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[INFO!:] Wie halte ich Hund und Katz zusammen?

Beitrag#1von roter Milan » Di 2. Mär 2010, 14:59

Überlegungen vor der Anschaffung und der Zusammenführung:

Natürlich will eine Tieranschaffung immer gut überlegt sein, welche Dinge immer zu berücksichtigen sind will ich hier aber vernachlässigen, sondern lediglich die Besonderheiten aufführen.

Ihr solltet eure Erwartungen nicht zu hoch schrauben und von dem trauten Hund-Katze-Team träumen, dass sich gegenseitig ableckt und in einem Körbchen liegt. Verabschiedet euch erstmal davon. Euer Ziel sollte erstmal sein, dass das Zusammenleben so stressfrei wie möglich abläuft und ein gegenseitiges Akzeptieren in einem Haushalt schon ein großer Schritt ist. Ja selbst völliges ignorieren ist ein gutes Ziel.

Bevor ihr so zwei unterschiedliche Tierarten zusammenhaltet, überlegt euch, welches Verhalten ihr von wem dulden und auch nicht dulden wollt. Insbesondere gilt das fürs Jagen. Wo ist bei euch persönlich die Grenze erreicht? Nur wenn ihr die vorher wisst, könnt ihr auch früh genug einschreiten und müsst nicht später durch viel Erziehungsarbeit an den Feinheiten justieren.

Auch der Gedanke, was passiert wenn Hund und Katz überhaupt nicht mit einander auskommen, sollte von euch nicht völlig weggewischt werden. Nicht immer kommen die beiden miteinander aus, was aber auch an den jeweiligen Beteiligten liegen kann.

Klar sollte euch auch sein, dass Hund und Katz von der Körpersprache sehr unterschiedlich sind. Dies erfordert ein Lernen von beiden. Sie müssen die Feinheiten erst richtig einschätzen können. Das braucht Zeit und auch Möglichkeit dazu. Beide müssen austesten, wo die Grenzen des jeweils anderen sind und wie er vor der Grenzübertretung warnt. Dafür brauchen sie Freiraum, den ihr ihnen geben solltet. Dieses Lernen ist erforderlich, wenn ihr die Tiere auch mal unbeaufsichtigt lassen wollt. Denn glaubt mir eins, solltet ihr weg sein, läuft alles anders, als ihr denkt. Spätestens dann werden die Grenzen nämlich getestet.

Gibt es Zoff zwischen Hund und Katz, ist, wie bei uns Menschen auch, nie nur einer schuld. Ich habe schon erlebt, dass Kater sich vor Hund aufbaute und mit Körpersprache so lange stänkerte, bis dieser jagte. Ursache und Wirkung ist manchmal schwer fürs menschliche Auge wahrzunehmen. Vergleichbar mit Geschwistern, der eine stichelt und macht und tut - der andere reagiert - und die Eltern bekommen nur die Reaktion aber nicht die Aktion mit.

Auch auf Verletzungen in diversen Stufen solltet ihr gefasst sein. Tiere sind nicht lieb und nett und diskutieren alles im Stuhlkreis aus. Sie kommunizieren mit ihrem ganzen Körper, da kann es auch schon mal unbeabsichtigt zu kleineren Schrammen kommen. Auch ist das Zusammenleben für beide nicht unbedingt ungefährlich, die Katze kann dem Hund das Augenlicht nehmen und der Hund kann die Katze tot beißen. Allerdings kann ich euch etwas beruhigen, im Normalfall passiert das in den wenigsten Fällen, meist sind es Unfälle. Tiere gefährden sich in den wenigstens Fällen selbst, ist von der Natur auch so vorgesehen, weil jede Verletztung einen selbst schwächt. Diese Natur ist auch in unseren Haustieren noch vorhanden. Beide Arten verfügen auch über zig Warnstufen bevor es zum Eklat kommt, die dem anderen deutlich macht, es wird jetzt unangenahm, lass es sein.

