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Beispiel für die Zusammenführung von Hund und Katze

Beitrag#1von roter Milan » So 22. Aug 2010, 20:37

Hi,

ich will euch mal ein Beispiel geben, wie es laufen kann und wie wir es beim Einzug von Satoo gemacht haben - vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen.

Beschreibung der beteiligten Tiere zum Zeitpunkt des Kennenlernens (also vor 4 Wochen ;)):
1) Jerry
total ängstlicher Kater, der inzwischen 14 Jahre zählt. Sowohl bei Asta als auch bei Sammy war der Kater sehr zurückhaltend und ängstlich. Ziel für das Zusammenleben kann deshalb nur die gegenseitige Akzeptanz sein, inniges Miteinander wäre mehr als überraschend und ist eigentlich ausgeschlossen in meinen Augen.
2) Cleo
kennt das Zusammenleben mit Hunden seit dem sie 4 Wochen alt ist, wurde von Sammy immer beschützt und es war ein inniges Miteinander. Dieses Miteinander ist mehr als möglich.
3) Cäsar
ist der Bruder von Cleo und ebenfalls sehr an Hunde gewöhnt. Mit 3 Wochen zeigte er Sammy, dass er fauchen und Krallen zeigen kann. Auch hier ist ein inniges Miteinander mehr als möglich.
4) Satoo
laut Aussage der Tierheimleiterin hat er Jagdtrieb, was mich ins Grübeln wegen der Zusammenbringung gebracht hat. Katzen ist er nicht gewöhnt, aber er möchte es gerne recht machen und lernt schnell dazu. Wenn der Jagdtrieb nicht zu groß ist, wird es mit Cleo und Cäsar funktionieren. Jerry ist ein Fall für sich, aber auch das wird möglich sein.

Wie wir vorgegangen sind:
Das Betreten der Wohnung geschah für Satoo mit Leine. Zum Glück wie sich rausstellte, denn Cleo erwartete uns schon im Wohnzimmer auf dem kleinen Kratzbaum. Das Erscheinen von Satoo nahm sie zwar interessiert war, aber ansonsten kam keinerlei große Reaktion von ihr. Bei Satoo sah das anders aus, er wollte schnellstmöglich hin und schauen was das ist. Schon da stellte sich heraus, dass es mehr Neugier als Jagdtrieb ist, gut für uns sowohl in der Wohnung als auch draußen :D. Das Hinstürmen haben wir dann nicht zugelassen, sondern haben ihn zurückgepfiffen und langsam zu Cleo geführt. Dies war durch den Charakter von Cleo und der reinen Neugier von Satoo so möglich, bei einer anderen Konstellation würde ich ggf. nicht so vorgehen. Die Hibbeligkeit, die Nervösität und das Gejanke von Satoo brachten Cleo dann auch bald dazu den Rückzug in die obere Etage anzutreten, dies geschah allerdings langsam, so dass Angst völlig ausgeschlossen war.
Satoo blieb dann den Rest des Tages an der Leine, weil wir ihn gar nicht erst in die Situation des Nachjagens bringen wollten. Wäre Jerry nicht, hätten wir es vielleicht anders gemacht, aber wir wollten ihm den Stress nicht antun. Cäsar hat sich im Laufe des Tages dann auch in der Nähe blicken lassen, was einen neuen Neugierschub bei Satoo ausgelöst hat. Der erste direkte Kontakt zwischen den beiden lief dann bei einer guten Gelegenheit genauso wie bei Cleo statt.
Da wir unseren Nachbarn und uns die Nachtruhe gegönnt haben, war für Satoo auch in der Nacht Leinenknast angesagt. Das war der erste Tag des Zusammenlebens :D

Am zweiten Tag hatten sowohl Peter als auch ich das Gefühl, dass Leinenknast nicht mehr aktuell ist, also war Satoo den gesamten Tag in der Wohnung frei. In den Situationen, in denen er den Katzen nach setzen wollte, haben wir mit unserem Abbruchsignal und deutlicher Stimme (die wohl eher gewirkt haben wird, denn das Abbruchsignal war ja noch null beigebracht) gearbeitet. Satoo hat das auch schnell begriffen, aber leider Cleo und Cäsar auch, denn die haben ihn ganz schön geärgert mit ihrer Körpersprache :D nachdem sie wußten, Satoo kriegt nen Anschiss und darf nicht - Katzen sind hinterlistig und fies zum Teil. Eigentlich wollten wir in der Nacht die Leine auch weg lassen, aber da hat uns Jerry einen Strich durch die Rechnung gemacht. Der hat sich nämlich rausgetraut und Satoo kurz hinterher, was für Leinenknast für Satoo geführt hat - wieder hauptsächlich wegen der Nachtruhe, man muss es sich ja nicht unbedingt mit den Nachbarn verscherzen.

Seit dem dritten Tag läuft Satoo frei in der Wohnung, darf Cäsar und Cleo nachsetzen, wenn sie ihn provozieren, wobei das von der Körpersprache aller Beteiligten her eh Spiel ist, es ist ein miteinander was man ganz deutlich (wenn man die Sprache kennt) erkennen kann. Cleo und Cäsar schleimen sich bei Satoo ein mit dem Kopf, streichen ihm um die Beine, gehen unter dem Bauch durch und werden abgeschleckt. Jerry läuft zwar immer noch geduckt durch die Gegend, faucht auch noch viel ohne Grund (Satoo ist weit entfernt), aber auch das wird zunehmend besser, denn er liegt auch schon offen auf dem Bett/Sofa/Heizung dabei.

Ihr seht: es kann völlig unproblematisch sein, wenn man weiß, was man macht.
lg Tanja


was wäre die Welt schön und gut, wenn jeder einzelne mal den von Gott gegebenen Verstand auch benutzen würde
roter Milan
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