ich würde gerne eure Erfahrungen hören.
Viel Spass.
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Re: Hundeerziehung kann so einfach sein!

Beitrag#4von Hoss » Sa 6. Aug 2011, 18:45

Ach noch was:
Die Kommandos (siehe oben) von denen ich geredet habe sind, ich sage mal so „muss“ Kommandos.
Da gibt es kein wenn und aber, die müssen befolgt werden, sonst „Strafe“( Negatives Ereignis) („muss Kommandos sollten auch immer ganz energisch gesagt werden.“).
Ist natürlich im Alltag nicht immer machbar, aber der Hund sollte lernen, bei dem Kommando muss ich es machen.
Man kann natürlich auch kommunizieren ohne muss Kommandos. Mit ein bisschen abgewandelte Kommandos zb. anstatt „hier“ : komm mal her. „sitz“ mach mal Sitz. „Steh“ bleib stehen. „Platz“ leg dich hin. usw.
Das sind dann ich sage mal so „soll“ Kommandos er soll es machen und wird dafür belohnt, wenn er es macht aber nicht „gestraft“, wenn er es nicht macht.
Aber der Hund wird lernen es zu machen, er will ja Belohnung.
Ich hatte dazu immer Trockenfutter in der Tasche.
Meine Frau hat fast immer so ne Bauchtasche um, die braucht nur daran rascheln und der Hund ist da. :biggrinn:
Das Wichtigste ist immer dranbleiben.
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Re: Hundeerziehung kann so einfach sein!

Beitrag#5von Hoss » So 4. Sep 2011, 12:52

Hallöle
Gestern den Hundeprofi auf Vox gesehen und ich muss sagen das kam mir bekannt vor.

"Strafen bei nichtgewollten Verhalten"
Der einzige Unterschied war das Hilfsmittel,er hatte eine Plastikflasche mit Schrauben gefüllt.
Das hat aber den Nachteil, das darf niemals sonst rascheln wie z.b. beim gehen u.s.w. sonst bringste den Hund total durcheinander.

"mirschulterklopf"
das mal einer meiner Meinung ist kenn ich ja gar nicht.
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Re: Hundeerziehung kann so einfach sein!

Beitrag#6von roter Milan » So 4. Sep 2011, 18:49

Grins, das wirds sein, der lernt von uns. War aber ne Wiederholung von letztem Jahr.

Rütter hat schon was drauf, wobei er glaube ich, für einige Dinge/Hunderassen nicht so geeignet ist - muss er aber auch nicht, hat halt jeder so sein Steckenpferd und für die anderen Probleme gibts dann andere Fachleute, kann nicht jeder alles abdecken.
lg Tanja


was wäre die Welt schön und gut, wenn jeder einzelne mal den von Gott gegebenen Verstand auch benutzen würde
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Re: Hundeerziehung kann so einfach sein!

Beitrag#7von Hoss » Mo 19. Sep 2011, 13:15

Hi ich bin es mal wieder.

Mal ein anderes Thema! Und nochmal das sind meine Erfahrungen mit Hunden.
Hunde sind ja in den meisten Fällen intelligent, aber sie hören nur was sie wollen und das ist nicht immer gut. :biggrinn:
Ein Beispiel: Frauchen geht Einkaufen, und Frauchen ist das liebste vom Hund.
Wenn Frauchen weg ist und irgendjemand anderer kommt hört das der Hund sofort, wenn man dann sagen würde „Das ist nicht Frauchen“ hört der Hund nur „FRAUCHEN“ und ist der Meinung Frauchen kommt „das ist nicht“ wird gar nicht war genommen. :ohman:
Man könnte jetzt „NICHT FRAUCHEN“ als Kommando einüben aber dann sage ich lieber gar nix.
Wir haben das dann so gemacht, das wenn wir erkannt haben wer es ist nur den Namen von demjenigen gesagt haben oder z.B. Post. Der Hund verknüpft dann seine Erfahrungen mit dem Wort „Post“, und da die eher negativ waren. „POSTBOTE WILL JA NIX POSITIVES MIT MIR MACHEN“ :jc_hmmm: wird es für den Hund uninteressant und er dackelt ab.
Wenn es aber eine bekannte Person ist z.B. Neffe sage ich den Namen von ihm und der Hund weis genau „DER STREICHELT MICH, DEN KANN ICH ANSPRINGEN, DER SPIELT MIT MIR“ und das ist auch in Ordnung sonst hätte ich von Herrchen in der Vergangenheit schon negative Ereignisse bekommen. :-)
Wenn jetzt ein Mensch kommt der Angst vor Hunden hat dann schicke ich den Hund mit einem „Muss Kommando“ auf seinen Platz (Körbchen).
Das ist für alle beteiligten besser. Mensch ist entspannter und Hund bekommt nicht immer Schelte.
Wenn die Nachbarn im Hausflur rumlaufen und Geräusche machen reagiert der Hund schon gar nicht mehr, es sei den sie klingeln dann ist der Hund sofort da! Den sie kommen NATÜRLICH nur für MICH (HUND). :ohman: Dann sage ich das ist doch nur der Peter (Mein Nachbar heißt auch Peter und ist kein Admin hä hä)
Bei dem Wort „Peter“ weiß der Hund dann genau „DER STREICHEL MICH ABER DER SPIEL NICHT MIT MIR und ANSPRINGEN MAG ER NICHT“ also lass ich es sonst kommt wieder etwas Negatives.
Das wichtigste ist wieder Konsequenz. Umso mehr Konsequenz umso besser lernt der Hund.
Wenn man sich sagt ach heute hab ich einen schlechten Tag, heute lass ich den Hund mal. :dash1: Böser Fehler, der Hund nutz das sofort aus und es schmeißt einen weit zurück!
Bis demnächst. :88n:
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