Eine wichtige Voraussetzung für ein Zusammenleben, in dem man die Tiere auch mal allein lassen kann: habt Vertrauen in eure Tiere!
lg Tanja


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Re: [INFO!:] Wie halte ich Hund und Katz zusammen?

Beitrag#2von roter Milan » Di 2. Mär 2010, 17:44

das erste Treffen

Die Katze sollte zur Zusammenführung einen Rückzugsort haben, an den der Hund nicht kann. Dies ist meist aber schon als Kratzbaum/Kleiderschrank/Bett in der Wohnung vorhanden.

Die weitere Vorgehensweise ist abhängig, wer zu wem in die Wohnung kommt. Ich beschreibe jetzt unsere Vorgehensweise mit der wir bis jetzt immer gute Erfahrungen gemacht haben. Selbst meine überängstlichen Kater haben sich so an Sammy gewöhnt.

1. Szenario: Ein Hund ist schon in der Wohnung und Kitten kommt dazu.
In dem Fall würde ich mich mit den Kitten aufs Sofa/Boden setzen und den Hund zu mir rufen. Während die Katzen auf meinem Schoß Sicherheit spüren und geschützt sind, lasse ich den Hund den ersten Kontakt knüpfen. Lasse ihn an den Kitten schnüffeln, sie eventuell anstupsen mit der Nase kurz um die Witterung aufnehmen. Die Kitten lernen so, dass ihnen vom Hund keine unmittelbare Gefahr droht - es passiert ihnen ja nichts. Der Hund lernt: die gehören zu uns und er darf Kontakt aufnehmen. Das alles läuft in einem geschützten Rahmen ab, so dass ich bei zuviel Zudringlichkeit von Seiten des Hundes ein Abbruchsignal geben kann, Lernerfolg beim Hund ist: das war zuviel.
Nach diesem kurzen Kennenlernen setze ich die Kitten auf den Boden und schau was passiert. Die Kitten werden wahrscheinlich die Umgebung sondieren und der Hund wird alles beobachten bzw. auch wieder von sich aus Kontakt aufnehmen. Wird es mir zuviel kommt ein Abbruchsignal, aber wir sind mit so etwas sehr sparsam, denn die Tiere fangen in der ersten Sekunde an, von einander zu lernen. Je mehr ich als Mensch eingreife, umso komplizierter mache ich es für die Tiere.


2. Szenario: selbstbewußte Katzen sind schon vorhanden und Hund kommt hinzu
Eigentlich kann man hier wie beim ersten Szenario vorgehen. Ich biete dem Neuling wieder meinen Schutz in Form meiner körperlichen Nähe an und lasse eine erste Kontaktaufnahme zu bzw. führe sie bewußt herbei.


3. Szenario: ängstliche Katze ist vorhanden und ein Hund kommt hinzu
Hier ist es besonders wichtig, dass ein Rückzugsort für die Katze vorhanden ist, von dem sie aus der Ferne abchecken kann, was das für ein Eindringling ist - Stichwort: sehen ohne gesehen zu werden.
Ich bin herzlos und nehme keinerlei Rücksicht auf die Angst der Katze (ich gebe es ja zu, mußte ich auch erst von überzeugt werden :D). Würde ich die Katze betütteln und ein Theater drum veranstalten, würde ich die Katze in ihrer Angst noch bestätigen. Nehme ich hingegen keine Rücksicht und lasse den Hund die Wohnung erkunden und sich völlig normal verhalten, bekommt die Katze die Möglichkeit zu lernen, da ist zwar jemand aber mir passiert nix. Eine herbeigeführte Begegnung empfehle ich bei ängstlichen Tieren nicht.
Bei diesem Szenario muss man die meiste Geduld mitbringen.
lg Tanja


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Re: [INFO!:] Wie halte ich Hund und Katz zusammen?

Beitrag#3von roter Milan » So 11. Apr 2010, 11:21

Der Prozess im Kennenlernen

Das Zusammenleben von Hund und Katz läuft in einem mehr oder weniger langen Prozess ab. Wie lange dieser Prozess dauert, hängt von der Offenheit und dem Lernwillen der einzelnen Parteien, ja auch des Halters, ab.

Im Großen und Ganzen können immer die folgenden Stadien ablaufen:
1) Abschätzen aus der Ferne:
Katzensicht: Katzen sind eh meist scheu und beobachten Fremdes erstmal ausgiebig. Dies machen sie auch, wenn sie mit anderen Tieren (egal welche Art) zusammentreffen. Dieses Abschätzen verläuft zunächst von sicheren Plätzen (unter dem Bett, vom Kratzbaum, vom Schrank) aus. Die Körpersprache und das Verhalten werden eingestuft.
Hundesicht: Hunde erforschen das meiste über die Nase, erst aus Entfernung und dann wird genau untersucht.

Hier ist schon die erste Schwierigkeit: Wenn ich meinen Katzen jetzt zeigen kann, dass ihnen dabei nichts passiert (vergleiche dazu das erste Kennenlernen), ist der weitere Verlauf allgemein lockerer. Habe ich jetzt aber ängstliche Katzen, kann ich diese ja nicht sofort vom Hund beschnüffeln lassen, das wäre zum einen ein Unding unter Katzen und zum anderen würde es die Katzen zu sehr unter Stress setzen. Bei ängstlichen Katzen, die verstärkt aus dem "Hinterhalt" abchecken, wird in dieser Phase ein Rückzug stattfinden. Reagiere ich als Halter jetzt damit, dass ich auf diese Angst (unbewußt) verstärkend reagiere, werden die Katzen weiterhin diesen Rückzug zeigen. Das heißt Rücksicht auf die Katzen zu nehmen, kann nach hinten los gehen, nämlich dann, wenn ich Fressen oder Katzenklo extra an sicheren Orten anbiete - damit wird der sichere Ort verstärkt und ich verhindere das Lernen: mir passiert auch bei einer Konfrontation nichts. Katzen werden immer mehr an den sicheren Ort gehen anstatt nach vorne. Allerdings nehme ich in soweit auf die Ängste der Katze schon Rücksicht, dass ich vermehrt darauf achte, dass der Hund ruhig bleibt und nicht zu aufdringlich wird.

2) erste Versuche am anderen vorbeizugehen:
Ist die erste Einschätzung aus der Ferne positiv verlaufen, kommen erste Annäherungsversuche. Es wird getestet was passiert, wenn der Raum mehr oder weniger offen (einige Katzen verwenden die Möbel als Sichtschutz) durchquert, dabei wird aus den Augenwinkeln beobachtet wie der andere reagiert. Fluchtbereitschaft ist in dieser Phase immer noch vorrangig.

3) zunehmende Sicherheit und gezieltes Lernen der Warnstufen
Wird in Phase 2 von den Tieren gelernt, dass nichts wildes passiert, kommt es vermehrt zu Situationen in denen der andere ausgetestet wird und seine Reaktionen auf dem Prüfstand stehen.
Diese Phase erfordert meiner Meinung nach die stärksten Nerven beim Tierhalter. Zum einen laufen viele Prozesse versteckt für das menschliche Auge ab, so dass Fehleinschätzungen von Ursache und Wirkung eigentlich an der Tagesordnung sind. Zum anderen geht es jetzt darum sowohl Katze als auch Hund zu zeigen: dieses Verhalten ist für mich als Boss des Ganzen völlig indiskutabel. Dazu gehören die verschiedenen Stufen des Jagens, des Körperkontaktes, das Buhlen um Zuwendung usw. Ein dritter wichtiger Punkt in dieser Phase ist das Erlauben von Lernen der Körpersprache und damit verbundenen Misverständnissen. Ja es kann zu Verletzungen kommen, weil Hund und Katz die Warnstufe vorher noch nicht verstanden haben, aber im Normalfall wird spätestens bei der direkten Stufe davor begriffen: ups der meint es ernst. Warnstufen, die ich bis jetzt beobachten konnte, waren: Körperspannung, Augenkontakt, Brauenrunzeln, knurren, fauchen, aufrichten, Lefzenziehen, Pfote erheben, aufspringen, auf einander zugehen, in die Luft schlagen/schnappen. Ihr seht ein Kampf zwischen Hund und Katze entwickelt sich nicht von jetzt auf gleich sondern langsam. Je offener euer Auge für die jeweiligen Warnstufen wird um so mehr könnt ihr ernsthaften Auseinandersetzungen im Vorfeld schon vorbeugen.
Viele Menschen greifen meiner Meinung nach viel zu früh in die Kommunikation unter den Tieren ein. Je früher ich eingreife, um so mehr muss ich aktiv werden und umso weniger Spielraum haben auch die Tiere. Je früher ich Lernen unterbinde, um so weniger Fortschritte können gemacht werden.

4) aktive Kontaktaufnahme zum anderen
Diese Phase erreichen nicht alle Hund-Katze-Teams. Deswegen schrieb ich im ersten Beitrag hier im Thema: euer erstes Ziel sollte das Ignorieren des anderen sein. Wenn sich die Tiere aufgrund einer gemeinsamen, gelernten Sprache soweit verständigen, dass man sich gegenseitig aus dem Weg geht, könnt ihr zumindest mal die Tiere alleine lassen ohne in der Sorge zu leben: da passiert was schlimmes.
Wenn diese Phase aber durchlebt wird, hat man das Null-Plus-Ultra erreicht: Hund und Katze werden sich gegenseitig abschlecken, aus einem Fressnapf fressen, in einem Körbchen liegen, miteinander spielen (Vorsicht: nicht jedes jagen ist jagen sondern es kann auch Spiel sein), den Kopf aneinander reiben usw usf.
lg Tanja


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Re: [INFO!:] Wie halte ich Hund und Katz zusammen?

Beitrag#4von roter Milan » So 11. Apr 2010, 16:10

Probleme und Vorschläge zur Lösung

Vorabinformation: es gibt, immer wenn Lebewesen betroffen sind, mehrere Wege zum Ziel und nicht jeder Weg ist für jedes Lebewesen geeignet. Wir können hier nur Denkanstöße geben und ihr müßt entscheiden: ob der Vorschlag auf eure Tiere zutrifft oder nicht. Es gibt keine Gewähr dafür, dass das, was bei uns geholfen hat oder wir uns vorstellen, dass es helfen könnte, bei euch auch wirklich hilft. Ihr wendet die Tipps auf eigenes Risiko und auf eure Verantwortung hin an.


Katze bleibt in Phase 1 obwohl das erste Zusammentreffen schon mehrere Wochen her ist

Dass die Phasen unterschiedlich lange andauern können, hängt an den Charakteren der Tiere. Allerdings kann man nach einiger Zeit gewisse Dinge unternehmen, um bestimmte Verhaltensmuster aufzuweichen.
Versteckt sich eine Katze immer in einem Zimmer und unternimmt definitiv keine Versuche aus einem Versteck raus zu beobachten oder versteckt durch die Wohnung zu laufen, rate ich zu kontrollierten Begegnungen. Ursachen für dieses Verhalten können zum einen an massiven Ängsten der Katze, schlechten Vorerfahrungen oder auch an schlechten Erfahrungen in Phase 2 liegen. Beides ist nicht fürchterlich für die Katze, sondern hemmt sie lediglich Kontakt auf Entfernung herzustellen.
Mit kontrollierten Begegnungen meine ich die Situationen, in denen ich als Mensch bewußt Dinge herbeiführe und für ausreichend Abstand zwischen den beteiligten Tiere achte.

Beispiel:
Die Katze versteckt sich immer im Schlafzimmer unter dem Bett. Ich nutze jetzt Momente, in denen ich eh ins Schlafzimmer muss und nehme den Hund mit. Wichtig ist, dass der Hund in solchen Momenten an der Leine ist, um ihn vom Zugehen auf die Katze abzuhalten. Die Katze soll lernen: dass der Hund sich im gleichen Zimmer aufhalten kann ohne sie zu belästigen. Der Hund lernt bei solchen Situationen, dass er einen gewissen Abstand einzuhalten hat. Wichtig ist, dass ich beide Tiere soweit wie möglich ignoriere! Ich räume Wäsche in den Schrank ein zum Beispiel und beobachte nur aus den Augenwinkeln die Tiere. Sollte sich der Hund der Katze zu sehr nähern, verwende ich die Leine, um ihn ohne Gequassel da weg zu holen. Dies passiert ohne Kommentar sondern einfach nur sanft über das Hilfsmittel Leine.


Unser Hund jagt unsere Katze immer und das will ich nicht

Wenn ihr euch dazu entscheided, jedes Jagen zu unterbinden, ist es am sinnvollsten dem Hund eine Hausleine zu verpassen. Diese ermöglicht es euch, den Hund an der Leine zu packen und auf seinen Platz zu befördern. Auch solltet ihr den Hund genau beobachten, um möglichst das Fixieren der Katze zu unterbinden. Solltet ihr euren Hund schon länger haben und die Katze kommt dazu, ist es sinnvoll vor Eintreffen der Katze ein Abbruchsignal zu etablieren.
In meinen Augen ist dieses Verhalten ein Ding, was nicht über ignorieren zu beherrschen ist, sondern der Hund braucht eine klare Ansage, was falsch und was richtig ist. Damit will ich sagen, dass der Abbruch des Jagen so deutlich für den Hund sein muss, dass er auch wirklich begreift, dass ihr sein jetziges Verhalten Jagen wirklich nicht mögt. Auf der anderen Seite ist es ebenso wichtig, ihm ganz deutlich zu machen, dass er ein toller Hund ist, wenn er ruhig auf seinem Platz liegen bleibt obwohl die Katze im Zimmer ist. Wie ihr das Verhalten des Hundes korrigiert hängt vom Hund ab, für einige Hunde wird es reichen, wenn ein lauteres Hey kommt, andere brauchen einen Platzverweis und noch andere brauchen wieder andere Korrekturen.
Warum kann in solchen Momenten kein Clicker oder Ignorieren helfen? Meiner Meinung nach belohnt sich der Hund selbst, wenn er die Katze aus seinem Revier vertreibt. Er hat Erfolg mit seinem Verhalten Erfolg, seinem Wunsch wird ja nachgegangen.
lg Tanja


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Re: [INFO!:] Wie halte ich Hund und Katz zusammen?

Beitrag#5von roter Milan » Mo 12. Apr 2010, 09:48

Unser Hund jagt draußen immer Katzen, wir wollen uns aber eine anschaffen - kann das funktionieren?

Ja das kann funktionieren, denn Hunde unterscheiden sehr gut zwischen Rudelmitgliedern (eigene Katze) und Fremdkatzen. Wichtig ist nur, dass ihr eurem Hund klar macht, dass die Katze zum Rudel gehört und dass Jagen überhaupt nicht angesagt ist. Klare Korrekturen und Belohnungen sind hier bei sehr wichtig.

Allerdings solltet ihr euch die Katze anschaffen, weil ihr eine Katze haben wollt und nicht die Katze als Hilfsmittel zur Erziehung sehen! Wenn euer Hund euch draußen quer durchs Beet zieht, weil er eine Katze sieht, wird es euch - zumindest meiner Meinung nach - nichts bringen, euch ne Katze anzuschaffen. Arbeitet lieber am Grundgehorsam und der Erziehung allgemein, denn wie ich eingangs schon schrieb: eigene Katzen und Fremdkatzen sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Außerdem sollte man sich nur ein Lebewesen anschaffen, wenn man es um seiner selbst willen haben möchte.
lg Tanja


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